Und falsch. Ich möchte hier keine Werbung für irgendwelche weltbekannten Fast-Food-Ketten machen. Weder für die eine noch für die andere.
Aber ich schätze jeder von uns kennt das. Man steht an der Kasse und überlegt sich, welches Menü oder auch nur welchen Burger man haben möchte. Im Hintergrund hört man die Geräusche von irgendwelchen Gegenständen die runterfallen. Da stell ich mir die Frage, woher ich die Garantie kriege, dass mein Burger NICHT auf dem Boden lag. Aber der Gedanke daran wird relativ schnell wieder verscheucht, da ich meinen Burger ja noch genießen will. Ich stehe also weiter da und sehe, wie eine kleine unschuldige Person mich anguckt und sämtliche Alarmglocken in ihrem Kopf loslegen.
OH MEIN GOTT! KUNDSCHAFT! PANIK!
Während ich nach rechts und links gucke und mich kurz umdrehe bemerke ich, dass weder links noch rechts von mir ein weiterer Kunde steht, außerdem sich auch hinter mir keine endlos lange Schlange gebildet hat. Nein ich bin alleine hier.
Diese völlig ausgelastete Person kommt also auf mich zu und stellt sich an die Kasse. Sie steht da mit ihrem Hut auf dem Kopf und dem "M" auf der Brust und fragt mich: "Kann ich Ihnen helfen?"
Innerlich denke ich: "Ob DU MIR helfen kannst? Hör mal, nimm dir was du brauchst und ich hol dich hier raus! Wir verschwinden!"
Aber nein, meine innere Stimme sagt mir immer wieder, dass ich diese Antwort lieber für mich behalte.
Ich entscheide mich also für meine Bestellung.
"Ein Big-Burger!" (Namen von der Redaktion geändert)
"Im Menü?" - Meine innere Stimme meldet sich wieder zu Wort: "Nein verdammt, sonst hätte ich das gesagt!!!"
Aussprechen tue ich: "Nein, einzeln. Dazu eine Cola und 2 Cheeseburger."
Als ich bei den Worten "2 Cheeseburger" angekommen bin, hebe ich, zur Hilfe für den immernoch völlig ausgelasteten Verkäufer, die Hand und zeige 2 Finger.
"Kommt sofort."
Alles fliegt in hohem Bogen in die Tüte. Alles? Nein, das war falsch. Ein Cheeseburger zu wenig. Ich, freundlich und höflich wie ich bin, sage das dem Verkäufer.
"Entschuldigung, ich hatte 2 Cheeseburger bestellt, einen haben Sie vergessen."
Der völlig überforderte und von meinen Extrawünschen auch noch genervte Verkäufer fängt langsam an mich zu hassen.
"Tut mir ja leid, bin ja kein Hellseher."
Meine innere Stimme sagt mir, dass dieser junge Mann besser ruhig wäre, da ich sonst ganz schnell beim Filialleiter lande und der, von seinem Fulltime-Job ausgelastete Verkäufer ganz schnell seinen Arbeitsplatz räumen kann.
Ich aber bleibe geduldig. Soll ich ihn auch noch auf die fehlende Cola hinweisen?
JA! Schließlich bezahl ich doch nicht um dann nichts zu haben!
"Ähm, die Cola fehlt da auch noch."
Wenn Blicke töten könnten wäre auf der Stelle ein Bestattungsinstitut nötig gewesen. Ein Notarzt hätte nichts mehr tun können.
Der Verkäufer füllt meinen Becher Cola, möchte einen Plastikdeckel auf den Becher drücken, drückt vor lauter Wut etwas zu fest und was passiert? Natüüüüürlich, der Becher rutscht weg, fliegt auf den Fußboden, die Cola verteilt sich hinter sämtlichen Kassen.
Jetzt beginnt der Kampf gegen das Lachen. Ich glaube man hat mir meinen Spaß ein wenig angesehen. Aber naja, ich bin ja hier um zu essen und nicht, um mir Freunde für's Leben zu holen.
Ein neuer Versuch mit der Cola klappt, ich kriege meinen zweiten Cheeseburger und verlasse rundum glücklich den Laden. Der Verkäufer hat also das Ziel, das die Fast-Food-Kette verfolgt, wie jedes andere Geschäft auch, erreicht. Ein zufriedener Kunde verlässt den Laden.
Das ist doch die Hauptsache.

