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Samstag, 27. Juni 2009

picture nation



Euch gefällt das Bild? Mehr atemberaubende Bilder findet Ihr hier!

Sonntag, 21. Juni 2009

Zensursula - Der nächste Sommerhit!?

Freitag, 19. Juni 2009

Was ist es...?

Was ist es, dass euch wichtig ist?

Heute saß ich in meinem Englisch Leistungskurs. Unsere Hausaufgabe bestand darin, ein Essay über einen Gegenstand zu schreiben, zu dem wir eine persönliche Bindung haben. Gut, ich habe diese Hausaufgabe natürlich vergessen. Aber schlau wie ich bin, habe ich mir Gedanken in der Pause zuvor gemacht.

Was gibt es da so?

Meine Freundin? - Da hätte es logistische Schwierigkeiten gegeben, sie hatte nämlich schon Schluss und wäre nie freiwillig mit zu meinem Englisch-Unterricht gekommen.

Was hab ich denn noch so dabei?

Geld, Uhr, Haustürschlüssel, Führerschein, Schulsachen, Handy. Gut, zu meinem Geld hab ich jetzt nicht so die persönliche Bindung, sonst hätte ich nach jedem Partywochenende ein schlechtes Gewissen. Meine Uhr trifft auf eine solche Bindung schon eher zu. Immerhin war sie ein Geschenk und ich trage sie dauerhaft. Außerdem leg ich großen Wert auf Pünktlichkeit. Aber nee, irgendwie auch eine scheiß Story. Jeder hat mal was geschenkt bekommen, wenn man also zu jedem Geschenk eine persönliche Bindung hat, weil es einem viel bedeutet, bleiben am Ende keine Gefühle mehr für Freunde usw. übrig. Ist quatsch.

Haustürschlüssel? - Gut, überlebenswichtig, wenn man auf einer Party ist. NIEMALS - NIEMALS - verlieren - ich spreche da aus Erfahrung.
Führerschein? - Hm nee, wenn hab ich eine Bindung zu meinem Auto und nicht zu meinem Lappen.
Schulsachen? - ....
Handy? - Handy! Das ist es! Ein Geschenk meiner Eltern und ich bin darauf angewiesen, ohne mein Handy wäre ich tagsüber ziemlich aufgeschmissen, so viel wie ich unterwegs bin. Da ruft gerne mal irgendjemand an "Wo bist du? Lass mal was starten." - Ohne Handy nicht möglich.

Ich hatte also meinen Gegenstand und hab mich in den Unterricht gesetzt, wo unser Lehrer dann alle Gegenstände eingesammelt hat und auf einen Tisch legte. Da lag dann alles mögliche, so Essstäbchen vom Chinesen, ein Football mit Autogrammen, ein Rucksack, ein 1-Centstück, ein Kuscheltier, ein Foto, Magneten die Geräusche machen und ein Fotoalbum. Also wirklich alles mögliche und jedes Ding hat seine eigene Story. Ich war natürlich als erstes dran, meine Story zu erzählen und fing an, von wegen wie sehr ich auf mein Handy tagsüber angewiesen bin und was es nicht noch alles gibt.
Mein Feedback kam dann prompt quasi in Form von Kritik. Es sei langweilig, wir kennen es alle und auch wenn es ein Geschenk ist und ich möglicherweise sehr darauf angewiesen bin, ist es nichts besonderes.

Das hat mich zum Nachdenken angeregt. Wie selbstverständlich ist es, dass wir den ganzen Tag - solange wir es denn wollen - erreichbar sind? Wie selbstverständlich und langweilig ist es, dass ich, egal wo ich gerade bin, in's Internet gehen kann um alles mögliche zu checken, und wenn es nur irgendetwas ist, das ich googlen muss? Und wie selbstverständlich ist ein elektronisches Gerät, das einen Ton von sich gibt, weil ich eine neue SMS bekommen habe und mir damit Freude macht?

Was ist es also, das euch sehr wichtig ist, worauf ihr nur ungerne verzichten wollt oder könnt? Und denkt vor allem an die Dinge, die euch euren Alltag vereinfachen, die ihr vielleicht als selbstverständlich anseht.

Freitag, 12. Juni 2009

Soziale Netzwerke sind nicht sozial!

Warum ich jetzt schreibe? Es ist 10:31 und ich bin in der Schule, trotzdem habe ich die Zeit meine Ko-lumne zu schreiben. Woran das liegt? Ich sitze im Computerraum aus reinster langeweile und in feinster Nerdmanier. Ich hätte auch nach Hause fahren können, schlafen, etwas essen vielleicht eine Runde Xbox spielen. Stattdessen sitze ich hier und surfe im Internet, klappere alle Sozialen Netzwerke ab, in denen es mich gibt, gucke ob es etwas neues gibt, beantworte Comments oder Nachrichten und informiere mich über die neuesten Geschehnisse.

„Social-networks“ sind eine tolle Erfindung. Wir können uns mit jedem Mitglied in Kontakt setzen, uns Bilder von Partys angucken und unsere Urlaube mit all unseren Freunden teilen. Facebook, SchülerVZ, Netlog und MySpace sind Seiten, auf denen die meisten Leute schon einmal waren. Man diskutiert zusammen über Filme, Musik oder den neuesten Klatsch und Tratsch. Ich kann dort auch Spiele spielen. Meine neuste Lieblingsbeschäftigung sind Facebook Eigenschaftstests. Ich finds toll mit möglichst sinnlosen Fragen herauszufinden, was ich für ein Mensch bin. Ernst nehmen sollte man diese allerdings nicht. Angeblich werde ich wegen Völlerei in die Hölle kommen und das Land welches am besten zu mir passt ist Brasilien. Ich war nie da aber es sieht bei Google Earth zumindest ganz nett aus. Ich bin damit einverstanden.

Ich war letztens beim Computerfachgeschäft meines Vertrauens und stand an der Kasse. Vor mir ein Herr mittle-ren Alters. Sein sozialer Status spielt in diesem Augenblick mal keine Rolle. Ich stehe also an der Kasse und warte darauf, dass der Herr bedient wird und bekomme einen Teil des Gespräches mit. Grundlegend sei gesagt, der Mann brachte ein Spiel zurück, welches am Computer ein Brettspiel simuliert. Sein Kritikgrund und damit Rückgabebegründung war die Tatsache, dass dieses Spiel nicht an einem Computer gespielt werden konnte, sondern nur über das Internet. Das Gespräch verlief in etwa wie folgt:

Mann: Hmm, okey. Haben sie denn ein anderes Brettspiel für den Computer welches ich mit meiner Frau an einem Gerät spielen kann?

Verkäufer:
Nein, ich denke nicht. [wendet sich an seinen Kollegen] Sag mal, kennst du ein Brettspiel für den Computer?

Verkäufer 2: Nein.. Es gibt „Risiko“, aber das ist schon sehr alt.

Verkäufer:
[zu dem Kunden]Ich fürchte solche Spiel werden kaum noch genutzt. Es gibt für soetwas gar keinen Markt mehr. Das hat vor ca. 10 Jahren aufgehört. Heute spielt man fast nur noch über das Internet.

Mann:
Das ist wirklich schade. Ich meine, es wird immer davon gesprochen, dass die Gesellschaft verödet. Wenn ich mit den Leuten über das Internet spiele, dann kann ich denen doch gar nicht mehr ins Auge schauen dabei. Das macht doch wirklich keinen Sinn. So kommt es doch zu einer totalen Verfremdung zwischen den Menschen. Ich möchte mit meiner Frau an einem Computer sitzen und spielen. Wenn wir in zwei verschiedenen Räumen sitzen, dann haben wir doch gar nichts mehr von einandern?!

Ich: Sie könnten ja auch einfach ein echtes Brettspiel benutzen!?


Während der Verkäufer sich ein grinsen verkneifen musste, schien der Herr von meiner doch recht simplen Frage etwas überfragt. Kurz danach verließ er das Geschäft. Doch war mir in diesem Moment klar geworden, wo das Problem war. Computer, speziell das Internet, bieten jedem Menschen die Chance, der zu sein, der man möchte.
Hier kann jeder sein, wer er will. Ich kann mich selber erstellen wie ich bin oder wie ich gerne sein möchte. Ich kann mich 20 cm größer machen oder mir eine Komplett neue Identität geben. Ich bin bei Facebook „Axel Steel“ und im SchülerVz „Karl-Peter Kruse“. Und niemand weiß wer ich wirklich bin. Man versinkt in einem Nebel aus wahrem und erfundenem. Eigentlich kann ich keinem mehr vertrauen. Alles was ich dort lesen oder sehe kann erfunden sein. Trotzdem erfreuen sich diese Sozialen Netzwerke im Internet größter Beliebtheit. MySpace zählt mehr als 120 Millionen Mitglieder. Das sind mehr MySpace Account Inhaber als in Deutschland und Polen zusammen Einwohner haben. Also sind mehr als 120 Millionen User potenzielle Lügner. Ok, dass ist vielleicht etwas sehr aus der der Luft gegriffen.

Dennoch stellt sich die Frage, was die Leute dazu treibt, möglicherweise nicht die Wahrheit über sich zu zeigen. Sich selbst als jemand besseren oder hübscheren darzustellen scheint zu einer Art Volkssport geworden zu sein. Nur überall auf der Welt. Sozusagen eine neu Weltsportart. Das neue Fußball. Aber wie kommt es dazu? Schämen sich die Menschen so für sich selber, dass sie einfach jemand anderes sein wollen. Einer persönlichkeit nacheifern, welche sie im Fernsehen oder einer Zeitschrift gesehen haben. Leidet denn wirklich die ganze Welt unter einem gewaltigen Minderwärtigkeitskomplex oder haben die Menschen durch die neuen Medien und deren Aktualität Angst etwas falsches zu machen oder einem Ideal nicht zu entsprechen?

Ich denke, wir sollten dazu stehen wer wir sind. Warum mich dafür schämen wer ich bin wenn es Menschen um mich herum gibt, die mich so akzeptieren wie ich bin. Warum sollte dies dann nicht auch der Rest der Welt. Teilt uns mit wer ihr seit. Erst so macht ein Soziales Netzwerk sinn. Doch sollte man im Hinterkopf behalten, dass alles was ihr schreibt, auch von jedem gelesen werden kann ( es sei denn, er wohnt in China). Die Kunst ist es, viel zu sagen und wenig preiszugeben!

Donnerstag, 4. Juni 2009

Wie ist das machbar?

Hallo Freunde!

Während ich vor zwei Wochen noch höllisch viel um die Ohren hatte scheint es so, als hätte ich momentan absolut nichts zu tun. Es stehen jetzt noch genau zwei Klausuren für dieses Semester bei mir an, morgen Mathe und nächsten Mittwoch Physik, wo ich gestern erst die letzte Klausur mit ganzen null Punkten zurückbekommen habe.

Fragt nicht. Ich saß da, habe den Zettel unterschrieben und direkt wieder abgegeben, weil ich einfach keine Aufgabe bearbeiten konnte. Nach gutem Zureden seitens meines verhassten Physiklehrers hab ich's dann kurz versucht und habe ganze 3 von 35 möglichen Punkten erreicht.

Stark oder?

Wie auch immer. Heute gab es dann quasi schulfrei. Wir hatten Bundesjugendspiele und wurden in Gruppen aufgeteilt, die Schüler aus meiner Stufe haben dann bei den verschiedenen Disziplinen geholfen. Ich war beim Weitsprung, super. Schön ab und zu mal den einen oder anderen Sprung gemessen, dann mal den Sand wieder ein bisschen gehakt und immer schön schnell, weil wir ja unter Zeitdruck standen. Echt klasse.

Meine Gruppe musste natürlich die früheste Schicht übernehmen. Von 7:45 Uhr bis 10:45, ich dachte ich bringe noch jemanden um (nein Herr Schäuble [HA!], war nur ein Scherz, nicht gleich jemanden herschicken, ich hab da noch so eine Festplatte, die mir auch nicht grade gut tun würde).

Allerdings haben wir dafür gestern den Abend genutzt. Wenn wir heute eh nichts Wichtiges zu tun haben können wir auch Party machen, war also unser Entschluss. So sind wir dann im H1 gelandet und haben mal wieder einen rausgehauen. Ich war - zur Abwechslung mal wieder - auch ganz gut dabei. Um halb 5 war ich dann im Bett und um 7 wurde ich dann von meinem Wecker geweckt. Ich war noch nie wütender auf einfach alles, kurz nach dem Aufstehen. Kennt ihr das? Ihr werdet wach, seid völlig am Ende und schiebt einfach mal Frust auf einfach mal alles, was euch vor die Augen oder in den Kopf kommt. Am liebsten irgendwas zerstören. So in etwa ging es mir heute morgen.

Jetzt ist das ganze mittlerweile 5 Stunden her und mir geht es wieder ein wenig besser, wobei die Müdigkeit immernoch da ist. Jetzt frage ich mich nur - wie kriegen die ganzen Leute das hin, die dauerhaft unter der Woche irgendwo mal auf Party gehen?

WIE MACHEN DIE DAS?

Donnerstags ist es ein offenes Geheimnis, dass es sich lohnt auf den Kiez zu gehen. Viele Happy-Hour-Angebote, freier Eintritt in allen möglichen Clubs, echt ganz cool. Zumindest cool für die Ferien.

Wie kriegen die Leute es also hin, während der Schulzeit das zu überleben? Ich mach das so gut wie nie, aber einige tun das ja dauerhaft. Und gehen dann noch in die Schule! Denken! Rechnen! Schreiben! REDEN!

Ich war heute kaum in der Lage zu kommunizieren, einiges musste ich mir doppelt und dreifach sagen lassen, bis ich auch nur halbwegs einen vernünftigen Satzbau erahnen konnte.

Irgendwie bewundere ich solche Leute ja schon fast. Das ist glaub ich auch eine Sache von langem, hartem Training.
Wie auch immer, ich geh jetzt erstmal runter und hau mir eine Aspirin rein. Die Müdigkeit mag weg sein, aber mein Kopf fühlt sich an, als hätte mir gerade jemand einen Baseballschläger dagegen geschlagen.