Ich bin krank. „ Krankheit wird gewöhnlich als „Störung“ aufgefasst. Sachlich besteht sie in einer drohenden oder realen Beeinträchtigung oder Einschränkung vor allem körperlicher, beim Menschen auch geistig-seelischer sowie sozialer Fähigkeiten, durch die die Leistungsfähigkeit und meist auch das Wohlbefinden eines einzelnen Individuums in einer Weise verändert wird, die für dieses nachteilige Folgen hat, oder eine derartig nachteilige Veränderung erwarten lässt.“ Ich könnte ja jetzt behaupten dieser Satz stamme von mir, tatsächlich aber habe ich ihn von Wikipedia.
Angefangen hat alles vor in etwa 3 Tagen, als ich Halsschmerzen bekam und keinen Geschmack mehr im Mund hatte. Seit 2 Tagen kommt Schnupfen hinzu. Gestern nahm ich die erste Grippe verhindernde Tablette. Heute geht’s mir eigentlich ganz gut. Meine erste Diagnose war eine herannahende Grippe. Viele Leute haben zu dieser Zeit ein Grippe. Ich kenne alleine 4 Menschen denen es gerade genauso geht wie mir. Mein erster Verdacht hat sich zum Glück nicht bestätigt. Es ist mehr eine Erkältung mit Bonus. Oder eine Pseudo-Grippe.
Tatsächlich fühle ich mich körperlich ein wenig eingeschränkt. Ein wenig. Ich bin kein Mensch, der sich melodramatisch in sein Bett legt und sich gar nicht mehr bewegt, aber es nervt schon ein wenig alle 5 Minuten zu einem Taschentuch greifen zu müssen. Ich kann es nicht leiden, wenn Menschen, die eine simple Erkältung haben, so tun, als würden sie mit dem Tod höchst persönlich kämpfen. Jeden einzelnen Seufzer empfinde ich als Hohn denen gegenüber, die wirklich Krank sind. Simulanten.
Zurück zur Erkältung. Ich sehe sowieso keinen biologischen Sinn darin, der erklärt, weshalb der Körper Flüssigkeit durch die Nase ausscheiden muss. Meiner Auffassung nach ist dieser Vorgang eine Art Rebellion des Körpers. Eine andauernde Erinnerung daran, dass man ja Krank ist und sich gefälligst nicht bewegen sollte. Mein Körper will also das ich mich hinlege. Aber genauso wie mein Hirn rebelliert, so rebelliert meine Seele, mein Geist, mein Stolz gegen diese Frechheit. Viva la revolución!
Ich saß also gestern Abend in meinem Bett und sah fern, aß Chips und erfreute mich am erfreulich guten Fernsehprogramm. Da geschah es. Der Körper rebellierte gegen mich und wollte mir mein Fernseherlebnis zerstören. Ich musste Niesen. Nicht ein oder zwei mal, Nein. Mindestens 20 mal. In Abständen. Natürlich hatte ich gerade Chips gegessen. Jeder kann sich vorstellen was passierte, denn jeder hat es schon erlebt. Die Chips-Krümel verteilen sich explosionsartig in der näheren Umgebung. Aber anstatt aufzuhören Chips zu essen, aß ich weiter. Mit dem selben Ergebnis. Man kann weder aufhören zu essen, noch aufhören zu Niesen. Ich also wieder ran an die Kartoffel und weiter gefuttert. Ich fühlte mich wie ein dummer Lemming oder Homer Simpson, der genau weiß wenn er den Elektrozaun anfasst, er tierisch einen gewischt bekommt, einmal „Juhu“ schreit und wieder zupackt. Letztendlich konnte ich dann gestern Abend um Elf nochmal mein Bett neu beziehen.
Nachdem ich dann im Bett lag, fertig um zu schlafen, da konnte ich das nicht. Jedes mal bevor ich kurz davor war, auch nur ein wenig ein zunicken aber noch dazu in der Lage war zu merken, was um mich herum passierte, lief die Nase. Also wieder hoch, Taschentuch gegriffen, die Sache unter Kontrolle gebracht und wieder hingelegt. Natürlich wieder hellwach lag ich da nun also wieder. Es hat auch tatsächlich 2 Stunden gedauert ,bis meinem Körper wohl der Flüssigkeitsvorrat ausging und ich ein schlief. Ich bin in der Nacht noch 3 mal aufgestanden. Jetzt bin ich müde. Mir ist auch ein wenig kalt. Eigentlich fühle ich mich auch nicht mehr so gut. Vielleicht ist das schon meine letzte Kolumne? Ich sollte ins Bett...
Donnerstag, 25. September 2008
Viva la revolución!
Eingestellt von SlickRick 5 Comments
Donnerstag, 18. September 2008
Kinder im Allgemeinen
Kinder.
Jeder hat schon einmal etwas von Kindern gehört. Jeder von uns war mal eins und der Großteil von uns wird in absehbarer Zeit wohl auch mal eins bis sieben bekommen.
Die einen wissen es schon genau.
Auf keinen Fall mehr als zwei und im Idealfall ein Junge und ein Mädchen. Andere sind da etwas gelassener. Mein Lieblingszitat, was Kinder angeht, stammt von einem guten Freund von mir.
"Darf ich mein Kind schlagen, wenn es ein Arschloch wird?"
Hier wird jedem deutlich, dass ihm ziemlich egal ist, ob er später mal glücklicher Vater eines Jungen oder eines Mädchen wird. Hauptsache ist, dass es kein Arschloch wird.
Die positiven Seiten
Zugegeben - mir fallen nicht viele ein.
Klar, man hat ein Kind. Manche Mädchen und Frauen kriegen einen glasigen Blick und leuchtende Augen, wenn sie über ihre zukünftige Familie und somit ihre Kinder sprechen. Sie malen sich alles bis in das kleinste Detail aus. Dabei stellen sie sich auch alles toll vor.
Einem Mädchen kann man zum Beispiel die Haare zu tollen Frisuren verzaubern. Man kann sie in "schöne" rosa Klamotten stecken. Was es da nicht noch alles gibt.
Ehrlich gesagt erinnert mich das an meine kleine Schwester, die auch gerne sowas macht - nur eben mit Puppen.
Bei einem Jungen sieht das anders aus. Der wird mal ein großer Sportler, der unglaublich erfolgreich und unglaublich reich wird. Vermutlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Kleine vor seinem 18. Lebensjahr im Lotto gewinnt größer.
Die negativen Seiten
Jetzt mal ehrlich: Merkt ihr noch was?
Ich habe selber zwei kleine Geschwister zu Hause. Mit dem Alter werden sie dann schon akzeptable Zeitgenossen. Aber bis ein Kind sich vernünftig ausdrücken und einen Fuß vor den anderen setzen kann, vergehen einige Jahre. Bis dahin hört man entweder völlig nervige, meist laute und jaulende Töne des Kindes, oder aber friedliche, dennoch laute und mit der Zeit auch immernoch nervige Geräusche.
Babies rauben einem den Schlaf, Babies schreien bis sie etwas zu essen kriegen, Babies schreien wenn sich keiner mit ihnen beschäftigt und ihnen langweilig ist, Babies schreien wenn ihnen etwas nicht passt, Babies...
Die Gefahren
Dann haben wir den Klassiker - wie soll das Kind heißen?
Da gibt es so viele Möglichkeiten. Es gibt so viele schöne Namen. Vor allem Familien mit einem ausländischen Hintergrund haben viele Möglichkeiten. Sie nutzen sie nur nicht. Doch auch Familien mit deutschen Vorfahren haben die Auswahl zwischen Milliarden von Namen.
WARUM NUTZT SIE ABER KEINER???
Sind wir alle zu faul und geben uns mit dem ersten gefundenen Namen zufrieden anstatt weiter nach geeigneten Namen zu suchen? - Nein, ich würde mein Kind nicht Paul nennen, das ist nämlich gerade eben der erste Name gewesen, der mir in den Sinn kam.
Daran kann es also nicht liegen.
Sind wir zu doof? - Das könnte es schon eher sein. Wie sonst wollt ihr Namen wie Chantal, Jaqueline und Mandy rechtfertigen? Und ihr Kevin's braucht hier gar nicht erst 'n Lauten zu machen, euch gibt's wie Gras in Holland.
Jedoch sind nicht alle, die ihr Kind so nennen doof. Es muss was anderes sein.
Wir sind einfach zu einfallslos. Wie sonst könnte man Namen wie Bodo erklären? Bodo. So würde ich nicht einmal meinen Hund nennen, falls ich überhaupt einen hätte.
Mein Favorit ist ja ein Junge aus der Grundschulklasse meines Bruders. Der Junge hat aber nicht nur einen Namen. Nein, seine Eltern konnten sich nicht für einen dieser grandiosen Namen entscheiden, deshalb gaben sie im alle. Nein, dieser Name ist nicht ausgedacht, den Jungen gibt es wirklich.
Nicht, dass ich etwas gegen den Namen Benjamin habe. Aber lest einfach selbst.
Seine Eltern entschieden sich für: Bo Bosse Benjamin.
Seht ihr jetzt, was alles so schief gehen kann mit Kindern??
Eingestellt von DC17 2 Comments
Mittwoch, 10. September 2008
Kleine Kinder sind dumm!
Kleine Kinder sind doof. Nicht im Sinne von „Ich mag keine Kinder“, sondern im Sinne von „Kinder sind einfach scheiße dämlich“.
Wie ihr vielleicht in den letzten Wochen mitbekommen habt, hat die Schule in Hamburg wieder angefangen, was zwangsläufig die Einschulung der neuen Fünftklässler mit sich bringt. Die haben sich natürlich den örtlichen Gegebenheiten angepasst und laufen jetzt nicht wie früher über den Spielplatz der örtlichen Grundschule, sondern durch die Flure meines Gymnasiums.
Dabei ist es den kleinen Scheißern auch egal ob sie damit jemanden stören – und ihr könnt sicher sein, das tun sie. Es wird fangen gespielt. Wie primitiv. Da wir älteren aus unseren Kursen kommend uns meistens in der Pausenhalle treffen, um uns dort einer gepflegten Konversation über die ausschweifende Inkompetenz der Lehrer hingeben, kommt es dort zu einer Art Ballungsgebiet. Soll man glauben, Kinder gehen dann woanders hin. Nein, tun sie nicht. Und wieso? Weil sie dämlich sind. Im Gegenteil, sie machen eine Art Competition daraus, wer am schnellsten zwischen mehreren Gruppen von Oberstufen Schülern, oder wahlweise zwischen einer Gruppe eben dieser und einer Wand, hindurch laufen kann.
So passiert es natürlich nicht selten, dass einer dieser Zwerge einem älteren auf den Sack geht. Wenn wir ehrlich sind waren wir damals nicht besser. Nur haben wir nach 2 Wochen was auf die Fresse bekommen und es gelernt. Das war einmal. Heute bekommt man Morddrohungen wenn man einen auch nur schief guckt. Doch heute war es endlich soweit. Es ist einfach toll, wenn ein kleiner Junge, nennen wir ihn „Peter“, laufend vor seinen Freunden flieht, lachend, nichts ahnend, und im nächsten Moment von einem 1-A, Hulk Hogen-like, Closeline danieder gestreckt wird. Der kleine hat geweint, seine Freunde waren geschockt aber in der zweiten Pause hab ich sie nicht mehr gesehen. Vielleicht haben sie auch nur den Peter im Krankenhaus besucht...
Dieses doch irgendwie freudige Ereignis hat mich jedoch auf das Thema gebracht, über das ich Heute schreiben will. Ich gebe zu, meine kleine Anekdote war vielleicht etwas lang aber unterstreicht das Nachfolgende.
Als kleines Kind ist man blöd. Man muss von seiner Mama täglich aus geschätzten 144 lebensgefährlichen Situationen gerettet werden, denn alles was schwer, spitz, heiß, kalt, zu weit weg, zu hoch oder zu scharf ist, bedeutet potenzielle Gefahr. Kleine Kinder sind einfach nicht in der Lage einzuschätzen was klug und was eher nicht so clever ist. Jede Mutter wird sich jetzt denken „Was ist das denn für ein Arschloch, mein Kind ist sehr begabt! Es ist 13 Monate alt und hat heute zum ersten Mal gewunken!“
Ich bin völlig enthusiastisch.
Sobald das Kind seine ersten Schritte macht wird allgemein geglaubt, der kleine hätte etwas auf dem Kasten. Dem ist aber nicht so. Ich meine, er kann Sprechen aber man versteht kein Wort und er sabbert sich selber an. Im Grunde ein bisschen wie alte Menschen, nur eben süßer und am anderen Ende des Kreises. Einige mögen jetzt argumentieren, „Babys können davon gar nichts. Weder laufen, noch sprechen oder winken.“ Stimmt, aber von denen erwartet das auch niemand. Wenn kleine Kinder schreien versucht man ihnen zu zuhören um auch nur ein Wort zu verstehen. Wenn Babys schreien kann man das getrost ignorieren.
Außerdem können kleine Kinder, wenn sie dann etwas älter sind, auch nicht schlüssig argumentieren.
Mama: Ess deinen Teller auf oder es gibt kein Sandmännchen!
Ich: Das nennt man Erpressung.
Mama: Nein, das nennt man Konsequenz.
Elter scheuen sich auch nicht, ihren Kindern lügen zu erzählen. Bestes Beispiel Socken.
Mama: Wenn du nicht artig bist, dann musst du ohne Socken ins Bett!
Wann habt ihr eigentlich gemerkt, dass ihr jeden Abend eure Socken vor dem ins Bett gehen auszieht, habt aber trotzdem befolgt was Mama gesagt hat?
Schön sind auch so völlig dämliche Argumentationen der Eltern, die im Geiste eines 4 Jährigen völlig plausibel sind.
Papa: Es gibt kein Fernsehen mehr heute Abend!
Ich: Och Mann, warum denn nicht?
Papa: Weil es regnet.
Ich als gescheites kleines Kind war damals natürlich wesentlich Cleverer. Vor Ostern habe ich immer meine Schuhe sauber geputzt vor die Tür gestellt und am nächsten Morgen war er bis oben hin mit Schokolade gefüllt. Ich hatte natürlich den Schuh ganz genau beobachtet um sicher zu gehen, bis auf natürlich die 9 Stunden, in denen ich geschlafen habe. Wie gesagt, gescheit wie ich war, bin ich zu meiner Mama:
Ich: Mama, hast du irgendjemanden an meinen Schuhen heute Nacht gesehen.
Mama: Nein mein Schatz, ich habe geschlafen. Da war nur der Osterhase.
Ich: Hab ich es doch gewusst!
Natürlich habe ich auch keinen Verdacht geschöpft, als der Inhalt meines Schuhs dem glich, was der Supermarkt um die Ecke gerade im Angebot hatte.
Kleine Kinder sind aber auch in anderer Hinsicht blöd. Sie klauen. Kleine Kinder tun dies aber mit einer anderen Motivation als Erwachsene. Sie klauen es nicht, weil sie es brauchen, sondern weil es andere brauchen oder weil es interessant aussieht. Wie oft habt ihr als ihr klein wart, Dinge von euren Eltern geklaut von denen ihr erstens sicher wart, dass niemand es merken würde und zweitens nicht einmal wusstet, wofür sie überhaupt gut waren?
Ihr seht also, kleine Kinder sind wirklich dämlich, aber wir waren alle mal so. Trotzdem hat Peter das verdient....
Eingestellt von SlickRick 2 Comments
Mittwoch, 3. September 2008
Back To Life - Die Zweite
Was geht ab?
Die meisten von euch haben - hoffentlich - den letzten Beitrag "Back To Life" gelesen. Und es stimmt schon, in einer gewissen Form ist es nicht gerade schön, die geliebten Sommerferien hinter sich zu lassen und in einen neuen Alltag aufzubrechen. Wieder Schule. Gut, ich gehe mit einer grundsätzlich veränderten Einstellung in die Schule. Irgendwie motivierter. Ok, man weiß ja jetzt auch, worum es geht. Auf in die letzten 2 Jahre, der Zielsprint in Richtung Abitur.
Doch ist das Ganze wirklich der alte, gewohnte und langweilige Alltag?
Irgendwie gewohnt...
Ok, man steht immernoch früh am Morgen auf, mehr oder weniger motiviert, einen neuen Schultag zu beginnen. Und irgendwie vergeht die Zeit während der verschiedenen Unterrichtsfächer immernoch genauso langsam wie im letzten Schuljahr. Man hat immernoch die gleichen Leute um sich herum. Die selben fast 1000 Schüler, darunter der Kreis der wenigen Auserwählten, die man seine Freunde nennen kann und dann noch die, mit denen man sympathisiert.
Dann sind da natürlich noch die restlichen rund 700 Leute, die man entweder nicht kennt, langweilig oder einfach nur nervig findet.
Insgesamt klingt das nach dem selben alten Tritt, den man die letzten Jahre auch durchgemacht hat.
...und doch irgendwie anders.
Tatsache ist aber, dass noch sich doch einige Sachen verändert haben. Mir ist früher immer schon aufgefallen, dass die - wie wir sie damals noch nannten - "Großen" andauernd frei hatten. Hier fallen Stunden aus, da ist ein Lehrer weg, hier ein Ausflug mit einem der Grund- oder Leistungskurse. Und ich lag nicht falsch. Es ist jetz genau 11:48 und ich sitze nicht in der Schule und schreibe diese Kolumne heimlich. Nein, ich bin zu Hause, völlig entspannt. Ich hatte heute morgen von 8:00 - 9:30 zwei Stunden Deutsch. Um 10 war ich dann zu Hause. Wann ich wieder in die Schule muss? Da mein Physik-Kurs heute auch ausfällt und ich sowieso schon 4 Freistunden hätte, langt es, wenn ich heute um 15:30 in der Sporthalle auftrete und mich zwei Stunden ein bisschen bewege. Das bedeutet, dass ich heute insgesamt 6 ganze Freistunden habe. 6! Andere Leute haben 6 Stunden an einem ganz normalen Schultag!
Irgendwie gefällt mir diese Veränderung. Außerdem kann ich jetzt da stehen und rufen:
"Ich wusste doch, dass man in der Oberstufe fast ausschließlich chill!"
Gut, natürlich sollte man noch bedenken, dass da auch noch ein bisschen Unterricht und alles mit eingebracht werden muss.
Aber das ist dann das kleinere Übel.
Also Leute, die Oberstufe ist was tolles. Immer dran denken.
Eingestellt von DC17 3 Comments
