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Dienstag, 20. Mai 2008

Wir alle müssen mal!

Jeder kennt es. Jeder muss es und jeder macht es. Das stille Örtchen heim suchen. Wir Menschen sind da zivilisiert und tun dies [meistens] an einem dafür vorgesehenen Ort. Die Toilette. Für viele Menschen ist diese ein Ort der Abgeschiedenheit und, wenn alles glatt läuft, der Erholung. Einmal für einen kurzen Augenblick weg vom Stress und dem Termindruck. Die heimische Toilette hat da natürlich den Stellenwert Nummer Eins.

Man kennt sich ja schließlich aus. Mann kennt die Tücken und Fallen die einen so überraschen könnten und kann ideal sein Geschäft verrichten. Blöd ist allerdings nur, wenn die heimische Toilette aber gerade nicht erreichbar ist. Dann muss man auf Alternativen zurück greifen – Öffentliche Toiletten.

Viele Menschen glauben öffentliche Toiletten sind bakteriell verseucht, Tummelplätze für Erreger und Viren und deshalb eklig und zu meiden. Haben sie auch Recht! Wie oft habe ich Pissoirs gesehen, bei denen ich mich gefragt habe, was eigentlich sauberer war, die Toilette selber oder der Boden und die Umgebung. Da komme ich eines morgens, 10 Uhr, in ein Fast-Food Restaurant der bekannten Art. Ich war der erste Kunde für diesen Tag, ich musste mich unbedingt erleichtern sonst wäre eine Grund Sanierung nötig gewesen, und komme also in diese Toilette. Bei dem Anblick der sich mir da geboten hatte hätte ich mich fast selber in meinem eigenen Sud ertränkt weil ich vor Schreck vergessen hatte mich darauf zu konzentrieren den Drang zurück zu halten. Ich will nicht weiter darüber schreiben aber ihr sollt wissen, ich bin Tolerant aber das war mir zu viel.

Die Leichtigkeit des Lebens
Ich hatte es dann doch geschafft mich zu erleichtern und das sogar auf legalem Wege ohne die Angst zu haben, eine Strafe wegen „der Erregung öffentlichen Ärgernisses“ aufgebrummt zu bekommen. Es war ein tolles Gefühl. Ich denke jeder kennt es. Dieses Gefühl, 2kg leichter geworden zu sein. Diese Leichtigkeit mit der es nun wieder möglich ist sich zu bewegen. Nicht mehr das verlangen bekämpfen zu müssen es einfach laufen zu lassen, so wie man es noch aus der Guten-Alten-Zeit kennt.

Phänomene und Psychoanalyse
Ein wirklich schönes Phänomen ist mir auf der Toilette des Kinos meines Vertrauens aufgefallen. Ich kann hier natürlich nur von den Männern sprechen, da meine Besuche in der Frauen-Abteilung des Toilettenflures irgendwie immer in einer allgemeinen Hysterie Enden. Männer benutzen besonders gerne das Zweite Pissoir das sich ihnen bietet. Da frage ich mich doch: „Wieso ist das so?“

Ich denke es liegt daran, das Männer von Natur aus faul sind. Das erste Klo, ist meistens direkt nach der Tür. Bedeutet um dieses Becken beglücken zu können müsste der Mann eine 90° Drehung hinlegen und käme somit völlig aus seinem Tritt. Dies tut ein Mann nur wenn er muss. Zum Beispiel wenn leider kein anderes Becken mehr frei ist. Wenn dies nicht der Fall ist, geht er lieber in einem Bogen um einen abrupten Richtungswechsel zu vermeiden. So landet der Mann mit ziemlicher Sicherheit beim Zweiten oder Dritten Becken.

Hat der Mann dieses dann erst einmal erreicht, kommt der spannende Teil. Dabei ist das entleeren der Blase nicht bloß eine simple Angelegenheit, der man keine Beachtung schenken sollte. Nein. Weit gefehlt. Es ist eine Prozedur, die sich in 3 verschiedene Phasen aufteilen lässt. Dem Anfang, mit auspacken und anvisieren, dem Mittelstrahl bei dem ein Mann am wenigsten gestört werden will da dort mit Hochdruck daran gearbeitet wird, dass „leiden“ zu beenden und schließlich dem Ende, bei dem es darum geht, dass Werkzeug sicher reisefertig zu machen. Hier können auch Unfälle passieren, die nicht nur, wie beim Mittelstrahl auch, andere gefährden wenn man[n] unkonzentriert ist, sondern die meist einen selbst betreffen.

Interessant ist, was für Leute man alles auf einer Toilette treffen kann. Freunde oder verloren gedachte Bekannte sind Leute die gerne mal zu einem Überraschungsbesuch in der Toilette auftauchen. Da kann es dann auch zu peinlichen Situationen kommen. Mit Hand geben und so ist das ja nicht so gut. Worauf man nach dem Besuch der öffentlichen Toilette auch immer besonders achtet ist das Hände waschen. Das machen die normalen Leute da wesentlich mehr als zu Hause. Da langt einmal unter halten und raus. Das geht aber nicht unter dem Druck der Öffentlichkeit, wenn man sich beobachtet fühlt. Da werden die Hände dann gewaschen bis es irgendjemand sieht um sie danach mit mindestens 5 Tüchern trocken zu wischen.

Eine tolle Erfindung ist auch das Trockengebläse. So etwas von überflüssig ist selten eine Maschine gewesen. Die Hände werden nie trocken. Nie. Es geht einfach nicht. Theoretisch würde es schon funktionieren nehme ich an, aber soviel Zeit hatte ich nie um das auch mir selbst zu beweisen. Ich habe einfach keine Lust mir 5 Minuten vor dem Ding die Finger zu verbrennen um dann endlich mal meine Hände trocken zu haben. Da nehme ich lieber die Schnelllösung! Kurz unter halten und dann die Hose zu Hilfe nehmen.

Wir haben also festgestellt, dass öffentliche Toiletten durchaus Ihrem Ruf gerecht werden. Es ist also doch tatsächlich bewiesen: „Zu Hause scheißt es sich doch am besten!“

1 Comments:

Anonym hat gesagt…

omg... euch fällt auch nix ein oder? ÜBER WAT FÜR NE SCHEIßE SCHREIBT IHR???
naja ich habs gelesen^^