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Samstag, 2. Oktober 2010

Die lache der Ironie

Ich weiß, wir haben seit langer Zeit nichts mehr geschrieben. Tut uns auch leid.. ok, eigentlich nicht aber es wird heute auch nicht viel zu lesen geben. Ich habe eigentlich nichtmal wirklich ein Thema über das ich schreiben möchte, sondern eher etwas, was ich mich heute gefragt habe, das mich zum Nachdenken gebracht hat. Ich habe heute im Rahmen einer Renovierung eine Abstellkammer Gestrichen und mir vorgestellt, wie es hier wohl einmal aussah, und mir gedacht, dass sich hier wohl einmal die Putzutensilien eines Haushalts befunden haben müssen. Da ist mir Aufgefallen, dass es irgendwie immer an Orten, an denen Menschen Putzzeug aufbewahren, dreckig ist. Warum? Ironie? Es ist doch so, dort wo ihr Zuhause Putzmittel stehen habt, zum Beispiel unter die Spüle in der Küche, dort würdet ihr nicht euer Essen vertilgen wollen, oder? Es klebt ausgelaufenes Putzmittel am Boden, die Flaschen sind dreckig – es ist staubig. Warum ist das so? Der grenzenlose und unterschwellige Sarkasmus der Menschheit? Die lache der Ironie? Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung. Der Mensch ist das einzige Lebewesen auf der Welt, welches sich nach dem täglichen Geschäft den Hintern abwischt, aber den Ort sauber zu halten, wo sie ihre Putzmittel aufbewahren, welche sie brauchen, um den Ort sauber zu halten, an dem sie Leben, dass schaffen sie nicht..

Freitag, 6. August 2010

Gott kauft ein

Wenn Menschen sich unter Druck gesetzt fühlen, dann zeigen sie verschiedenste Verhaltensweisen. Der eine fängt an zu stottern, zu schwitzen, in Panik zu verfallen oder auch in seltenen Fällen, er macht sich in die Hose. Noch weniger Menschen trumpfen in solch einer Situation erst richtig auf. Diese Menschen haben Nerven wie Drahtseile, sie der Motor unseres Landes und treffen immer die schwierigen Entscheidungen. Sie sind die Helden in Hollywoodproduktionen und werden von allen angebetet. So jemand bin ich.

Es war ein warmer Abend als ich nach Hause kam und die Nachricht erhielt, dass sich meine Mutter ihren Mittelfuß gebrochen hatte. Dieses tragische Ereignis sollte mein Mount Everest werden. Meine Landung auf dem Mond. Mein Sieg bei einem Starcraft 2 Spiel. Ich musste die Initiative ergreifen, ich musste mein glorreiches Selbst und meine Mutter Pflegen, den Haushalt am laufen halten und dabei wie immer überragend aussehen. Das ganze stellte mich tatsächlich vor ungeahnte Probleme: Wie bediene ich die Waschmaschine? Was soll es zu essen geben? Was bedeutet „auf Links“ waschen und und wie unterscheide ich Weiß- von Buntwäsche? Und wie läuft das mit dem Einkaufen?

Tatsächlich habe ich immernoch nicht Begriffen wo der Unterschied von Weiß- und Buntwäsche wirklich liegt aber ich weiß wie die Waschmaschine funktioniert und die riesige Auswahl an verschiedensten Lebensmitteln überrascht so ziemlich jeden, der normalerweise auf direktem Weg die örtliche Kühltruhe im heißgeliebten Supermarkt aufsucht und den Rest um sich herum völlig ignoriert. Das Einkaufen an sich war jedoch eine unumgehbare Herausforderung. Wenn man einmal alle Punkte auf dem von Mutti geschriebenen Einkaufszettel abgearbeitet hat, dann kommt irgendwann unweigerlich der Punkt, an dem man „Bezahlen“ muss. Bezahlen ist in diesem Falle nichts anderes als das Ausführen eines Tauschgeschäfts zwischen dem Kunden A und dem Verkäufer B. A gibt B Geld – X,- für C, die Ware. Wenn C den ansprüchen von A jedoch nach dem Verkauf nicht mehr entspricht oder kaputt ist, kann dieser sich an B wenden und C zurück geben um X zurück zu erhalten. Falls dies nicht klappt ist B glücklich, A enttäuscht, X war völlig umsonst und C vergammelt in irgendeiner Ecke- aber das ist ein ganz anderes Thema.
Zurück zu unserem überfüllten Einkaufswagen, den ich nun vor mir her schiebe auf der Suche nach der besten Schlange vor den Kassen. Um es von vorne herein zu sagen, ich schaffe es immer brillianter präzision und messerscharfer Beobachtungsgabe in Kombination mit lebenslanger Erfahrung, die langsamste Schlange zu erwischen. Ich stehe also hinter einer ältern Dame, wir nennen sie jetzt der Abkürzung halber Hexe. Hinter Hexe steht Klappstuhl, ein ca. 50-jähriger Freigeist, der von Arbeiten wenig hält aber dafür sehr viel von Pfandflaschen versteht. Dahinter stehe Ich, Gott. Während Gott also seine Artikel auf das Laufband legt, um den erhofft schnellen Prozeß des Bezahlens zu beschleunigen und hinter sich zu bringen, ist Hexe dabei, ihre Artikel in ihren Hackenporsche zu verfrachten. Während sie das tut, nennt die Kassiererin ihr den ausstehenden Preis für die Artikel. Hexe ist fertig und guckt die Kassiererin an. Alles guckt sie gebannt an und 5 Sekunden passiert absolut gar nichts. Beide starren sich in Erfurcht oder auch temporärer Verwirrtheit an, bis die Kassiererin den Preis wiederholt. Hexe, die natürlich nicht damit gerechnet hatte, etwas Bezahlen zu müssen, begibt sich nun auf die Suche nach ihrem Geldbeutel. Klappstuhl wippt von einem Fuß auf den anderen. Gott überdenkt die Welt. Hexe durchsucht währenddessen ihren Mantel, wird natürlich nicht fündig und durchsucht ihren Hackenporsche, in dessen Seitentaschen sie natürlich nicht den Geldbeutel findet, aber dafür alles andere was es gibt auf der Welt. Gott erahnt die Situation aus 2 Metern Entfernung und schlägt Hexe vor, den Stauraum zu durchsuchen, den sie gerade mit ihren Lebensmittel gefüllt hatte. Nach kurzem rummosern, dass es nicht sein könne das der Geldbeutel dort wäre und dem anschließenden finden des Geldbeutels, gibt Hexe uns Anwesenden die Gelegenheit ihre einzigeartige Kleingeldsammlung zu begutachten. Natürlich bezahlte sie all ihre Artikel mit Kleingeld. Danach war Klappstuhl an der Reihe. Klappstuhl kaufte sich die nahrhafte Ration an Lebensmittel die er für eine Woche braucht und in eine Dose passen. Zusätzlich qualitativ hochwertiges deutsches Bier und eine Fernsehzeitung. Während Klappstuhl seine Artikel einräumte welche die Kassiererin vorher eingescannt hatte, legte er frech von Hinten einen Pfandrückgabeschein auf die Kasse. Leider war Klappstuhl mathematisch ähnlich wenig begabt wie Gott, weshalb Gott sich Taschenrechnern bedient, Klappstuhl diese Erfindung jedoch anscheind für Ketzerei hielt. Klappstuhl fehlten exakt 9 Cent. Blöde Geschichte. Pech beinahe. Gott also leiht Klappstuhl 10 Cent damit der Klappstuhl sich endlich verzieht. Nachdem dieser mir 1 Cent zurück gab und sich eindeutig zu herzlich Bedankte war Gott an der Reihe. Und hier begann der Aufstieg auf den Everest, mein Landeanflug und meine letzte Schlacht..

Die Kassiererin gab den Startschuß indem sie das Trennteil, dessen richtige Name mir nicht bekannt ist, weg, und begann die Sachen über den Scanner zu ziehen. Erst einen Artikel, dann Zwei, Drei, Vier.. Gott stand mit seinem Einkaufswagen am Ende stehend war bereit die Ware in Empfang zu nehmen um sie erneut zu verstauen, jedoch bemerkte er das erstaunlich hohe und übernatürliche Tempo der Kassiererin und spürte sofort den kalten Atem der öffentlichen Demütigung in seinem Nacken. Wenn er sich nicht beeilen würde, dann würde sich am Ende ein Stau bilden, die Leute würde Gott ansehen und sich Fragen, wieso er nicht im Stande war, alle Artikel schnell vom Laufband zu nehmen und die Kassiererin somit gezwungen war, eine Pause einzulegen. Es bildete sich leichter Schweiß auf meiner Stirn, die Pupillen weiteten sich und der Puls schoss in die Höhe. Alles lief in Zeitlupe ab. Er stand unter Druck! Er sah sein Leben an sich vorbei ziehen, die genervten und verärgerten Gesichter der anderen Kunden vor seinem inneren Auge.. Er musste etwas tun. Er atmete tief durch und packte die Gelegenheit beim Schopfe und packte wie noch nie jemand gepackt hatte. Gott lieferte seine beste Arbeit ab und schaffte es alle Artikel blitzartig vom Laufband zu nehmen und diese Sicherheitsgerecht im Einkaufswagen zu verstauen. Als der letzte Artikel sich zwischen Milch und Käse befand, riss er die Arme hoch um seinen Sieg zu feiern. Die Emotionen kochten in ihm hoch und er war sich sicher von irgendwo aus der Getränkeabteilung einen Beifall zu hören. Die Demütigung war abgewendet worden. Er würde als Held nach Hause kommen, Partys gefeiert und seine Name würde Straßen benennen. Beim entgegennehmen des Wechselgeldes viel ihm das gesamte Kleingeld hinunter..

Mittwoch, 2. Juni 2010

Mein letzter Schultag


Als ich mit 6 Jahren in die Schule kam, hatte ich keine Ahnung was mich erwartet und ehrlich gesagt, hatte ich Angst vor dem, was kommen würde.

Der Kindergarten war doch eine schöne Institution gewesen und ich hatte auch nicht verstanden, wieso ich jetzt zur Schule gehen sollte. Tatsächlich war die Grundschule auch nicht viel anders als der Kindergarten, mit dem kleinen Unterschied, dass ich nun mehr tun musste und nicht mehr mit Bauklötzen spielen durfte. Mir machte die Schule tatsächlich Spaß, was sich auch in den nächsten Jahren auch nicht mehr ändern sollte. Während dieser Zeit hat jeder von uns Erfahrungen gemacht, die er nicht mehr vergisst. Die erste Klassenreise, alleine ohne seine Eltern mit der ganzen Klasse irgendwo in die nähere Umgebung fahren. Das erste mal alleine Zuhause sein, während die Eltern weg sind. Eine ganze Woche schlafen, ohne in die Hose zu machen. In die Schule gehen, wo Menschen sind, die einem Fragen stellen die man beantworten muss. Ich weiß gar nicht mehr so genau, ob meine Angst vor der Schule, der Schule an sich galt oder ob ich einfach nur Angst hatte, aus meinem gewohnten Umfeld in ein neues zu kommen.

In der Grundschule war ich ein ziemlich guter Schüler gewesen, die Lehrer mochten mich und ich hatte immer einen Freund an meiner Seite und dachte auch nie, dass sich das ändern würde. Als kleiner Junge von zarten 10 Jahren kam ich dann auf das Gymnasium und hatte Angst vor dem, was kommen würde. Mit ungefähr 5 Schülern aus meiner Grundschule kamen wir auf das gleiche Gymnasium und waren plötzlich umgeben von fast 1000 anderen Menschen, alle größer und älter als man selber und man kam sich irgendwie ziemlich klein vor. Das riesige Schulgebäude mit seinen vielen Räumen, Gängen und der großen Pausenhalle, alle gefüllt mit älteren Mitschülern. Mich hat das ganze sehr beeindruckt und ich bin mir sicher, dass ich nicht der einzige gewesen bin, dem das ganze Angst eingeflößt hat, denn in den ersten 2 Jahren, hat sich niemand von uns getraut, alleine in den 1. Stock zu gehen, dorthin, wo die „Großen“ Unterricht hatten. Erst mit der 7. Klasse sollten einige von uns dieses Stockwerk zu Gesicht bekommen, einige wenige sahen es nie. Bereits in den ersten beiden Jahren sollten mir Menschen begegnen, die später wieder Teil meines Alltags werden sollten. Die Schule hatte sich für mich in den ersten beiden Jahren drastisch geändert. Plötzlich flog mir der Unterrichtsstoff nicht mehr so einfach entgegen und ich musste für meine Noten lernen, was am Anfang auch noch funktionierte. Ich erinnere mich noch genau, dass ich einen Freund hatte, und auch noch habe, der immer ein wenig schlechter in der Schule war als ich. Die erste Arbeit die wir geschrieben hatten, war eine Mathearbeit. Er hatte eine „1“ geschrieben und ich eine „4“. Ich hatte vorher nie eine 4 geschrieben. Die schlechteste Note, die ich jemals bekommen hatte, war eine „3“.


Mit der 7. Klasse sollte sich für mich vieles verändern. Wir hatten die „Aufnahmeprüfung: Unterstufe“ hinter uns gebracht und sollten nun eine „2. Fremdsprache“ lernen. Ich wählte Italienisch. Viele meiner Freunde nicht. Tatsächlich waren von den 24 jungen Schülern, die ich in der Grundschule kennengelernt hatte noch genau 2 übrig geblieben, darunter ich selber. In der 7. Klasse wurden die Klassen neu gemischt und ich wurde mit vielleicht 5 vertrauten Gesichtern in eine Klasse gesteckt. Meine schulischen Leistungen waren zwar ausreichend gewesen, um mich in die Mittelstufe zu versetzen, danach ließen meine Leistungen jedoch so stark nach, sodass ich ins Hintertreffen geriet. Hinzu kam, dass ich von lernen nicht viel gehalten habe und mich lieber mit meinen Nachbarn beschäftige, als im Unterricht aufzupassen. Nach einem Jahr hatte man sich eingelebt und neue Freundschaften waren entstanden. Für mich und den letzten übrig gebliebenen Legionär der Grundschule war dies jedoch nicht von Bedeutung. Wir beide wurden, einmal auf Wunsch und einmal gezwungenermaßen, nicht versetzt und wiederholten die 7. Klasse.


Wir kamen also erneut in eine neue Umgebung und in eine neue Klasse. Im nachhinein wohl das beste, was mir je passiert ist. Mein Freund und ich wurden nicht dafür ausgelacht, dass wir augenscheinlich zu doof gewesen waren, die 7. Klasse zu bestehen, auch weil einige wohl mit dem selben Gefühl in die Mittelstufe kamen, wie wir ein Jahr zuvor. Niemand, uns beide ausgenommen, wusste was kommen würde und man konnte sehen, dass einige ein mulmiges Gefühl im Magen hatten. Nach der 8. Klasse kam dann ein Zeitpunkt, der mich doch mehr beeinflusst hat, als mir in dem Moment vielleicht klar war und der mir auch erst später klar werden sollte. Mein Freund, wir nennen ihn aufgrund von Datenschutz jetzt einmal Paul, obwohl er Alex heißt, hatte im letzten Jahr erneut schlechte Leistungen gezeigt und wurde nicht versetzt. Er musste auf die Realschule gehen. So war ich in meiner Klasse der letzte übrig gebliebene aus der Grundschule und erneut noch einer von 2, die es überhaupt von damals an der Schule bis dahin geschafft haben. Wie es der Zufall wollte, nun wieder in einer Stufe.


Durch die komplette Mittelstufe hindurch waren meine Leistungen so knapp unter der Grenze, dass ich es bis zu meiner Realschulprüfung schaffte, auch dank eines Lehrers, der die Ausdauer und das Vertrauen in uns Schüler gesteckt hat und uns somit die Chance gab, den Weg bis zum Abitur zu gehen. Unsere Klasse war in den 4 Jahren zusammengewachsen und niemand wusste, wie es weiter gehen würde. Wir hatten alle Angst vor der Prüfung, ausgesprochen hatten es nur die wenigen und dem Rest konnte man es ansehen. Wir alle bestanden und kamen in die Oberstufe. Erneut wurden die Klassen, diesmal mit Hilfe der Klassensprecher, neu gemischt und zu unserem Glück sollte ich mich durchsetzen und 10 Leute aus der Mittelstufenklasse wurden zusammen in eine Klasse gesteckt. Wir bekamen neue Lehrer, einen neuen Klassenraum und endlich sollten auch wir den 2. Stock sehen. Unser neuer Klassenlehrer war ein junger Mann, gerade erst eingestellt, neu an der Schule und wir waren seine erste, eigene Klasse. Die 11. Klasse sollte für mich einen neuen Trend setzen. Meine Noten verbesserten sich langsam und die Schule viel mir wieder etwas leichter, obwohl ich nicht viel für die Schule tat. Im laufe des Jahres hatten wir den jungen Lehrer geformt und er uns. Wir hatten in den letzten 11 ( bzw. 12 Jahren in meinem Fall) viele Mitschüler kommen und gehen sehen und dieser Lehrer sagte zu uns: „Ihr alle werdet euch verändern. Menschen, mit denen ihr euch heute gut versteht, werden sich von euch entfernen und ihr euch von ihnen. Gute Freundschaften werden im Sande verlaufen und neue, feste Freundschaften werden sich formen. Ihr werdet es heute und morgen nicht verstehen, eines Tages jedoch, werdet ihr es!“ Mit diesen Worten entließ er uns in die letzten beiden Jahre und erneut trennten sich unsere Wege.


Die 10 Schüler aus der Mittelstufe schafften es erneut in einer Gruppe zu bleiben und steuerten nun dem Abitur entgegen. Meine Noten sollten sich weiter bessern und die Zeit verging relativ schnell. Umso näher die Abiturprüfungen rückten, desto nervöser wurde die Stimmung in der Oberstufe, zumal unsere Stufe nun aus 200 Schülern bestand, da das Acht- und Neunjährige Gymnasium eingeführt wurde. Uns so saßen 200 Schüler anfang Februar 2010 nicht nur vor ihren Abiturprüfungen, sondern auch vor der Frage „Was kommt danach?“. Diese Frage geisterte schon die letzten 2 Jahre durch die Köpfe vieler und einige hatten sich auch schon Pläne gemacht, welche sie verfolgten, welche zerstört wurden und wieder andere hatten keine Ahnung was sie tun sollten. Es wurde am Anfang des letzten Jahres ein roter Zettel ausgeteilt, auf dem der Ablauf der letzten Schultage stand. Das gab der ganzen Stufe ein Ziel. „Endlich raus aus der Schule!“. Ich sollte in meinen Kursen wieder Lehrer haben, die ich in der 5. und 6. Klasse hatte und die sich im Gegensatz zu mir, nicht verändert hatten.


Heute ist mein letzter Schultag gewesen und das fühlt sich merkwürdig irreal an. Ich habe heute meine Schulbücher abgegeben und bin durch die Pausenhalle aus dem Haupteingegangen, genauso, wie ich an meinem ersten Schultag in die Schule hinein gegangen bin. Die letzten 14 Jahre bin ich zur Schule gegangen, habe meine Hausaufgaben mehr oder weniger fleißig gemacht, bin jeden Morgen aufgestanden und bin zur Schule gefahren. Ich habe im Unterricht gesessen, habe einem Menschen angestarrt, der mir etwas beibringen sollte oder einfach nur aus dem Fenster geguckt und mir gewünscht, nicht dort sein zu müssen. Ich habe viele Menschen kennengelernt und jeden Tag wunderbare Freunde um mich herum gehabt, die mir geholfen haben, mit denen ich reden konnte und mit denen ich gelacht habe. Die unterschiedlichsten Gefühle verbinde ich mit dieser Schule. Ich habe Menschen dort weinen, lachen, trauern und feiern sehen. Viele Mitschüler, die mir in den letzten 14 Jahren über den Weg gelaufen sind, habe ich nie wieder gesehen. Doch obwohl ich in den nächsten Tage noch in die Schule muss, steht auf dem roten Zettel, der mir am Anfang des Jahres ausgeteilt wurde, steht unter dem „2.6.2010“ die Notiz „Letzter Schultag“, und somit geht für mich ein Lebensabschnitt zu Ende. Eine Ära meines Lebens neigt sich dem Ende und eine neue beginnt.


Als ich mit 20 Jahren aus der Schule kam, hatte ich keine Ahnung was mich erwartet und ehrlich gesagt, hatte ich Angst vor dem, was kommen würde.

Freitag, 14. Mai 2010

Iron Man 2 Kino Review

Ein narzzistischer Milliadär trifft auf Superheldenanzug. Und das bereits zum zweiten mal. „Robert Downing Jr.“ schlüpft erneut in die Rolle des Iron Man. Der neue Teil ist seit dem 6. Mai im Kino und hat vor allem in den USA einen furiosen Start hingelegt. Doch was kann man vom zweiten Teil der Comicverfilmung erwarten? Leider nicht das selbe wie vom ersten Teil. Um es gleich zu sagen, der Film ist sehenswert und macht auch Spaß, aber nach dem wirklich sehr guten „Iron Man“ ist der zweite Teil ein wenig schwächer geworden. Die Leichtigkeit mit der Protagonist „Tony Stark“ noch agierte ist etwas verloren gegangen, was auch daran liegt, dass ihn in diesem Teil seine Superheldenvergangenheit einholt. Sein Körper macht die Strapazen nicht mehr mit und genau zu diesem Zeitpunkt kommt eine neue Bedrohung auf. Der Sohn eines ehemaligen Freundes von Howard Stark, dem Gründer von „Stark Industries“ und dem Vermögen von dem Tony nun profitiert, ist wirklich pissed und möchte nun abrechnen. Dabei wird dieser noch von „Stark Industries“ größtem Konkurrenten gesponsort. Nebenbei möchte die US-Regierung die Mittel über Iron Man verfügen, um so der möglichen Gefahr „Tony Stark“ vorzubeugen. So hat Tony also mit der Zeit, seinem neuen Gegner „Ivan Vanko“ ( Mickey Rourke) und auch irgendwie mit sich selbst zu kämpfen. Dabei bekommt er allerdings Hilfe von seiner „Assistentin Pepper Potts“, dem S.H.I.E.L.D , vertreten durch Nick Fury (Samuel L. Jackson) und Natalie Rushmore ( Scarlett Johansson), und seinem engen Freund „Lt. Col. James Rhodes“ (Don Cheadle), der dabei jedoch in einen Interessenkonflikt gerät.

Die Schauspieler agieren dabei durch die Bank weg sehr gut. Jedoch können sie nicht die trotzdem schwache Story nicht mehr aus dem Dreck ziehen. Insgesamt kommt die Motivation des wunderbar abgefuckten Michey Rourke in der Rolle des „Ivan Vanko“ nicht hundertprozentig gut rüber. Dort hätten die Autoren noch etwas arbeiten müssen. Don Cheadle der in diesem Teil die Rolle des „Rhodey“ von „Terrence Howard“ übernimmt, macht seinem Ruf als geniale Nebenfigur wieder einmal alle Ehre. Warum dieser Mann meist nur Nebenrollen übernimmt ist mir völlig unbegreiflich, da er ein genialer Schauspieler ist und auch hier wieder zu wenig Screentime bekommt. Schade. Der Cameo-Auftritt von Samuel L. Jackson vom Ende des letzten Teils hat sich nun in eine bedeutendere Rolle gewandelt. Er tritt mit seiner Organisation S.H.I.E.L.D nun in der Vordergrund und bringt jedem Manne etwas schönes mit: Scarlett Johannson. Die werde ich übrigens Heiraten. Spielt ihre Rolle gut und ist natürlich viel zu wenig zu sehen. Da hilft es auch nicht, dass sie in einem hautengen Anzug Männer verprügelt. Die Männer der Welt fordern mehr Scarlett!

Alles in Allem ist der Film wirklich sehenswert. Schwächer als der erste Teil kommt der neue Iron Man ein wenig menschlicher daher, die schönen Komedie einlagen sind jedoch ein bisschen weniger geworden. Dies fällt auf und ist ein wenig schade. Die Story hat schwächen gegenüber dem ersten Teil und der Film wirkt etwas komprimiert. Als Männerfilm konzipiert, ist Tony Stark natürlich das, was Mann gerne wäre und die dazugehörenden Frauen, Autos und Explosionensind auch dabei. Überdurchschnittlicher Kino.

7/10

Mittwoch, 28. April 2010

Über das Leid der Jugend von heute

Scheiß Drecksbälger. Diese respektlosen Wichte die man sich ebenso gut blau und mit weißen Zipfelmützen vorstellen könnte. Nur damit sie einen nicht ganz so aufregen würden. Und weil man die Hoffnung noch nicht aufgeben müsste, dass irgendwann Gargamel kommt und sie einfängt, um irgendwas bößes mit ihnen zu machen. Weiß eigentlich irgendwer wozu der die Schlümpfe einfagnen wollte? Egal. Böse wars auf jedenfall! Ich bin wütend. Naja, Mist so langsam eigentlich schon nicht mehr. Hmm das mit den Schlümpfen scheint wohl zu helfen. Oder es ist einfach die Zeit die verstrichen ist. Worauf ich letztendlich hinaus will ist der Verfall unserer Gesellschafft. Das Vergessen der guten alten Werte. Die Dekadenz im Allgemeinen und die Arroganz beim Einzelnen.
Ihr seht es ist mir ernst.

Aber vielleicht sollte ich erstmal langsam und von vorne erzählen. Auslöser für solche Gedanken, die das schlechte Benehmen der kleineren Menschen unseres schönen Planeten zelebrieren, kann es schließlich viele geben und wer sie noch nicht hatte ist schlichtweg zu jung. Ob es sich nun um den Winzling handelt, der sich in der Essensschlange vordrängelt, weil er ja noch wachsen müsse und deshalb ein höheres Anrecht auf eine Mahlzeit hätte, oder der Haufen zu kurz Geratener, die sich nun stilecht als Gangster Crew zu etablieren versuchen. Oder schreibt man die jetzt Gangzterzzz? Ich komm da mit der neuen Jugendsprache nicht mehr ganz so mit, was aber auch egal ist, da des einzig auf die Art ankommt, wie sie sich verhalten. Ohne Respekt wird da drauflos profiliert. "Je mehr Beleidigungen und desto älter derjenige ist, dem ich sie entgegenwerfe, umso cooler bin ich", scheint da der Leitgedanke zu sein. Denn wenn man wirklich was auf sich hält, dann reicht es natürlich nicht, in den von Mama ausgesuchten und gekauften Klammotten lässig an der Wand zu lehnen. Nein! Da muss natürlich das ebenso vom Elternteil erlernte Handelsmuster abgespult werden. So durfte sich etwa eine weibliche Bekannte zuletzt beim Praktikum in der Grund(!)schule
von nem Schüler auf'm Arsch schlagen lassen. Zur Rede gestellt bekam sie dann ein "aber Papa macht das auch immer so" zu hören.

Für uns pseudo-psychologisch Begabte birgt das leider ein Problem: Diese Bälger wurden natürlich alle durch ihre Kindheit, die wahrscheinlich auch noch unerträglich schwer war, geprägt und sind deswegen quasi unschuldig, weshlab wir unsere Wut umleiten müssen. Also knöpfen wir uns mal die Eltern vor. Diese "Ich erzieh mein Kind anit-autoritär" und "es soll seine eigenen Grenzen finden" Ökos zum Beispiel. Natürlich kann der dreijährige Klein Kevin selbst entscheiden wie viel Süßigkeiten er essen will. Interessiert ja auch keine Sau. Dumm nur wenn der süße Fratz dann auch noch selbst entscheidet wann er gerade mal die Große Pause und wo sein großes Geschäft macht. Wenn dazu noch die Kindervolkskrankheit ADS hinzukommt steht einer steilen Karriere im Jugendknast nichts mehr im Wege. Oder wir nehmen die "Dank Frauentausch bin ich das Viech endlich los" und "Geh ma in den Zimmer mit das Staub spielen, Mama macht grad Pause vom Rauchen" Rabenmüttern. Da versuchen die armen Kinder dann, in der edlen Absicht zu teilen, auch anderen Gleichaltrigen ihr Leid physisch mitzuteilen. Oder man beachte unsere "Ich bin doch nicht blöd und geh arbeiten wenn ich Hartz IV kriege" Faulsäcke. Durch nicht beigebrachtes verantwortungsgefühl zieht man so die Fernsehstars von Morgen auf. Zumindest zu "Raus aus den Schulden" und "Schluss mit Hotel Mama" sollte es reichen. Bei solchen elterlichen Vorbildern kann ja nichts aus den Jüngsten werden.

Aber wo finden wir die dann? Übrig bleibt zum Glück noch die gute alte Generation Wiederaufbau. Doch die scheint leider auch mit den Jahren leicht verbittert geworden zu sein. Hier wird zumindest der Fernseher nicht mehr gebraucht: Wozu hat man schließlich einen Balkon oder wenigstens ein Straßenfenster? Na klar, um die, durch die mordene Medizin teils zu sehr verlängerte, Lebenszeit mit dem anstiften anderer Mitbürger zu verbringen. Da wird extra das Hörgerät lauter gestellt, um eine Ruhestörung reklamieren zu können. Oder man verklagt den armen Menschen, der die "Betreten Verboten" Schilder auf dem Rasen anbringen muss, da er auf dem Rückweg über eine "gesperrte Grünfläche" gelaufen ist. Diese von einem Freund zuletzt treffend als Hitleromas bezeichneten Geschöpfe, haben zusätzlich zu Hitler ähnlichen Attitüden auch noch einen Hauch von Gollum in sich. Dieser Teil kommt dann zum Vorschein, wenn die Hobbitse, beziehungsweise die Jugend von heute, den Schatz, besser bekannt als das Land das sie mit eigenen Händen in den Krieg geführt und danach wieder aufgebaut haben, an sich reißen wollen und scheinbar in den Abgrund werfen möchten.

Aber wer kanns ihnen verübeln. Schließlich fang ich schon mit 19 jungen Jahren an die Jugend von heute zu denunzieren. Denn wie sagt man doch so schön, "eher als dass die meine Rente bezahlen, bezahl ich deren Knastaufenthalt". Und es kann nur schlimmer werden. Schließlich macht die Jugend von heute die Jugend von morgen...

Dienstag, 13. April 2010

Fremdenvermittlung

Es ist Samstagabend. Ich habe langeweile und sitze vor meinem Computer. Eigentlich ist gerade Montagabend aber mir ist gerade ebenfalls langweilig und ich schreibe jetzt einfach über meine langeweile am Samstagabend. Das nächste mal wenn ich langeweile habe, dann schreibe ich einfach über die langeweile die ich heute habe und wie ich darüber schreibe. Das wird toll.

Es ist also Samstagabend und ich habe keine Ahnung was ich tun soll. Die Videospiele die ich besitze, bieten so langsam keinen Anreiz mehr, was eigentlich ein Anreiz dafür wäre, mal eine Kolumne darüber zu schreiben, wieso mich Videospiele nicht mehr so begeistern wie früher und warum ich sie mir überhaupt noch kaufe. Das kann ich ja machen wenn mir das nächste mal langweilig ist. Ein Buch lesen wäre natürlich auch eine Möglichkeit, doch leider habe ich keines mehr, welches mich interessiert. Das ist insofern keine Ausrede, dass ich nämlich sogar ein Mensch bin, der sogar freiwillig Bücher liest, doch nur eben auch einer, der bei soetwas ein bisschen wählerisch ist. Ich könnte natürlich auch einfach wieder in den Strudel der Verdammnis eintauchen, doch leider ist dieser in letzter Zeit für mich ein wenig zum erliegen gekommen, da ich mit meiner unglaublichen und übermenschlichen Geschwindigkeit mit der ich die Seiten meiner „Favoriten“ durchsehe, die Blogger und Newsmacher dieser Welt überholt habe. Ich also weiterhin auf der Suche nach Unterhaltung und Spannung. Da erinnerte ich mich an die „RTL 2 NEWS“, welche voller Unglaube eine neue Revolution des Chats mit völlig Fremden gepriesen haben, eine Erfindung Names „Chatroulette“. Im groben geht es darum, dass ich mich mit Webcam vor meinen Computer setze, auf den „Next“-Button klicke und dann mit irgendwem per Zufall verbunden werde. Ich also die Gelegenheit genutzt und ganz up-to-date die Webcam angeschaltet und die Seite angesurft. Bereits nach kurzer Zeit. Ich verspürte leichte Aufregung bevor ich anfing – diese verflog nach 2 Minuten und ich habe die Seite bis jetzt nicht wieder besucht und möchte es eigentlich auch nicht mehr. Der Grund? „Chatroulette“ ist anonym. Bedeutet ich kann machen was ich will und niemand weiß wer ich bin und wird es wahrscheinlich nie erfahren. Wenn ich also einen schlechten Tag habe und genervt einfach Menschen beleidigen möchte, die dabei dann in mein wutverzerrtes Gesicht schauen, dann könnte ich genau das bei „Chatroulette“ machen. Ich könnte auch einfach den Menschen mit Gesten begrifflich machen, was ich von ihrem Haarschnitt halte oder meine politische Meinung äußern wie ich will. Natürlich könnte ich auch einfach meine Geschlechtsteile in die Kamera halten und dabei „YMCA“ tanzen. „Chatroulette“ ist der Beweis dafür, dass immernoch viel Menschen tanzen...

Ich denke, ich habe in den 2 Minuten in denen ich ein aktiver Teilnehmer der „Chatroulette“-Bewegung war, mehr Geschlechtsteile männlicher Mitglieder der Weltgemeinschaft mit Internetanschluss gesehen als die durchschnittliche Prostituierte in meinem örtlichen Bordell. Natürlich gibt es auch Menschen, die sich lediglich mit einer Maske auf dem Kopf vor den Computer setzen, ihren Bauch zeigen oder tatsächlich ihr wahres Gesicht. Doch die Zahl der Penise war mit in diesem Moment irgendwie doch zu hoch. Meine „Chatroulette“ Erfahrung sah in etwa so aus: Mann mit Maske, Penis, Penis, Mann mit Maske, gruseliger Mann im dunkeln, nackter Hintern, Nackter in Komplettansicht, Penis in Nahaufnahme mit Hut, Mann, Mann, Junge. Tatsächlich habe ich keine einzige Frau gesehen. Die haben irgendwie nicht das Bedürfnis ihre Geschlechtsteile einem völlig Fremden zu präsentieren. Da stellt sich mir persönlich doch dir Frage, was hier falsch läuft. Ein guter Freund hat mir gesagt, dass es sich hierbei möglichweise um einen Ausdruck der Menschen handelt. Haben Menschen also wirklich das Bedürfnis etwas verbotenes zu tun und nutzen diese Plattform nun, um etwas anstößiges zu machen? Oder ist es ihnen einfach nur egal?

Ich habe letztens einen Stream von Ashton Kutcher gesehen, der zufälligerweise bei sich zu Hause den Erfinder von „Chatroulette“ hatte. Anscheind kann man mit einer guten „New Media“ Erfindung auch Ashton Kutcher besuchen gehen. Auf jedenfall hat der sich zu diesem Problem geäußert und erklärte, dass es dafür den „Report“ Button gebe, damit die Communitiy selber solche Knilche aussperre. Warum treffe ich dann aber immernoch so viele Männer, die ihr Genital in die Kamera halten? Gucken sich das wirklich Menschen an oder haben die den nur noch nicht entdeckt? Oder sind sie von dem Anblick hypnotisiert? Vielleicht hat ein Penis in 640x480 ja eine einschläfernde Wirkung und die Leute dösen bei dem hin und her einfach ein, bemerken gar nicht mehr was sie dort gucken und werden dann von Mama vor dem Computer erwischt...

„Chatroulette“. Warum ist es so beliebt?

Freitag, 19. Februar 2010

Stromausfall im Jahre 2010!

Was passiert, wenn im Jahre 2010 in einer ganzen Straße der Strom ausfällt?
Diese Frage kann ich beantworten, denn bei mir ist der Strom am Samstag ausgefallen. Nichts ahnend saß ich um 15:25 an meinem Computer, bereit um Bundesliga zu gucken, als plötzlich alles dunkel wurde. Erst dachte ich nur mein Monitor wäre aus gegangen, tatsächlich aber war alles aus. ALLES! Keine Sekunde später schreit meine Mutter nach oben, was das denn sei!? Clevere Frage wie ich finde, denn wenn im ganzen Haus der Strom aus ist, handelt es sich wahrscheinlich um einen Wasserrohrbruch in Berlin- Kreuzberg. Ich also, männlich wie ich bin, in den Keller um zu sehen, ob nur eine Sicherung rausgeflogen war. Natürlich war dies nicht der Fall. Der Lidl gegenüber hatte allerdings merkwürdigerweise immernoch Strom. Während ich als auf die Uhr sah um zu bemerken, dass Bundesliga anfängt und immer ungehaltener wurde, setzte ich mich hin und schaute mich um. Es war alles dunkel! ALLES. Es gingen tatsächlich noch 4 elektrische Geräte: der Laptop meiner Mutter, eine Taschenlampe, mein Ipod und meine Armbanduhr. Tatsächlich hilft mir dies alles nicht, wenn ich Bundesliga gucken will, denn leider brauch auch Internet Strom. Blöde Erfindung...

Ich wollte Bundesliga gucken. Nun denn, verfolgst du das ganze also im Radio. Überprüft doch einmal bitte, wieviele Radios ihr zuhause habt, die noch mit Batterien laufen und anschließend, wieviele Batterien ihr noch habt!?

Meine Mutter also die Störungshotline angerufen. Die konnten uns nur erklären, dass dieses Problem bekannt sei und das es möglicherweise 2-3 Stunden dauern könnte, bis der Strom wieder da ist. In mir starb ein kleines bisschen von mir... Ich, ein Kind der Generation SMS, Facebook und Twitter, ohne Strom. Für mehrere Stunden. Nun gut, SMS versenden ging natürlich noch, aber das ist ja mitlerweile auch schon ziemlich ‘90er. Es war bereits 15:37. Was war passiert? Hatte ich möglicherweise das Tor des Jahres, des Jahrzehntes, vielleicht sogar des Jahrhunderts verpasst? In meiner Verzweiflung kam mir nur eine Idee...

Nach 31 Minuten ging der Storm wieder, während ich im Auto saß und Radio hörte...

Montag, 1. Februar 2010

Sherlock Holmes - Kino Review




Sherlock Holmes ist wieder im Kino – oder auch nicht!? Der neue Film von Regisseur Guy Richie („Snatch“, „Rock N Rolla“, „Bube, Dame, König, grAs“), über die Romanfigur „Sherlock Holmes“ von Arthur Conan Doyle, ist seit dem 28. Januar in den deutschen Kinos zu sehen. In Amerika war der Film, trotz der Konkurrenz durch den Film „Avatar“, ein Erfolg und hält sich immernoch in den Box Office Rankings. Dies ist durchaus berechtigt, denn mir hat der Film wirklich gut gefallen. „Robert Downey Jr.“ macht in der Hauptrolle als Sherlock Holmes eine wirklich gute Figur. Schauspielerisch immer zwischen Komedie und Action, gelingt es ihm, einen neuen Sherlock Holmes zu präsentieren. Auch sein treuer Gefährte Dr. Watson, gespielt von Frauenschwarm „Jude Law“ („ Unterwegs nach Cold Mountain“, „Liebe braucht keine Ferien“), weiß zu überzeugen. Law überraschte mich dabei allerdings am meisten. Von Downey ist man schauspielerisches Talent bereits gewöhnt, nach Filmen wie „Iron Man“ guckt sich Mann den Mann auch gerne im Kino an. Jude Law hingegen .. Nunja, welcher Mann findet Jude Law cool?! In diesem Film wusste er mich jedoch zu überzeugen.
Mit einem Buget von knapp 90 Millionen US-Dollar schafft es Guy Richie, dem Zuschauer ein authentisches Gefühl für das London um 1900 zu geben. Die Kostüme und Kulissen geben diesem ein schönes Gefühl für die Szenerie. Apropos Kostüme. Sherloch Holmes hat sich auch verändert. Ich kannte ihn bissher als spießigen Engländer, der mit seinem komischen karierten Hut und einer Lupe in der Hand durch die Tatorte Londons tingelt, dabei messerscharf kominiert und jeden Fall löst. Halt ein Mr. Monk um 1900. Diesen Holmes darf man nicht erwarten. Stattdessen haut dieser in der erstens Szene gleich einem Bösewicht kräftig auf die Mütze und läuft zwischenzeitlich auch mal oben-ohne über die Leinwand, während er verschwitzt bei Faustkämpfen um Zusatzverdienste kämpft. Trotzdem ist der alte Holmes nicht komplett überholt – seine kombinatorischen Fähigkeiten sind weiterhin einzigartig. Vor allem alteingesessene werden auch noch seine lockere Art und seinen Wortwitz ertragen können, nicht jedoch sein neues Superhelden Image. Wer jedoch in den Film geht, und dieses Image akzeptiert, den erwartet schöne Unterhaltung auf höherem Niveau.

7/10

Donnerstag, 21. Januar 2010

Wie ein Handtuch mein Leben beeinflusst



Das ist nicht unbedingt zu den fleißigsten Menschen gehöre, wusste ich, aber dass sich aus reiner Faulheit eine Kausalitätskette rieseigen Ausmaßes hinter dem unterlassen einer einzigen Tätigkeit verbirgt, ist mir neu. Tatsäch rede ich 2 Wochen vor meinen Abiturklausuren nicht vom lernen und dem verspielen meiner beruflichen Zukunft, dafür lerne ich nämlich tatsächlich, sondern von einer Banalität. Ich habe kein Handtuch mehr. Vor circa einer Woche ist mir eine Wasserflasche auf meinem Schreibtisch ausgelaufen. Aus Angst vor Sachschäden an wichtigen Formularen und Dokumenten, also hauptsächlich meiner Computermaus, habe ich das erste gegriffen, was mir auf der panischen Suche nach etwas saugfähigem unter die Fingen gekommen ist, im Inneren betend, dass doch die blöde „Zewa-Wisch-und-Weg“-Mutter gleich um die Ecke biegen möchte. Enttäuscht von Mama Zewa griff ich also nach meinem Handtuch - ein Fehler, wie ich eine Woche später resümieren muss.

Noch am selben Abend stand ich mit triefend nassem Gesicht im Badezimmer und erinnerte mich, dass ich mein eigenes Handtuch ja zum eindämmen der Fluten genutzt hatte und es leider auch versäumt hatte, ein neues zu holen. Ich also das nächst beste Handtuch gegriffen und ins Bett gegangen. Am nächsten Morgen, verschlafen um 7 Uhr, komme ich wie immer mit leicht schlechter Laune aus der Dusche und will mich abtrocknen. Dazu muss ich das Missverständnis aus der Welt schaffen, dass ich nicht etwa schlecht gelaunt aus der Dusche komme weil ich mich nackt sehen oder an sich Duschen musste, sondern weil ... Es ist einfach 7 Uhr Morgens. Ich stehe also wie Gott mich schuf im Badezimmer und nehme mein über den Badewannenrand gehängtes Handtuch um mich abzutrocknen – und bekomme noch schlechtere Laune. Mario Barth lehrte und bereits, dass Männer eigentlich nur einen Stuhl brauchen, um ihr Klamotten abzulegen. Stimmt auch soweit, nur Mann ist natürlich nicht doof und legt auf selbigen Stuhl sein Handtuch. Leider ist er auch nicht klug genug sein Handtuch an die Heizung zu hängen. Frauen werden mich loben, da ich mein Handtuch immerhin nicht auf den Boden schmeiße wie es andere tun. Dafür gibt es eine einfache Erklärung: Dort liegen schon meine Sachen, die ich vor dem Duschen ausgezogen habe. Theoretisch wäre es tatsächlich sogar klüger mein Handtuch auf den Boden zu schmeißen, denn immerhin haben wir im Badezimmer Fußbodenheizung, doch aus unergründlichen Zusammenhängen welche die Relativitätstheorie und den Bibel Code beinhalten tue ich es einfach nicht. Die Illuminaten lassen grüßen.

Ich musste mich also mit einem nassen Handtuch abtrocknen und jeder der einmal Schwimmen war, weiß wie eklig es ist, sich mit einem feuchten, kalten Handtuch abzutrocknen. Ich hätte in diesem Moment eigentlich den Entschluss fassen müssen, die geschätzten 2 Meter durch den Flur zur Wäschekammer zu gehen, um mir ein neues Handtuch zu holen, dies habe ich jedoch auch nicht getan. Wahrscheinlich habe ich mich so geärgert über meine eigene Dummheit, dass ich auf diese banale Idee nicht einmal gekommen bin. Ich also gleich mit schlechter Laune in den Tag gestartet. Beim Frühstück musste ich bemerken, dass der Vorrat an Brot zur Neige ging. Der Tag verlief weiterhin recht normal.

Ihr dürft nun 3 mal raten was die nächsten 5 Tage passiert ist und was nicht? Richtig, das Brot ist alle und mein nasses Handtuch hängt immernoch über dem Badewannenrand. Nun muss ich einkaufen gehen, was mich vom lernen abhält. Ein Handtuch ist Schuld an meiner Abiturklausurnote