Hallo meine Freunde!
Zuerst möchte ich euch allen einmal fröhliche Weihnachten und ein besinnliches Fest wünschen. Ich hoffe die richtigen Geschenke lagen bei jedem von euch unter dem Baum und das Essen sieht genauso gut aus wie hier bei mir.
Nun zurück zu meinem Jahresrückblick.
Wo war ich? Achja, Le Pimp und die Jungs wurden schon erwähnt.
Bleiben noch die Ladies. Durch euch hab ich die Jungs eigentlich erst kennengelernt und irgendwie hab ich dadurch auch viel mehr mit euch gemacht. Ok, wichtig wart ihr mir schon vorher, ist ja klar. Aber irgendwie seid ihr mir in diesem Jahr noch mehr an's Herz gewachsen und ich find's toll, dass ich euch hab, auch wenn wir uns alle ganz gerne mal anzicken, nä Aileen? ;)
Ich hoffe einfach, dass das Alles 2009 auch so bleibt und ich in meinem Jahresrückblick für das Jahr schreiben kann, dass ich euch immernoch gern habe.
Mädels - ich ♥ euch alle.
Ok, ich könnte noch so viele Leute hier erwähnen, dass meine Finger irgendwann anfangen würden zu bluten, weil sie mit dem Tippen überfordert wären. Das muss nicht sein. Die wichtigsten Leute sind hier erwähnt. Alles ist gut.
Was ist noch so 2008 passiert? Erschreckt habe ich mich, als ich mich an die Worte von Herrn Storm erinnert hab. Keine Ahnung, ob er das dieses oder letztes Jahr gesagt hat. Da waren wir noch im VS und er meinte irgendwann so etwas wie:
"In diesem Alter entwickeln sich Charaktere. Alte Freundschaften, die ewig bestanden, gehen zu Ende und neue werden gemacht. Andere Freundschaften werden noch enger."
Wenn ich so darüber nachdenke merke ich, dass der Mann richtig lag. Zumindest finde ich mich in seinen Worten wieder. Wenn ich mich richtig erinnere, hab ich, als er das gesagt hat, gedacht, dass das vollkommener Blödsinn sei.
Denkt mal darüber nach. Habt ihr euch 2008 verändert? Neue Freunde gefunden? Irgendwas in der Richtung?
Ich definitiv. Positiv oder negativ? Darüber könnt ihr euch eure eigene Meinung bilden.
Auf ein Neues - 2009!
WEIHNACHTEN VERÄNDERT SICH!
Wir haben den ersten Weihnachtstag 2008. Der Heiligabend ist überstanden und alles worauf man die letzten 3 Wochen hin gearbeitet hat ist innerhalb von 30 Minuten vorbei. Vor langer Zeit habe ich euch beschrieben wie Frauen und Männer mit diesen Festtage umgehen. Heute kommt die Fortsetzung und ich werde euch erklären inwiefern sich Weihnachten in den letzten Jahren geändert hat.
Gleich zu Beginn möchte ich los werden : Kinder sind dumm! Als ich klein war, habe ich die Geschichte mit dem Weihnachtsmann geglaubt. In meinen Augen eine völlig logische Angelegenheit. Weihnachtsmann fliegt um die Erde und bringt mir meine neue Matchbox Polizei Station. Total Simpel. Mir war es sogar egal, dass meine Geschenke so manches Jahr vor der Tür lagen und mein Vater danach wieder kam und völlig überrascht fragte: „Ohh, war der Weihnachtsmann schon da??“ oder mir erzählte, er hätte gerade noch seine rote Mütze aus der Tür verschwinden sehen. Wie gesagt, Kinder sind blöd.
Kindern ist alles egal, solange am Ende Spielzeug bei herausspringt. Spielzeug kann jedes Kind über irgendein Weh-Weh hinweghelfen und hat den Status einer Währung. Das geht so weit, dass Eltern immer ein Reserve Spielzeugauto mit zum Einkaufen nehmen, um das Kind Notfalls damit wieder ruhig stellen zu können. Bei mir hätte es gewirkt. Spielzeug ist so eine Art universal Heilmittel für kleine bis mittelschwere Notfälle. Je größer der Notfall, desto größer muss auch das Spielzeug sein, welches die Eltern aufbringen müssen, um die Lage wieder unter Kontrolle zu bringen. Wer als kleines Kind auf dem Spielplatz über einen Stein stolpert und sich auf die Fresse legt, darf nicht erwarten als Entschädigung die neue Playmobilburg zu bekommen. Wer sich dabei allerdings einen Arm bricht, der kann durchaus mit damit rechnen.
Kinder sind da ein wenig pragmatisch.
Wie das Leben aber ist, wird dieses Verfahren irgendwann einfach abgeschafft. Völlig ohne Vorwarnung. Anstatt eines neuen Spielzeugs bekommt man irgendwann „Ratschläge“.
So verliert selbst eine heilige Institution wie Weihnachten ihren Glanz und die Herrlichkeit. Plötzlich schaut man in den Kalender und bemerkt: „Scheiße, ich habe noch kein einziges Geschenk!“ Und wiederum ganz plötzlich ist Weihnachten nicht mehr das Fest der großen Augen sondern das Fest der überfüllten Einkaufsstraßen und des Stresses. Weihnachtsmärkte mit alten Leuten und Sonderangebote rufen die Leute in die Stadt zum gemütlichen Gedränge und für mich geht die quälende Suche nach Weihnachtsgeschenken für gefühlte 200 Leute los.
Natürlich ist Weihnachten das Fest der Liebe, aber warum interessiert es die Familie nur an Weihnachten wie ich Aussehe und was ich mache? Ich, der nun schon älter ist, mache diese Konventionen der Familienältesten einfach mit. Den alten zuliebe. Ich finde das auch voll in Ordnung. Ist ja nur für 3 Tage. Dennoch sehe ich die Gefahr auf mich zu kommen. Ich gehe langsam aber sicher auf die 20. Jahre zu und in mir kommt das Gefühl auf, dass die fetten Jahren langsam vorbei gehen. Dieses Jahr lief Weihnachten gut. Anständige Ausbeute. Doch wie lange noch? Ich schenke meinen Eltern zu Weihnachten auch keine großes Geschenke, wie lange dauert es noch, bis diese das gleiche mit mir tun? Wahrscheinlich nicht mehr lange. Deshalb werde ich meine Feiertagsfreude in den nächsten Jahren mehr auf meinen Geburtstag fokussieren, denn an meinem Geburtstag:
1.Gibt es zu essen was ich will
2.ALLE Geschenke gehen an MICH und ich muss NIEMANDEM was schenken
3.Jeder muss MIR in den Arsch kriechen und ich niemandem
Wir sehen, umso älter man wird, desto weniger hat man selber von Weihnachten. Weihnachten ist eine schönere Zeit wenn man ein blödes, naives, pragmatisches Kind ist. Trotzdem ist Weihnachten eine tolle Zeit. Genießen wir lieber die Zeit und freuen uns auf das neue Jahr!
Das war's von uns für dieses Jahr. Wir starten erst im Jahr 2009 wieder durch. Wir hoffen euch gefällt was wir dieses Jahr geschrieben haben und wünschen euch schöne Festtage und einen Guten Rutsch ins neue Jahr 2009!
Offiziell,
Daniel und Patrick
Donnerstag, 25. Dezember 2008
2008 Part II + Weihnachten verändert sich!
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Mittwoch, 24. Dezember 2008
Merry Christmas!!!

Wir wünschen euch allen fröhliche und besinnliche Festtage! Feiert ordentlich und denkt daran, worum es bei Weihnachten geht!
Morgen geht es weiter mit einem Double-Feature zum Jahresabschluss!
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Mittwoch, 17. Dezember 2008
2008 - Part I
Hallo liebe Freunde!
Zuerst einmal muss ich mich für meinen leicht bis mittelschwer verspäteten Blog entschuldigen. Gleichzeitig will ich allerdings jede Schuld von mir weisen. Dieses Mal lag es nicht an fehlenden Ideen, fehlender Motivation oder simpler Faulheit. Nein, dieses eine Mal konnte ich wirklich nichts dafür. Mein (Ex-) Router hat die Schuld. Aus welchen Gründen auch immer ist er von heute auf morgen durchgebrannt und hat komplett den Geist aufgegeben. Ich also einen Tag später zu dem Elektrofachwarenhändler meines Vertrauens (um Schleichwerbung zu verhindern mach ich das offiziell: Media Markt am Friedrich-Ebert-Damm, wirklich ein guter Laden.).
Nach einem Verkäufer gesucht. Einen gefunden. Den nach einem Router gefragt.
"Ja, die gehen bei 60 € los." - "Mir egal, ich will Internet. Aber ich such einen kabelgebundenen." - "Achso. Ja dann kommen Sie mal mit."
Nach kurzem Suchen drückt er mir einen Router in die Hand mit den Worten:
"Das einzige kabelgebundene Modell, das wir haben."
Hier kam ich mir vor wie jemand, der heute noch einen Videorekorder kaufen will.
Dann nach Hause. Angeschlossen. Geht natürlich nicht. Letztendlich hab ich dann das Glück gehabt, dass ein Freund zu mir gekommen ist und mir das alles fertig gemacht hat. Das war Sonntag.
Ok, gestern und vorgestern hat es dann doch an Motivation gemangelt bzw. die Faulheit hat überwogen. Was soll's.
Jetzt zu meinem eigentlichen Thema. Wir schreiben den 17. Dezember 2008. Die Mathe-Genies unter euch merken, dass dieses Jahr noch genau 2 Wochen dauert. Ich persönlich frage mich jeden Morgen auf's neue, wo die letzten rund 50 Wochen bzw. rund 350 Tage geblieben sind. Und vor allem - was hab ich alles gemacht?
Ok, hätte ich jetzt auf die "Punkt"-Taste gedrückt, während ich überlegt habe, wäre vermutlich dieser Kasten in dem ich meinen Text gerade verfasse explodiert.
Aber es fallen mir jetzt doch einige Dinge ein. Zum Einen sind da meine Jungs. So Anfang 2008 haben wir uns langsam etwas besser kennengelernt und seitdem immer mehr Wochenenden zusammen verbracht bzw. versoffen.
So ging das bis Sommer diesen Jahres. Dann kam der Urlaub.
Ich möchte hier jetzt keine Zusammenfassung des Urlaubs schreiben, das wäre eigentlich einen eigenen Post wert gewesen. Mist. Naja Sommer 09 wird auch kommen.
Kurz - es war der Hammer. Nur geil. Und seitdem hat sich nich viel geändert. Wir machen immernoch so ziemlich jedes Wochenende was zusammen und es ist immer wieder fett. Und irgendwie möchte ich euch danken, dass ihr mich so gut aufgenommen habt.
Ihr seid die geilsten.
Was ist noch passiert 2008?
Wenn es um einen Jahresrückblick geht, darf eine Person nicht fehlen.
Le Pimp.
Wir kennen uns jetzt rund 12 Jahre. Seit 5 Jahren gehen wir in eine Klasse. Und seit 5 Jahren gehen unsere Notendurchschnitte bergab. Eine Konsequenz mit der ich mich gerne abfinde für eine geile Freundschaft.
Außerdem scheint es dieses Jahr ja auch wieder leicht bergauf zu gehen. Mal sehen wie lange.
Dieser Mann hat seinen Führerschein gemacht. Jetzt düst er seit geraumer Zeit auf den Straßen rum. Und jedes Mal wenn ich mit ihm fahre, erleben wir irgendwas Lustiges.
Und dieser Mann hatte vor 8 Monaten die Idee, das hier in's Leben zu rufen. Ja, genau, ich rede von almost-weekly.
Ich weiß nicht, was ich sagen soll. 2008? Läuft. Top.
Ich habe es ihm nachgetan und meinen Führerschein gemacht. 2 Irre mehr auf den Deutschen Straßen. Juhu!
Wir beide haben jetzt noch 1 1/2 Jahre Schule vor uns. Was danach kommt weiß keiner. Nur Eins weiß ich: In Jahren, wenn der ganze jugendliche Schwachsinn aus unseren Köpfen ist, wir unsere Familien haben, Enkel. Wenn wir also graue Haare auf dem Kopf tragen, alt und dick sind, dann ziehen wir in die selbe Gegend.
Der Mann hat einen Platz in meinem Leben eingenommen (nein, ich bin nicht schwul.), den ihm keiner mehr nimmt.
Das war der Erste Teil von meinem ganz persönlichen Jahresrückblick.
Den zweiten Part kriegt ihr entweder hübsch verpackt an Heiligabend gepostet oder als endgültigen Schlusspunkt diesen Jahres pünktlich am 31. Dezember.
Na, empfindet ihr schon Vorfreude? :D
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Mittwoch, 3. Dezember 2008
Die Zeit der Völlerei
Ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende entgegen und es steht, mal wieder, Weihnachten vor der Tür. Die Zeit der allgemeinen Völlerei und der Festlichkeit. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen euch in dieser und meiner nächsten Kolumne das Für und Wider von Weihnachten näher zu bringen. Natürlich Objektiv aus meiner Sicht und völlig unvoreingenommen.
Sobald der erste Schnee gefallen ist, wird klar, dass Weihnachten nicht mehr weit sein kann. Zu Zeiten der globalen Erwärmung ist diese Theorie zwar auf dünnem Eis gebaut ( Was für ein Wortspiel, oder?), in diesem Jahr stimmt sie allerdings. Heute hat es das erste mal so richtig geschneit. Kleine Kinder rennen durch die weiße Pracht, Mütter ziehen ihre Kinder auf dem Schlitten zum Kindergarten, die Autofahrer sind genauso schnell wie die Fußgänger unterwegs und es ist deutlich zu sehen wo ,wahrscheinlich, Hunde gepinkelt haben. Und wenn wir Männer mal ehrlich sind, Hand aufs Herz, es sieht doch schon irgendwie schön aus, wenn die Landschaft völlig unberührt am früher Morgen ganz weiß ist? Man steht morgens auf, schaut aus dem Fenster und alles ist weiß. Alles wirkt so rein, so abstrakt aber gleichzeitig vertraut. Dann kommt die Gewissheit, dass der Schnee sich bis zum Mittag in Matsch verwandelt hat und alles nur noch dreckig und feucht ist.
Ich persönlich, der im Winter geboren ist(Geburtstag am 12. Januar, wer Geschenke abgeben will, kann dies in die Comments schreiben, ich kümmere mich darum!), habe ein doch enge Bindung zum Winter. Gut, den Frühling mag ich lieber, trotzdem mag ich den Winter. Als Mann ist es immer schwierig die Festtage zu überstehen, schließlich macht die Bundesliga Winterpause, dennoch hat man etwas worauf man sich freuen kann. Gemütliches Beisammen sein, wunderbares, mit Liebe zubereitetes Essen und Geschenke. Wer keine Familie hat, der hat nichts von all dem, aber der hat dann auch ganz andere Sorgen.
Bei Weihnachten geht es um das Beisammen sein... und um das Essen. Jede Frau hasst Weihnachten, alleine aus dem Grunde, weil es zu viele Sachen zu essen gibt, die dick machen. Dies ist dann die Zeit, in der die Stunde des Mannes schlägt. Zuvor der Frau versprochen, er würde sich naturverbunden Ernähren, kann er sich nach der Ablieferung seines hoffentlich guten Geschenkes auf das Essen stürzen. 3 Tage lang gibt es Braten in zu vielen Variationen mit viel zu vielen Beilagen, die alle vor Kalorien nur so strotzen. Wenn der Mann allerdings kein gutes Geschenk abliefert dann , ja dann.... ist es auch egal. Warum? Weil Frauen Stil haben. Wenn Frauen ein Geschenk nicht gefällt, dann erzählen sie es ihrer besten Freundin und tauschen es heimlich um. Dem Mann ist das egal. Ihm geht es darum ein Jahr Ruhe zu haben.
Sind die Feiertage und der Stress dann vorbei geht das Geheul los. Wieder. Denn jedes Jahr fasst sich halb Deutschland einen Entschluss, den es traditionell ab dem 1. Januar des nächsten Jahres umzusetzen gilt. Im Allgemeinen ist dies nach den Feiertagen: Abnehmen.
Ihr müsst mal in den ersten 2 Wochen des neues Jahres einen Waldweg eures Vertrauens aufsuchen, euch 10 Minuten an dem Rand setzen und zählen wie viele Läufer an euch vorbei Laufen. Die Zahl wird über 15 liegen. Tut dies Anfang Februar nochmal und die Zahl liegt mit Glück über 3. Die Leute sind nicht wirklich ausdauernd was die Umsetzung ihrer Ziele angeht.
Bleibt zum Abschluss des ersten Teils zu sagen, dass jedes Weihnachten doch irgendwie wie das vorige war. Jedenfalls aus diesem Blickwinkel. Inwiefern sich Weihnachten sich für mich in den letzten Jahren geändert hat, erfahrt ihr in zwei Wochen. An dieser Stelle halte ich fest: Dieses Jahr esse ich an Weihnachten nicht so viel, sondern ernähre mich Gesund!
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Freitag, 28. November 2008
Die Parkplatzsuche
Nachdem mein Partner in seinem letzten Beitrag über die Schwierigkeiten beim Einparken philosophiert hat schreibe ich nun meinen Teil über die Schwierigkeiten bei der Suche nach einem geeigneten Parkplatz.
Man fährt los...
..um zu einem bestimmten Ort zu gelangen. Sei es die Arbeit, der Freund, bei dem man Videospiele zockt bis der Arzt kommt, eine Party, auf der man ja nun nichts mehr trinken darf, oder sonst irgendwas. Man freut sich, dass man fahren darf. Auch ich gehöre jetzt endlich zu den glücklichen, die durch den Besitz eines bestimmten Scheines die Erlaubnis haben, ein PKW zu führen.
Fröhlich und gut gelaunt kommt man auch an dem Ort an..
..das Problem
..jetzt muss man nur noch einen Parkplatz finden. Das ist gar nicht so einfach. Zu bestimmten Zeiten wird es mit einem Parkplatz auf einem Parkstreifen völlig scheiße, alles voll. Dann findet man vielleicht doch mal einen, der ist aber eindeutig zu klein. Man fährt also weiter. Biegt in eine Straße. Eingeschränktes Halteverbot - schade aber auch. Man fährt wieder raus.
"Ja, da ist einer, da stell ich mich hin."
Man parkt ein, steigt aus und geht. Man dreht sich um - "Steh ich gut?" und bemerkt es. Dieses blaue Schild mit dem weißen Menschen drauf der auf einem unmotorisierten Stuhl mit Rädern sitzt.
"Scheiße, da darf ich nicht parken."
Also wieder raus. Bis man aus dem Parkplatz raus ist, sind auch mal wieder 10 Minuten vergangen. Die anderen Autofahrer sind ja sooooo sozial. Aber rauslassen tut einen keiner.
Nachdem man nun doch irgendwann rausgekommen ist und sich über die anderen aufgeregt hat sucht man weiter. Man fragt sich, ob vielleicht nicht da, wo man am Anfang war, ein Parkplatz freigeworden ist und fährt da hin. Schade, nix. Aber eine schöne Idee war's trotzdem.
So irrt man bestimmt eine Viertelstunde umher - die 10 Minuten beim ausparken vom Behinderten Parkplatz ausgenommen. Bis dann schließlich der Entschluss kommt, einfach in's Parkhaus zu fahren.
Man kommt auf die Einfahrt beim Parkhaus, stellt sich neben den Schalter und löst eine Karte - dann fällt einem der Preis auf. Hat man das richtige Parkhaus erwischt könnte man den Stundenpreis auch gut und gerne als Anzahlung für ein neues Auto nehmen. Aber das ist dann auch egal.
Wie diese Preise gerechtfertigt sind versteh ich allerdings auch nicht. Denn wirklich viel Platz im Sinne von Raum, der für's Bewegen zur Verfügung steht, ist nicht vorhanden. Und Parkplätze gibt es auch erst im 4. oder 5. Stock. Direkt neben einem Porsche, Range Rover, Mercedes CLS oder BMW M6. Für Adrenalin beim Einparken ist also auch gleich gesorgt, eine Delle in einem dieser Wagen bringt den Otto-Normal-Verbraucher nämlich schonmal gut und gerne um 50% seines monatlichen Gehalts.
Also, überlegt euch lieber gut wo ihr parken wollt, am besten bevor ihr losfahrt. Denn bis man einen Platz gefunden hat und dann auch geparkt hat, ist man schon zu spät bei dem Termin, wo man sein muss.
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Mittwoch, 19. November 2008
Sei ein Mann!
Es ist ein Vorurteil. Von den Männern bestätigt, von den Frauen zurückgewiesen. Es spaltete Städte und Nationen und ist nach neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen wahrscheinlich für die Kontinentalverschiebung verantwortlich: Frauen können nicht einparken. Wir sind zwar beide Verfechter der Mannzipation und sind auch der Meinung, dass einparken eher ein starkes Gen bei dem Mann ist, doch möchte ich heute mit diesem Gerücht abrechnen.
Wir alle kennen Videos aus dem Internet, Geschichten der Eltern oder den Bekannten wie dämlich Frauen sich beim einparken anstellen. Geschichten wie Pfosten umgenietet, Blumenkübel übersehen oder Hunde überfahren wurden. Videos wie sie hier, hier und hier überall zu finden sind. Vor einem halben Jahr hatte ich bereits überlegt etwas zu diesem Thema zu schreiben, hatte es sogar einer Freundin mehr oder weniger versprochen. Diese Freundin hat morgen Geburtstag. Nun habe ich mich endlich dazu durch gerungen. An dieser Stelle: „Hallo Vivi, Alles Gute!“
Es ist jetzt knapp 5 Monate her, da habe ich meinen Führerschein gemacht. Mein geschätzter Freund und ebenfalls Autor dieser Illustren Schreibgemeinschaft hatte vor weniger Wochen das Glück – oder auch nicht. Führerscheinprüfung. Durchgefallen. Wieso? Beim einparken hat er geschlafen. Zum Glück ist nichts passiert, die Prüfung muss er jedoch noch einmal machen. Jetzt könnte man(n) ihm natürlich unterstellen, er sei eine Frau, würde aber niemand tun. Natürlich ist er ein Mann, jedoch muss der Mann von heute einsehen, dass er auch eine schwache Seite hat. Männer verweichlichen heutzutage förmlich. Zu Zeiten, in denen Bundestrainer Designer Sonnenbrillen zu Designerhemden tragen, die Herrenabteilung bei H&M merkwürdige Pullover mit Auschnitt verkauft und Männer lieber Wein als Dosenbier trinken, ist dies doch wohl erlaubt.
"Nein", dachte ich mir, "dass ist nicht erlaubt". Und doch sind Männer nur Menschen - und Menschen machen Fehler. Es gibt sozusagen immer ein schwaches Glied in der Kette von stahlharten Männern. Wie schwach Metall ist, merkte ich dann kurze Zeit später, als ich beim ausparken und offener Tür eben diese an einem Zaunpfahl zerdrückte.
Die Delle in der Tür ist meiner Meinung nach nicht meine Schuld, nicht weil ein Freund von mir die Tür offen gelassen hat, sondern weil es mir völlig irrsinnig erscheint ,seinen hässlichen Vorgarten mit einem gemauerten Pfahl abzugrenzen. Was für ein Zeichen sendet man so an seine Mitmenschen? Wo ist die Offenherzigkeit oder zumindest der gute alte deutsche Maschendrahtzaun, den ich einfach hätte umnieten können, geblieben? Ich schweife ab...
Wir stellen also fest, dass Zwei Anhänger der Mannzipation, welche schon seit den Anfangstagen dieser Bewegung dabei sind, innerhalb weniger Tage schwäche gezeigt haben. Eine Schande für jeden Mann auf dieser Welt. Ich habe mich allerdings dazu entschlossen ein Mann zu sein, Mut zu beweisen und den Fehler einzusehen. Zu bestreiten, dass ich die Tür kaputt gemacht habe, wäre auch etwas unsinnig. Die Delle ist fast schon als Loch zu bezeichnen und eine neue Tür ohne Lack kostet neu knapp 700€. Dazu muss ich sagen, war dies mein erster „Unfall“. Bei dem ersten Zwischenfall 700€ Schaden anzurichten, dafür erntet der junge Fahrer an jedem Stammtisch unter Männern ein dickes „RESPEKT!“ und würde eine Runde bezahlt bekommen. Frauen würden dafür ausgelacht. Das ist doch wirklich nicht gerecht. Das kann wirklich jedem mal passieren. Jeder Mann hat beim einparken schon einmal etwas angerempelt. Wie gesagt, wir sind alle nur Menschen.
Männer und Frauen parken einfach nur anders ein. Männer fahren los, gucken einmal kurz und los geht’s. Bei Frauen ist das etwas anders. Die wirken nervöser, gucken häufiger und sind wesentlich vorsichtiger. Dieser kleine Unterschied lässt Frauen am Ende blöd dar stehen. Gut, wer öfter guckt, hat auch öfter die Chance ein Hindernis zu sehen, dennoch ist dies kein Grund ,die Frauen deswegen so zu verhöhnen. Wir sollten Männer sein, und diese Fehler den Frauen eingestehen... Bitte, sonst stehen wir beide dumm dar!
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Mittwoch, 12. November 2008
Abi - und was dann?
Guten Tach liebe Freunde!
Ich warne schonmal vor - heute komme ich zu einem etwas ernsteren Thema. Einfach mal weg von völlig sinnloser Situationskomik und lachkrampfverursachenden Sprüchen von mir und meinem Freund, mit dem ich diesen Blog hier entwarf.
Hin zu einem Thema, das wirklich wichtig für den Großteil meines Freundeskreises ist.
Erstmal..
..einen vernünftigen Schulabschluss erreichen. Fach-Abi ist das minimalste Ziel, wenn ich mich unter meinen Leuten so umhör. Das endgültige Abi nach 13 bzw. mittlerweile 12 Jahren Schule natürliche das ideale Ziel. Mit einem vernünftigen Durchschnitt.
Ich selber zum Beispiel habe mir als Ziel gesetzt, einen Notendurchschnitt von mindestens 2,3 im Abitur zu erreichen.
Das geht an die, die jetzt lachen: Wir sehen uns 2025, wenn ich in der S-Klasse an euch vorbeirolle.
HA!
Warum gerade 2,3? Keine Ahnung. Ich weiß, dass es eine krumme Zahl ist. Klingt irgendwie so verkrüppelt. Jetzt, wo ich mir die Zahl angucke, seh ich, dass, wenn man das Komma weglässt, man eine 23 erhält, was wiederum die Zahl von Michael Jordan war, das kann ja nur Glück bringen.
Mist, eigentlich wollte Jordan früher die 45 haben, konnte sie aber nicht kriegen, weil sein Bruder auf der Highschool bereits diese Nummer trug. Er teilte die 45 dann einfach durch 2, erhielt 22,5 und rundete auf 23 auf. Zum Glück, ein Abi-Schnitt von 4,5 wäre auch nicht so ideal.
Zurück zum Thema. Jeder von uns hat mittlerweile den Ernst der Lage begriffen. Man ist in der 12. angekommen und hat begonnen Punkte für das Abi zu sammeln. Und so hat jeder sein eigenes Ziel.
Man weiß was man will..
Das "Was?" wäre also schonmal geklärt. Als nächster Punkt fällt mir das "Wie?" ein. Aber muss man dazu was sagen? Ich meine, dass man sein Abi nicht durch rumsitzen, nichts-tun, chillen und Party machen erreicht, sollte jedem klar sein. Wer sich jetzt denkt, dass ich unrecht habe, braucht meiner Meinung nach dringend professionelle Hilfe.
Nein, wenn ihr in meinem Alter seid ist es bereits zu spät. Ich seh euch in ein paar Jahren dann mit eurer XXL-Familie auf RTL , in der die 11-jährige Chantal sowie ihre 13-jährigen Zwillingsbrüder Kevin und Frank und ihre 16-jährigen Drillingsschwestern Jacqueline, Michelle und Gabi, die ihre 3 Jahre alte Tochter Julia auf dem Schoß hat, dessen Vater sie leider verlassen hat, und euch - in Form ihrer Eltern - zusammen rauchend auf dem Sofa sitzen und alle schockiert Peter Zwegat angucken, der mit einem roten Edding eine 5-stellige Summe mit einem dicken, fetten Minus vor der ersten Ziffer auf eine riesige Tafel schreibt, auf der noch mehr Zahlen mit einem Minus am Anfang stehen.
Nebenbei gesagt ist das genau das, was keiner von uns will. Deshalb machen wir Abi. Und eigentlich will auch jeder von uns Kohle machen. Geld scheffeln. Knete kriegen. Cash in Schubkarren in's Schlafzimmer fahren und als Matratze benutzen. Was auch immer ihr für einen Ausdruck dafür habt - jeder von uns will in gewisser Form wohlhabend werden.
Da ist also das nächste "Was?" auch schon geklärt. Das "Wie?" lässt nich lange auf sich warten. Im Beruf immer schön fleißig arbeiten, irgendwann zahlt es sich dann aus. Bleibt nur das "Womit?".
Und da kommt der Fehler in meinem System. Mein Abi ist geplant. Meine Zukunft auch, reich werden. So reich, dass ich mir ein Haus baue vor dem eine gläserne Garage steht, in der sich 6 Autos befinden, die schon von außen vor PS nur so schreien, damit jeder sehen kann:
"Ah, hier wohnt jemand, der es geschafft hat."
Aber womit? Welchen Beruf möchte ich ausüben? In welche Richtung will ich gehen? Wie sieht es mit meinem Gehalt aus? Will ich überhaupt eine Familie? Die kostet mich ja letztendlich auch nur Geld. Am besten dann noch eine Frau, die, wie viele von diesen Wesen, nach Emanzipation schreit aber bloß nicht arbeiten will. Das Geld kann der Mann nach Hause bringen. Die Emanzipation kommt dann beim Geldausgeben zum Vorschein.
Was ich damit sagen will ist, dass ihr euch wirklich gut überlegen solltet, was ihr aus eurer Zukunft macht. Überlegt euch gut, was ihr für eine Ausbildung machen wollt, welchen Studiengang ihr durchlaufen wollt und überlegt euch verdammt noch mal gut welcher Frau ihr einen Heiratsantrag macht!
Denn die Ehe mit einer falschen Frau ist wie eine Ausbildung oder ein zu lange andauerndes Studium im falschen Bereich - ihr werdet alt und irgendwann findet ihr nichts Besseres mehr und müsst euch mit dem zufriedengeben, was ihr habt.
Nämlich nichts, da eure Frau ja nicht arbeitet, allerdings Geld ausgeben will, da ihr aber keins anbringt, verlässt sie euch.
Also, immer schön vorausschauend denken!
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Samstag, 8. November 2008
James Bond und Co.
2 Jahre ist es her, da kam „James Bond: Casino Royal“ ins die Deutschen Kinos. Der neue Hauptdarsteller Daniel Craig wurde hinterfragt und später gelobt. Der Neue James Bond, ein Quantum Trost, kam diese Woche ins Kino. Ich, also ab in die Vorpremiere. Zusammen mit meinen besten Freunden ins Kino. Old School, Baby!
Wir also ab ins Kino. Der clevere Mann sorgt vor uns geht rechtzeitig zu einer Premiere, denn er weiß, es wird voll. Natürlich war alles Leer. Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert!
Nachdem wir uns ein nur leicht überteuertes Classic Menu besorgt hatten saßen wir also im Saal 6. Beste Plätze. Man(n) gönnt sich ja sonst nichts. Wir saßen also im Kino. Bei bester Laune. Die Vorstellung sollte um 20 Uhr losgehen. Natürlich weiß jeder, dass mit der Uhrzeit auf der Karte, nicht die Uhrzeit gemeint ist, bei der ein Film beginnt. Normalerweise sind immer 20 Minuten auf die Uhrzeit drauf zu rechnen, um die Uhrzeit zu erhalten, bei der der Film wirklich losgeht. Vorpremiere. Bedeutet wohl irgendwie... anders. Um 20:40 ging der Film nun los.
Und gleich viel mir etwas auf. Merkwürdigerweise hatte diese nichts mit dem Film zu tun, sondern eher mit der Tatsache, dass mein Getränk bereits fast ausgetrunken war. Mein Popcorn war aber nicht einmal auch nur annähern zur Hälfte leer und das obwohl sich bereits von den umgebenen Plätzen reichlich davon bedient wurde. Mein erster Gedanke: „Die Schmidt Verschwörung!“ Es ist alles ein Plan der Kinobetreiber. Sie geben uns zu viel Popcorn und zu wenig trinken. So müssen wir uns irgendwann mehr überteuertes Trinken kaufen um das Popcorn essen zu können. Ein gemeiner Plan.
Der Film hatte schon angefangen. Und wie. Allgemein zum Film ist zu sagen: Der Film ist neu. In jeder Hinsicht. Wer immer den Film sehen will, brauch keine Angst haben, es besteht keine Spoiler Gefahr. Der Film knüpft mit seiner Handlung fast direkt an die Handlung aus „Casino Royal“ an und gleich zu Anfang wird klar, der Film ist härter, schneller, fesselnder. Der Film erinnert ein bisschen an die Jason Bourne Filme. Dennoch hat dieser James Bond etwas an „Identität“ verloren. Der Satz: „Mein Name ist Bond. James Bond!“ ist legendär. Doch scheint dieser als wäre er "Lost in Translation", denn er war nicht zu hören. Genau wie James Bond keinen keinen Vodka Martini mehr trinkt. Alles muss ich sagen habe ich vermisst. Auch Q gibt es nicht mehr. Der Bond-Charme lässt sich nur kurz im Film blicken.
Dennoch kann man sagen ist der Film durchaus gelungen. Der Film ist ein äußerst Guter Action Film und hätte als Stand-Alone sicher einen größeren Erfolg. Gerade ältere Semster haben sicherlich Probleme mit dem „Neuen Bond“. Schnelle Action Szenen und vor alles die fehlenden alten Eigenschaften eines Bond Filmes machen es dem 22. Bond Film nicht gerade einfach. Ein Bond Film ist dieser Bond auch immer noch, doch würde dem Film eine kleine Retrokur doch ganz gut tun. Enttäuschen tut der Film nicht, da waren wir Vier uns doch alle einig. Ein Bond Film ist unserer Meinung immer ein Muss!
Meine Empfehlung: Ansehen, selber Meinung bilden!
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Donnerstag, 30. Oktober 2008
Fußball
Moin Folks!
Zuerst einmal - wie geht's euch? Genießt ihr die Schule wieder? Genießt ihr es, morgens aufzustehen, rauszugucken und zu merken, dass absolutes Scheißwetter herrscht und es auch total kalt ist? Ich hasse das. Ich mag den Herbst und den Winter einfach nicht. Vor allem die Kälte. Ich hasse es, wenn mir kalt ist. Bei kaltem Wetter möchte ich am liebsten vor'm Kamin sitzen und nichts tun. Einfach nichts. Nur da sitzen und mich entspannen.
Was tat ich gestern Abend stattdessen?
Richtig, ich ging in's Stadion und guckte das Spiel HSV gegen VfB Stuttgart. Wie einige von euch merken, war gestern nicht Samstag oder Sonntag. Richtig, es war Mittwoch. In der Bundesliga kam mal wieder die Zeit der Englischen Woche. Das heißt, dass die Spiele am Dienstag und Mittwoch sind. Anpfiff 20:00.
Ich meine, ich will mich ja nicht beklagen. Ich geh gerne in's Stadion und freu mich auch immer wieder da zu sein. Aber 20:00? Nein, mir ist das nicht zu spät. Es ist ja nicht so, dass ich um halb 8 in's Bett gehe. Aber 20:00? Zu dieser Zeit ist an einem Abend gegen Ende Oktober draußen absolut nichts Schönes. Vor allem das Wetter nicht.
Es war einfach nur kalt. Wir hatten angeblich 6°. Angefühlt hat sich das Ganze wie -10°. Man ist das doch auch nicht mehr gewohnt. Seit April ist das Wetter eigentlich ganz angenehm. Es wird von Monat zu Monat wärmer. Toll.
Aber nein, ich sitze bei 6° im Stadion.
Doch das Wetter war nicht die einzige Sache, die mich gestern Abend genervt hat. Wenn man in's Stadion geht, geht man meistens dahin um das Spiel zu verfolgen. Oder um sich zu besaufen. Gestern war aber eher ein Spiel, das ich verfolgen wollte. Ein relativ interessantes Spiel. Viele Torchancen waren's nicht, aber die paar, die es gab, haben gereicht. Alles in Allem ein recht gutes Spiel.
Der Abend wäre auch rundum so gewesen. Wäre ich nicht umgeben von Leuten gewesen, die jede kleinste Szene dieses Spiels bis ins kleinste Detail analysieren mussten um anschließend zu ihrem Nachbarn zu sagen, dass das ja völlig scheiße war und sie selbst das eh besser gemacht hätten.
Da drängen sich mir vier Fragen auf.
1.) Wenn der das so toll kann, warum steht er dann nicht bei gefühlten -10° in kurzer Hose auf dem Rasen und spielt Fußball?
2.) Hat der überhaupt selber schonmal auf einem Platz gestanden bzw. überhaupt jemals einen Ball am Fuß gehabt?
3.) Muss der seine weibliche Nachbarin damit beeindrucken, was er für ein Hengst ist, in dem er sich für den nächsten Günter Netzer des ZDF oder ARD hält? (Tut mir leid, ich habe keine Ahnung für welchen Sender Netzer arbeitet.)
...und die vierte und für mich wichtigste Frage:
4.) Warum kann der Penner nicht einfach seine Schnauze halten???
Es ist ja nicht so, dass ich dem was Böses will. Aber es ist auch nicht so, dass diesr Typ sich auf seine weibliche Nachbarin beschränkt. Nein. Meistens versucht er, mit erhobener Stimme, die ganze Sitzreihe davon zu überzeugen, was er doch für ein Held ist. Wozu? Für wen hält er sich? Was hat dieser Typ Wichtiges oder Interessantes, das ihn in irgendeiner Form für meinen gechillten Fußballabend im Stadion bedeutsam macht?
Nichts.
Und doch muss ich mir das anhören. Das Schlimme an der ganzen Sache ist ja, dass der Typ in Wirklichkeit gar keine Ahnung hat. Wenn er bestimmte Spieler bei jeder möglichen Situation kritisiert, nur weil er diese Spieler nicht leiden kann, wird's ganz schlimm. Bei einer noch so schweren Aktion, die dem Spieler leider missglückt, wäre er natürlich der perfekte Ersatz für ihn gewesen. Wenn man den so hört klingt es fast so, als sei ER der eigentliche Spieler und der da unten auf dem Rasen nur sein Ersatz, der nur zum Einsatz kommt, weil dieser Günter-Netzer-Verschnitt das Spiel für sein Date absagen musste.
Und doch muss ich es mir anhören. Ich kann dem ja schlecht sagen, dass ich ihm gleich meine Brezel in's Maul stopfe, wenn er nicht aufhört zu reden, so dass er nicht mehr in der Lage ist zu reden.
Gewalt ist keine Lösung. Das sollten wir uns einfach merken. Denn ich habe den Abend überstanden ohne ihn anzumachen. Geduld brauch man dafür allerdings eine Menge.
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Freitag, 24. Oktober 2008
Politik- Gesellschaft- Wirtschaft(-skrise)
Zuerst, muss ich mich entschuldigen. Normalerweise versuchen wir wirklich unsere Kolumne rechtzeitig zu posten, nur leider hab ich das diese Woche leider nicht geschafft. Zum einen, da mir irgendwie die Inspiration fehlte, zum anderen, weil mein Computer kaputt war. Das alles klingt nach Ausreden, mir aber egal. Warum ich das alles erzähle fragt ihr euch? Nun, genau genommen habe ich immer noch keine wirkliche Idee was ich schreiben könnte. Deswegen versuche ich gerade möglichst viel Schwachsinn zu schreiben, damit ich die mir selbst auferlegte Grenze von einer Seite überhaupt erreiche...
Zurück zum Thema... Wäre jetzt zumindest eine gute Überleitung. Im Moment passiert aber auch wirklich wenig was mich bewegt. Die Finanzkrise wäre ein Thema. Darüber könnte ich, GMK Leistungskurs sei dank, eine Menge erzählen, nur habe ich den Eindruck, das eben dieses Thema niemanden interessiert. Obwohl es wirklich jeden etwas angeht. Benzin wird billiger. Das freut jeden. Natürlich wird es dann billig, wenn ich gerade getankt habe. „Macht ja nichts!“, denkt man sich. Die 2 bis 3 Cent. Von wegen, es waren 12 Cent. Unglaublich.
Ein anderes Thema wären die Präsidentschaftswahlen in den USA. Aber was soll ich dazu sagen? John McCain gegen Barack Obama.. Alter Sack gegen John F. Kennedy 2.0. John McCain hat einfach strategische Fehler gemacht. Sarah Palin als mögliche Vize-President. Mal ehrlich. Die Frau ist Gouverneurin von Alaska. In Alaska leben kaum Menschen, so wenige, dass sie ihre Bürger eigentlich mit Vornamen kennen sollte. Außerdem hats ie bereits mit Bravour bewiesen, dass sie keine Ahnung zur Wirtschafts- und Außenpolitischen Fragen hat. Und das zu Zeiten der Wirtschaftkrise. Politisch gesehen sind auch ihre im Internet Kursierenden Nacktfotos auch nicht sonderlich förderlich. Gesellschaftlich sind diese Fotos jedoch durchaus wertvoll. Politikerinnen sind nicht immer fett und haben kurze Haare.
Was war denn noch so in den letzten Tagen los. Jaah... *grübel*... Achja. Stichwort: Reich-Ranicki. Der 88 jährige Literaturkritier hat in der letzten Woche mal so ordentlich auf die Kacke gehauen. Zur Vorgeschichte: Marcel Reich-Ranicki ist Literaturkritiker. Gehört zu den angesehensten seiner Art und sollte vorletzte Woche den Deutschen Fernsehpreis für sein Lebenswerk erhalten. Den lehnte er jedoch ab und bezeichnete das Fernsehen als Witz und Blödsinn. Moderator der Veranstaltung Thomas Gottschalk versuchte die Situation zu retten und lud Reich Ranicki zu einer Aussprache ein. In dieser erklärte er sein Verhalten. Seien wir ehrlich. Der Kerl hat doch recht. Als ich letztens in die Fernsehzeitung schaute, wurde mir klar was für eine Scheiße, und vor allem wie viel davon, bei uns im Fernsehen läuft. „ Der Auswanderer Coach“. Erst gibt es ein Jahr lang Sendungen über Leute die auswandern und jetzt erklärt das Fernsehen wie es richtig geht. Ironie? Niemals. Auch Sendungen über bekloppte Kinder werden langsam wirklich langweilig. „Bauer sucht Frau“. Ich kenne niemanden der das guckt. Wenn doch, ab jetzt nicht mehr.
Es ist tatsächlich so, dass das Fernsehen immer mehr für blöde ist und das Niveau sinkt. Eine Sendung die für mich früher immer noch wenigstens etwas „Tiefgang“ hatte war „Die Sarah Kuttner Show“ Und was ist passiert? Nach 1 Jahr abgesetzt. Warum? Nicht weil es zu wenig Zuschauer gab sondern weil es nicht ins Konzept passte. Stattdessen sind unsere Dauerwerbesender mit Musik Unterbrechung voll von Reality Shows und Jamba Klingeltönen. Es gab Zeiten, ich habe es mir bestätigen lassen, da wurde auf Partys MTV angemacht um für Musik zu sorgen. Stelle sich das jemand Heute vor. Die Musik ist noch da, allerdings auch die Laute Stimme die sagt:“ Für „So What“wähle R25, für „Closer“ wähle R26...“ Lustig wird es sicherlich, wenn Ranicki das Internet entdeckt. Wenn der herausfindet wieviel schwachsinn es dort gibt, bekommt der einen Herzinfakt.
So, etwas geschrieben hab ich ja nun doch. Wir haben dabei immerhin 3 Themen behandelt. Und ich hab meine Seite voll geschrieben. Wenn ihr Themen habt, zu denen wir etwas schreiben, sollen, blöd oder nicht, dann postet sie in die Comments. Wir machen alles für Geld....
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Freitag, 17. Oktober 2008
"Nicht meine Abteilung."
Stellt euch folgende Situation vor:
Ihr seid bei einem größeren Fachwarengeschäft für Elektronikwaren. Ihr sucht etwas.
Diese Läden sind zwar sortiert. Aber nach einem System sucht man vergebens. Und übersichtlich sind die meistens auch nicht. Entweder sind manche Schilder erst sichtbar, wenn man direkt vor ihnen steht, oder sie hängen völlig schief in der Halterung. Ob das durch einen wütenden Kunden entstanden ist oder einfach mit der Inkompetenz einiger Mitarbeiter zu erklären ist weiß keiner so genau.
Ihr sucht also wie blöd nach beispielsweise einem neuen CD-Laufwerk für euren PC. Ihr betretet also den Elektromarkt eures Vetrauens und versucht kurz euch einen groben Überblick zu verschaffen. Hier liegt die Betonung auf "versucht", "kurz" und "groben". Man möchte ja nicht planlos durch den meistens riesigen Laden rennen. Deshalb wäre meistens auch eine Himmelsrichtung mit einem Kompass in der Hand relativ hilfreich.
Aber funktioniert das? Kriegt man durch kurzes Umgucken nach Betreten des Ladens eine Ahnung wo man hinmuss? Ok die Klugscheißer unter euch werden "JA" sagen. Aber dass ich nicht nach links renne, wenn dort Waschmaschinen stehen, ich aber immernoch auf der Suche nach einem CD-Laufwerk bin, leuchtet selbst mir ein.
Meistens wird aus diesem "groben" Überblick nichts. Ich glaube aber, dass das System ist. Nein, ich weiß es. Man rennt planlos durch diesen enormen Laden und sucht nach dem CD-Laufwerk. Unterwegs kommt man dannmeistens auch noch am DVD-Regal vorbei.
Ich habe es noch nie geschafft, nicht kurz vor dem DVD-Regal stehen zu bleiben. Ich schaffe es einfach nicht. Nicht, dass ich ernsthaft darüber nachdenken würde, eine DVD zu kaufen. Ich informiere mich halt, welche Filme gerade neu auf DVD rausgekommen sind und somit in besserer Qualität im Internet erhältlich sind.
Auf legalem Weg natürlich.
Hat man dann das DVD-Regal passiert, gelangt man in die Abteilung für Videospiele. Welcher Junge kommt daran vorbei ohne eine Pause von geschätzten 20 Minuten einzulegen? Keine Chance.
Hat man dann auch das zweite Hindernis überwunden und ist schließlich auch wirklich in Sachen CD-Laufwerk fündig geworden steht man da wie eine 18-jähriger zum ersten Mal auf dem Kiez.
So viel Auswahl. Alles glitzert und scheint. Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Und erst recht nicht, welches man davon kaufen sollte. Die unterscheiden sich doch eh kaum, außer im Preis. Ich denke mir also, bevor ich unnötig mehr bezahle, obwohl ich die gleiche Qualität für weniger Geld kriege, frage ich jemanden.
JETZT GEHT'S RICHTIG LOS.
"Entschuldigung? Ich suche ein CD-Laufwerk, welches können Sie mir da empfehlen?"
- "Tut mir leid, da kenne ich mich nicht aus, das ist nicht meine Abteilung. Wenden Sie sich mal an meinen Kollegen da hinten."
Dieser Kollege ist komischerweise von 20 Kunden umzingelt. Ist das der einzige Mitarbeiter aus der Abteilung oder was ist das für ein Scheiß??
Was bleibt mir übrig, ich stelle mich dazu. Als ich dann drankomme und den ebenfalls auf das von mir gesuchte CD-Laufwerk anspreche kommt eine Antwort, die ich irgendwo her kenne.
"Tut mir leid, mit CD-Laufwerken kenne ich mich nicht aus. Fragen sie mal den Mann da hinten."
Dabei zeigt er auf den Kollegen, der mich komischerweise gerade zu ihm geschickt hab.
Verarschen die mich?
Egal. Irgendwann ist dann doch einer für mich zuständig. Als ich ihn dann frage, welches er mir empfehlen kann, zeigt er mir natürlich das teuerste in dem gesamten Regal. Merkwürdig nur, dass jeder Verkäufer, der mir ein Produkt empfiehlt, dieses Produkt auch selber zu Hause hat und vollkommen zufrieden damit ist.
Bin ich der einzige, dem Sie das immer sagen, oder geht es euch genauso?
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Mittwoch, 8. Oktober 2008
Die hohe Kunst des Frühstücks
Es ist 7.00 Uhr morgens und ich bin wach. Ich wurde wie immer von der selben sanften Stimme des Radiomoderators aus dem Schlaf genervt. Es ist Montag und die Woche fängt wie immer an. Verschlafen. Ich habe eigentlich nicht wirklich Lust aufzustehen, muss es aber, weil es von mir verlangt wird. Der schmutzige Teller von dem ich den Kuchen vorgestern gegessen hatte, steht immer noch genau an der Position, an der ich ihn den Abend zuvor aus dem Bett heraus abgestellt hatte. Ich geh also ins Bad und tue, was getan werden muss. Ich muss morgens duschen. Es ist eine Notwendigkeit. Nicht weil sich möglicherweise Körpergeruch breit macht, sondern weil ich sonst nicht wach werde. Verlässlichen Studien zu Folge bin ich sonst an meinem Arbeitsplatz, der letzten Reihe in einem der Klassenräume der Schule, viel zu müde um dem Unterricht folgen zu können.
Ich habe also geduscht, notdürftig das wichtigste in meinen Rucksack geschmissen und komme unten in der Küche auf der Suche nach Nahrung an. Ich gehe wie üblich erstmal zum Radio und schalte es ein. Wie immer die selben dämlichen Werbungen. Und wie jedes mal kommt der Aufmacher für das TV-Total Spezial um 7:50 welches ich noch nie hören konnte, da ich zu dieser Zeit schon auf dem Weg zur Schule bin. Als ich in der Küche ankam hatte ich Hunger. Frühstück ist mir persönlich sehr wichtig. Generell ist bei mir die Nahrungsaufnahme wichtig. Dies hat auf der einen Seite den Grund, dass ich, wenn ich es unterließe zu essen, sterben würde und auf der anderen Seite den, dass es mich entspannt.
Nebenbei stellt sich mir die Frage, wie es manche Leute schaffen, sich morgens in der Woche das große Frühstück zu bereiten. Ich persönlich bin eindeutig ein Fan der amerikanischen Variante mit den Pfannkuchen, den Spiegeleiern und dem Bacon mir ist jedoch völlig schleierhaft wie ich morgens die Zeit für so etwas finden soll. Früher aufstehen ist natürlich keine Option...
Ich gehe in Richtung Speisekammer um mir die Toastpackung zu holen. Ich muss feststellen das kein Toast mehr da ist. Esse ich eben Brot. Zu blöd ist allerdings nur, dass der Brotkorb aus dem ich das Toast holen wollte, leider auch keine Spuren von Brot aufweist. Cool wie Chuck Norris bringt mich diese Tatsache jedoch nicht aus der Fassung, auch nicht zu dieser frühen Stunde. Ich mache mir einfach eine Schüssel Müsli. Wie ich fand, eine clevere Idee. Ich holte mir Schüssel, Löffel, Milch und das Müsli. Natürlich waren all die Verstecke meiner Mutter für diese Gegenstände so weit weg voneinander, dass ich wie ein kopfloses Hühnchen durch die Küche irrte um mir mein Utensilien zusammen zu suchen. Als ich alles zusammen hatte, schon leicht genervt, packte ich das Müsli aus, schaufelte es affenartig und sehr hygienisch mit der Hand aus der Verpackung in die Schüssel und schraubte die Milch auf. Sofort kam mir ein säuerlicher Geruch entgegen. Die Milch war abgelaufen.
Nun stand ich da also, mit stinkender Milch in der Hand, einer gefüllten Schüssel Müsli auf dem Tisch beim versuch, den Würgereiz zu unterdrücken. Wie McGyver hatte ich jedoch einen Plan. Aufbackbrötchen. 1 Minute später, nach dem Entsorgen der Milch, musste ich feststellen, das die Idee vom vorigen Abend, sich auf die schnelle noch etwas zu essen zu machen, äußerst fatale Konsequenzen nach sich zog. Es gab nichts zu essen. Ich guckte in den Kühlschrank. Kein Joghurt, kein Pudding. Nicht einmal einen Schokoriegel gab es noch. Nun war der Tag im Arsch. Mittlerweile war es natürlich auch schon 7:40 und ich musste los. Ich gehöre leider auch nicht zu der Gattung von Mensch welche die Zeit kacken, also hatte ich nicht einmal mehr die Option mir unterwegs etwas zu essen zu kaufen. Eine Aussichtslose Situation. Ich packte meine Sachen, streife lustlos meine Jacke über und fahre mit dem Fahrrad los. Hungrig mit knurrendem Magen. Zum Glück regnet es nicht. Ich fahre also weiter und sehe auf der anderen Straßenseite eine Bäckerei. „Bäckerei und Konditorei Labig“.
Den Kuchen in meinem Zimmer hatte ich völlig vergessen....
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Donnerstag, 2. Oktober 2008
Die (unglaublich harte) Suche
Hallo meine Freunde! (Oder die, die glauben, es zu sein.)
Jeder von euch hat bestimmt schon einmal darüber nachgedacht. Und in einem gewissen Alter kommt man zwanghaft in die Situation. Irgendwann ist es einfach so weit. Der Moment gekommen. Der Zeitpunkt perfekt. Und auch sonst stimmt alles.
Man sucht nach seinem ersten Auto.
Die meisten unter euch werden sich nach einem Gebrauchtwagen umsehen.
Klingt ganz nett. In Zeiten des Internets ist man nur wenige Klicks von den Gebrauchtwagen entfernt.
Und diese Auswahl. VW, Mercedes, BMW, rot, schwarz, grün, neon-orange, 2-Türer, 4-Türer, Schaltung, Automatik, ESP, ABS, Airbag, gar keine Sicherheit oder was man auch sonst haben will - man kriegt es. Natürlich mit den finanziellen Hintergründen.
Gefunden ist ein gutes Auto also relativ schnell, wenn man nicht grad wählerisch ist.
Doch was dann?
Bei jedem Händler können gefahren lauern. Ist das Auto nicht Scheckheftgepflegt hat man nicht einmal eine Garantie, ob der Wagen tatsächlich nur 80.000 km gefahren ist oder vielleicht doch 175.000.
Sind irgendwelche Schäden nur schnell behoben worden? Oder ist der Wagen tatsächlich unfallfrei? Und warum kauft man eigentlich bei "Hakan Cars" ein Auto? Dem Ölauge möchte ich im Dunkeln nicht begegnen, woher weiß ich also, dass das alles stimmt, was der mir erzählt?
Und überhaupt, wie sieht's mit Garantie aus? Händler können eine Garantie umgehen, indem sie ein Auto "Im Kundenauftrag" verkaufen.
Da sieht man es. An allen Ecken lauert der Beschiss. Und wer will schon ein Auto fahren, was möglicherweise bei 120 auf der Autobahn in der Mitte durchbricht?
Ich jedenfalls nicht.
Wenn man dann einen Wagen gefunden hat und den Händler für glaubwürdig hält, wird's erst richtig witzig.
Ich bin noch einen Schritt davor. Ich hatte einen schönen Golf IV bei'm Audi-Zentrum in Rahlstedt gefunden. 2 Tage später ruf ich da an.
"Schön guten Tag, Daniel Cobelas, ich wollte mich mal nach dem Golf IV erkundigen."
"Tut mir leid, gestern Abend verkauft."
Also, findet ihr ein Auto, was euern Vorstellungen entspricht, und kommt euch auch sonst alles seriös und glaubwürdig vor - greift zu.
Das ist wie beim Geburtstagskuchen mit der gesamten Familie. 20 Personen sind eingeladen, der Kuchen gibt aber nur 12 Stücke her.
Was macht man?
Genau, 2 Stücke auf den Teller legen und sofort reinhauen.
Beim Auto ist es ähnlich, nur dass ihr euch nicht sofort 2 kaufen solltet.
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Donnerstag, 25. September 2008
Viva la revolución!
Ich bin krank. „ Krankheit wird gewöhnlich als „Störung“ aufgefasst. Sachlich besteht sie in einer drohenden oder realen Beeinträchtigung oder Einschränkung vor allem körperlicher, beim Menschen auch geistig-seelischer sowie sozialer Fähigkeiten, durch die die Leistungsfähigkeit und meist auch das Wohlbefinden eines einzelnen Individuums in einer Weise verändert wird, die für dieses nachteilige Folgen hat, oder eine derartig nachteilige Veränderung erwarten lässt.“ Ich könnte ja jetzt behaupten dieser Satz stamme von mir, tatsächlich aber habe ich ihn von Wikipedia.
Angefangen hat alles vor in etwa 3 Tagen, als ich Halsschmerzen bekam und keinen Geschmack mehr im Mund hatte. Seit 2 Tagen kommt Schnupfen hinzu. Gestern nahm ich die erste Grippe verhindernde Tablette. Heute geht’s mir eigentlich ganz gut. Meine erste Diagnose war eine herannahende Grippe. Viele Leute haben zu dieser Zeit ein Grippe. Ich kenne alleine 4 Menschen denen es gerade genauso geht wie mir. Mein erster Verdacht hat sich zum Glück nicht bestätigt. Es ist mehr eine Erkältung mit Bonus. Oder eine Pseudo-Grippe.
Tatsächlich fühle ich mich körperlich ein wenig eingeschränkt. Ein wenig. Ich bin kein Mensch, der sich melodramatisch in sein Bett legt und sich gar nicht mehr bewegt, aber es nervt schon ein wenig alle 5 Minuten zu einem Taschentuch greifen zu müssen. Ich kann es nicht leiden, wenn Menschen, die eine simple Erkältung haben, so tun, als würden sie mit dem Tod höchst persönlich kämpfen. Jeden einzelnen Seufzer empfinde ich als Hohn denen gegenüber, die wirklich Krank sind. Simulanten.
Zurück zur Erkältung. Ich sehe sowieso keinen biologischen Sinn darin, der erklärt, weshalb der Körper Flüssigkeit durch die Nase ausscheiden muss. Meiner Auffassung nach ist dieser Vorgang eine Art Rebellion des Körpers. Eine andauernde Erinnerung daran, dass man ja Krank ist und sich gefälligst nicht bewegen sollte. Mein Körper will also das ich mich hinlege. Aber genauso wie mein Hirn rebelliert, so rebelliert meine Seele, mein Geist, mein Stolz gegen diese Frechheit. Viva la revolución!
Ich saß also gestern Abend in meinem Bett und sah fern, aß Chips und erfreute mich am erfreulich guten Fernsehprogramm. Da geschah es. Der Körper rebellierte gegen mich und wollte mir mein Fernseherlebnis zerstören. Ich musste Niesen. Nicht ein oder zwei mal, Nein. Mindestens 20 mal. In Abständen. Natürlich hatte ich gerade Chips gegessen. Jeder kann sich vorstellen was passierte, denn jeder hat es schon erlebt. Die Chips-Krümel verteilen sich explosionsartig in der näheren Umgebung. Aber anstatt aufzuhören Chips zu essen, aß ich weiter. Mit dem selben Ergebnis. Man kann weder aufhören zu essen, noch aufhören zu Niesen. Ich also wieder ran an die Kartoffel und weiter gefuttert. Ich fühlte mich wie ein dummer Lemming oder Homer Simpson, der genau weiß wenn er den Elektrozaun anfasst, er tierisch einen gewischt bekommt, einmal „Juhu“ schreit und wieder zupackt. Letztendlich konnte ich dann gestern Abend um Elf nochmal mein Bett neu beziehen.
Nachdem ich dann im Bett lag, fertig um zu schlafen, da konnte ich das nicht. Jedes mal bevor ich kurz davor war, auch nur ein wenig ein zunicken aber noch dazu in der Lage war zu merken, was um mich herum passierte, lief die Nase. Also wieder hoch, Taschentuch gegriffen, die Sache unter Kontrolle gebracht und wieder hingelegt. Natürlich wieder hellwach lag ich da nun also wieder. Es hat auch tatsächlich 2 Stunden gedauert ,bis meinem Körper wohl der Flüssigkeitsvorrat ausging und ich ein schlief. Ich bin in der Nacht noch 3 mal aufgestanden. Jetzt bin ich müde. Mir ist auch ein wenig kalt. Eigentlich fühle ich mich auch nicht mehr so gut. Vielleicht ist das schon meine letzte Kolumne? Ich sollte ins Bett...
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Donnerstag, 18. September 2008
Kinder im Allgemeinen
Kinder.
Jeder hat schon einmal etwas von Kindern gehört. Jeder von uns war mal eins und der Großteil von uns wird in absehbarer Zeit wohl auch mal eins bis sieben bekommen.
Die einen wissen es schon genau.
Auf keinen Fall mehr als zwei und im Idealfall ein Junge und ein Mädchen. Andere sind da etwas gelassener. Mein Lieblingszitat, was Kinder angeht, stammt von einem guten Freund von mir.
"Darf ich mein Kind schlagen, wenn es ein Arschloch wird?"
Hier wird jedem deutlich, dass ihm ziemlich egal ist, ob er später mal glücklicher Vater eines Jungen oder eines Mädchen wird. Hauptsache ist, dass es kein Arschloch wird.
Die positiven Seiten
Zugegeben - mir fallen nicht viele ein.
Klar, man hat ein Kind. Manche Mädchen und Frauen kriegen einen glasigen Blick und leuchtende Augen, wenn sie über ihre zukünftige Familie und somit ihre Kinder sprechen. Sie malen sich alles bis in das kleinste Detail aus. Dabei stellen sie sich auch alles toll vor.
Einem Mädchen kann man zum Beispiel die Haare zu tollen Frisuren verzaubern. Man kann sie in "schöne" rosa Klamotten stecken. Was es da nicht noch alles gibt.
Ehrlich gesagt erinnert mich das an meine kleine Schwester, die auch gerne sowas macht - nur eben mit Puppen.
Bei einem Jungen sieht das anders aus. Der wird mal ein großer Sportler, der unglaublich erfolgreich und unglaublich reich wird. Vermutlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Kleine vor seinem 18. Lebensjahr im Lotto gewinnt größer.
Die negativen Seiten
Jetzt mal ehrlich: Merkt ihr noch was?
Ich habe selber zwei kleine Geschwister zu Hause. Mit dem Alter werden sie dann schon akzeptable Zeitgenossen. Aber bis ein Kind sich vernünftig ausdrücken und einen Fuß vor den anderen setzen kann, vergehen einige Jahre. Bis dahin hört man entweder völlig nervige, meist laute und jaulende Töne des Kindes, oder aber friedliche, dennoch laute und mit der Zeit auch immernoch nervige Geräusche.
Babies rauben einem den Schlaf, Babies schreien bis sie etwas zu essen kriegen, Babies schreien wenn sich keiner mit ihnen beschäftigt und ihnen langweilig ist, Babies schreien wenn ihnen etwas nicht passt, Babies...
Die Gefahren
Dann haben wir den Klassiker - wie soll das Kind heißen?
Da gibt es so viele Möglichkeiten. Es gibt so viele schöne Namen. Vor allem Familien mit einem ausländischen Hintergrund haben viele Möglichkeiten. Sie nutzen sie nur nicht. Doch auch Familien mit deutschen Vorfahren haben die Auswahl zwischen Milliarden von Namen.
WARUM NUTZT SIE ABER KEINER???
Sind wir alle zu faul und geben uns mit dem ersten gefundenen Namen zufrieden anstatt weiter nach geeigneten Namen zu suchen? - Nein, ich würde mein Kind nicht Paul nennen, das ist nämlich gerade eben der erste Name gewesen, der mir in den Sinn kam.
Daran kann es also nicht liegen.
Sind wir zu doof? - Das könnte es schon eher sein. Wie sonst wollt ihr Namen wie Chantal, Jaqueline und Mandy rechtfertigen? Und ihr Kevin's braucht hier gar nicht erst 'n Lauten zu machen, euch gibt's wie Gras in Holland.
Jedoch sind nicht alle, die ihr Kind so nennen doof. Es muss was anderes sein.
Wir sind einfach zu einfallslos. Wie sonst könnte man Namen wie Bodo erklären? Bodo. So würde ich nicht einmal meinen Hund nennen, falls ich überhaupt einen hätte.
Mein Favorit ist ja ein Junge aus der Grundschulklasse meines Bruders. Der Junge hat aber nicht nur einen Namen. Nein, seine Eltern konnten sich nicht für einen dieser grandiosen Namen entscheiden, deshalb gaben sie im alle. Nein, dieser Name ist nicht ausgedacht, den Jungen gibt es wirklich.
Nicht, dass ich etwas gegen den Namen Benjamin habe. Aber lest einfach selbst.
Seine Eltern entschieden sich für: Bo Bosse Benjamin.
Seht ihr jetzt, was alles so schief gehen kann mit Kindern??
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Mittwoch, 10. September 2008
Kleine Kinder sind dumm!
Kleine Kinder sind doof. Nicht im Sinne von „Ich mag keine Kinder“, sondern im Sinne von „Kinder sind einfach scheiße dämlich“.
Wie ihr vielleicht in den letzten Wochen mitbekommen habt, hat die Schule in Hamburg wieder angefangen, was zwangsläufig die Einschulung der neuen Fünftklässler mit sich bringt. Die haben sich natürlich den örtlichen Gegebenheiten angepasst und laufen jetzt nicht wie früher über den Spielplatz der örtlichen Grundschule, sondern durch die Flure meines Gymnasiums.
Dabei ist es den kleinen Scheißern auch egal ob sie damit jemanden stören – und ihr könnt sicher sein, das tun sie. Es wird fangen gespielt. Wie primitiv. Da wir älteren aus unseren Kursen kommend uns meistens in der Pausenhalle treffen, um uns dort einer gepflegten Konversation über die ausschweifende Inkompetenz der Lehrer hingeben, kommt es dort zu einer Art Ballungsgebiet. Soll man glauben, Kinder gehen dann woanders hin. Nein, tun sie nicht. Und wieso? Weil sie dämlich sind. Im Gegenteil, sie machen eine Art Competition daraus, wer am schnellsten zwischen mehreren Gruppen von Oberstufen Schülern, oder wahlweise zwischen einer Gruppe eben dieser und einer Wand, hindurch laufen kann.
So passiert es natürlich nicht selten, dass einer dieser Zwerge einem älteren auf den Sack geht. Wenn wir ehrlich sind waren wir damals nicht besser. Nur haben wir nach 2 Wochen was auf die Fresse bekommen und es gelernt. Das war einmal. Heute bekommt man Morddrohungen wenn man einen auch nur schief guckt. Doch heute war es endlich soweit. Es ist einfach toll, wenn ein kleiner Junge, nennen wir ihn „Peter“, laufend vor seinen Freunden flieht, lachend, nichts ahnend, und im nächsten Moment von einem 1-A, Hulk Hogen-like, Closeline danieder gestreckt wird. Der kleine hat geweint, seine Freunde waren geschockt aber in der zweiten Pause hab ich sie nicht mehr gesehen. Vielleicht haben sie auch nur den Peter im Krankenhaus besucht...
Dieses doch irgendwie freudige Ereignis hat mich jedoch auf das Thema gebracht, über das ich Heute schreiben will. Ich gebe zu, meine kleine Anekdote war vielleicht etwas lang aber unterstreicht das Nachfolgende.
Als kleines Kind ist man blöd. Man muss von seiner Mama täglich aus geschätzten 144 lebensgefährlichen Situationen gerettet werden, denn alles was schwer, spitz, heiß, kalt, zu weit weg, zu hoch oder zu scharf ist, bedeutet potenzielle Gefahr. Kleine Kinder sind einfach nicht in der Lage einzuschätzen was klug und was eher nicht so clever ist. Jede Mutter wird sich jetzt denken „Was ist das denn für ein Arschloch, mein Kind ist sehr begabt! Es ist 13 Monate alt und hat heute zum ersten Mal gewunken!“
Ich bin völlig enthusiastisch.
Sobald das Kind seine ersten Schritte macht wird allgemein geglaubt, der kleine hätte etwas auf dem Kasten. Dem ist aber nicht so. Ich meine, er kann Sprechen aber man versteht kein Wort und er sabbert sich selber an. Im Grunde ein bisschen wie alte Menschen, nur eben süßer und am anderen Ende des Kreises. Einige mögen jetzt argumentieren, „Babys können davon gar nichts. Weder laufen, noch sprechen oder winken.“ Stimmt, aber von denen erwartet das auch niemand. Wenn kleine Kinder schreien versucht man ihnen zu zuhören um auch nur ein Wort zu verstehen. Wenn Babys schreien kann man das getrost ignorieren.
Außerdem können kleine Kinder, wenn sie dann etwas älter sind, auch nicht schlüssig argumentieren.
Mama: Ess deinen Teller auf oder es gibt kein Sandmännchen!
Ich: Das nennt man Erpressung.
Mama: Nein, das nennt man Konsequenz.
Elter scheuen sich auch nicht, ihren Kindern lügen zu erzählen. Bestes Beispiel Socken.
Mama: Wenn du nicht artig bist, dann musst du ohne Socken ins Bett!
Wann habt ihr eigentlich gemerkt, dass ihr jeden Abend eure Socken vor dem ins Bett gehen auszieht, habt aber trotzdem befolgt was Mama gesagt hat?
Schön sind auch so völlig dämliche Argumentationen der Eltern, die im Geiste eines 4 Jährigen völlig plausibel sind.
Papa: Es gibt kein Fernsehen mehr heute Abend!
Ich: Och Mann, warum denn nicht?
Papa: Weil es regnet.
Ich als gescheites kleines Kind war damals natürlich wesentlich Cleverer. Vor Ostern habe ich immer meine Schuhe sauber geputzt vor die Tür gestellt und am nächsten Morgen war er bis oben hin mit Schokolade gefüllt. Ich hatte natürlich den Schuh ganz genau beobachtet um sicher zu gehen, bis auf natürlich die 9 Stunden, in denen ich geschlafen habe. Wie gesagt, gescheit wie ich war, bin ich zu meiner Mama:
Ich: Mama, hast du irgendjemanden an meinen Schuhen heute Nacht gesehen.
Mama: Nein mein Schatz, ich habe geschlafen. Da war nur der Osterhase.
Ich: Hab ich es doch gewusst!
Natürlich habe ich auch keinen Verdacht geschöpft, als der Inhalt meines Schuhs dem glich, was der Supermarkt um die Ecke gerade im Angebot hatte.
Kleine Kinder sind aber auch in anderer Hinsicht blöd. Sie klauen. Kleine Kinder tun dies aber mit einer anderen Motivation als Erwachsene. Sie klauen es nicht, weil sie es brauchen, sondern weil es andere brauchen oder weil es interessant aussieht. Wie oft habt ihr als ihr klein wart, Dinge von euren Eltern geklaut von denen ihr erstens sicher wart, dass niemand es merken würde und zweitens nicht einmal wusstet, wofür sie überhaupt gut waren?
Ihr seht also, kleine Kinder sind wirklich dämlich, aber wir waren alle mal so. Trotzdem hat Peter das verdient....
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Mittwoch, 3. September 2008
Back To Life - Die Zweite
Was geht ab?
Die meisten von euch haben - hoffentlich - den letzten Beitrag "Back To Life" gelesen. Und es stimmt schon, in einer gewissen Form ist es nicht gerade schön, die geliebten Sommerferien hinter sich zu lassen und in einen neuen Alltag aufzubrechen. Wieder Schule. Gut, ich gehe mit einer grundsätzlich veränderten Einstellung in die Schule. Irgendwie motivierter. Ok, man weiß ja jetzt auch, worum es geht. Auf in die letzten 2 Jahre, der Zielsprint in Richtung Abitur.
Doch ist das Ganze wirklich der alte, gewohnte und langweilige Alltag?
Irgendwie gewohnt...
Ok, man steht immernoch früh am Morgen auf, mehr oder weniger motiviert, einen neuen Schultag zu beginnen. Und irgendwie vergeht die Zeit während der verschiedenen Unterrichtsfächer immernoch genauso langsam wie im letzten Schuljahr. Man hat immernoch die gleichen Leute um sich herum. Die selben fast 1000 Schüler, darunter der Kreis der wenigen Auserwählten, die man seine Freunde nennen kann und dann noch die, mit denen man sympathisiert.
Dann sind da natürlich noch die restlichen rund 700 Leute, die man entweder nicht kennt, langweilig oder einfach nur nervig findet.
Insgesamt klingt das nach dem selben alten Tritt, den man die letzten Jahre auch durchgemacht hat.
...und doch irgendwie anders.
Tatsache ist aber, dass noch sich doch einige Sachen verändert haben. Mir ist früher immer schon aufgefallen, dass die - wie wir sie damals noch nannten - "Großen" andauernd frei hatten. Hier fallen Stunden aus, da ist ein Lehrer weg, hier ein Ausflug mit einem der Grund- oder Leistungskurse. Und ich lag nicht falsch. Es ist jetz genau 11:48 und ich sitze nicht in der Schule und schreibe diese Kolumne heimlich. Nein, ich bin zu Hause, völlig entspannt. Ich hatte heute morgen von 8:00 - 9:30 zwei Stunden Deutsch. Um 10 war ich dann zu Hause. Wann ich wieder in die Schule muss? Da mein Physik-Kurs heute auch ausfällt und ich sowieso schon 4 Freistunden hätte, langt es, wenn ich heute um 15:30 in der Sporthalle auftrete und mich zwei Stunden ein bisschen bewege. Das bedeutet, dass ich heute insgesamt 6 ganze Freistunden habe. 6! Andere Leute haben 6 Stunden an einem ganz normalen Schultag!
Irgendwie gefällt mir diese Veränderung. Außerdem kann ich jetzt da stehen und rufen:
"Ich wusste doch, dass man in der Oberstufe fast ausschließlich chill!"
Gut, natürlich sollte man noch bedenken, dass da auch noch ein bisschen Unterricht und alles mit eingebracht werden muss.
Aber das ist dann das kleinere Übel.
Also Leute, die Oberstufe ist was tolles. Immer dran denken.
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Donnerstag, 28. August 2008
Back to life!
Es beginnt langsam aber sicher der September, die Tage werden kürzer, es wird kühler draußen und für tausende von Schülern fängt die Schule wieder an. Die Tage der ungehemmten Freude sind vorbei, der alltägliche Trott trifft einen mit voller Wucht. Das ausschlafen hat eine Ende, auch für mich. Es ist 6:50 und mein Wecker klingelt. Ich kann es einfach nicht fassen, denn in den letzten Wochen habe ich diese Zahlen die mein Wecker mir so leuchtend Rot entgegen schmeißt, vor dem Einschlafen gesehen. Was solls, ich drücke die „Repeat Alarm“- Taste, die meinen Wecker dazu verleitet, mir noch weitere Neun Minuten Erholung zu gönnen. Warum gerade Neun? Keine Ahnung. Ich liege also da und versuche zu erfassen, was mir der Tag so bringen wird.
Ich bin doch erstaunlich gut aus dem Bett gekommen. Ich hatte sogar noch Zeit ein bisschen Fern zu sehen, bevor ich losgefahren bin. In der Schule angekommen, erblickte ich zuerst ein riesengroßes „ Herzlich Willkommen“ Schild über dem Eingang. Ich habe das Gefühl sie lachen über uns. Ich komme also in die Pausenhalle, noch darüber nachdenkend, was die anderen bei dem Anblick des Schildes denken, und bemerkte eine andere Atmosphäre. Es war ein wenig wie im Zirkus. Es herrschte eine gewisse Anspannung, eine Vorfreude aber auch etwas Neugierde in der Luft. Kein Wunder. Heute beginnt die Oberstufe. Ich blicke mich also um – und mir viel etwas aus. Es gab Schüler, denen wie mir, anzusehen war, dass sie weder Lust hatten hier zu sein, noch wirklich wussten, was sie von all dem halten sollten. Andere grinsten fröhlich in die Runde und wahren Quicklebendig. Es war nicht einmal 8 Uhr. Ekelhaft. Es gab wirklich Leute die sich wie ein frisch paniertes Schnitzel darauf freuten, wieder in den Unterricht zu gehen.
Ich bin morgens grundsätzlich schlecht drauf. Ich bin ein Morgenmuffel, und das sieht man mir an. Schlimmer als Morgenmuffel, sind jedoch die Leute, die es sich anscheinend zum Ziel gemacht haben, einem Menschen der Morgens schlechte Laune hat, die schlechte Laune zu verderben. Mit grinsendem Gesicht kommen sie auf einen zu und man denkt sich nur: „Wie zur Hölle kann man Morgens bloß so gute Laune haben?“ Glücklicherweise sind Morgenmuffel weit verbreitet.
Am ersten Tag des neuen Schuljahres herrscht immer Aufregung. Neue Lehrer, neue Klassen, neue Mitschüler. Diese neuen Mitschüler haben es wirklich nicht leicht. Als erstes guckt jeder sie erst einmal an, denn obwohl es knapp Tausend Schüler auf der Schule gibt, fällt doch jedes Neue Gesicht früher oder später wem auf. Schüler sind dabei nicht gerade zimperlich. Es wird geglotzt wie im Zoo und getuschelt wie bei der Stillen Post. Und wir haben Spaß daran. Dazu muss allerdings erwähnt werden das wir ziemlich wenig neue Schüler dieses Jahr bekommen haben, aber theoretisch läuft es ziemlich genau so.
Wenn es denn Acht geworden ist und die Mehrzahl der Schülerschaft gerafft hat, wo sie hin müssen, beginnt der Unterricht. Es ist grausam. Das Hirn kann sich einfach nicht konzentrieren. Ob es an dem Verlust einiger Synapsen liegt, die man während des Malle Urlaubs leichtfertig dem Alkohol geopfert hat, sei dahingestellt. Man sitzt also in einem Raum, möchte eigentlich nicht dort sein und weiß mit Gewissheit, dass die Kopfschmerzen bald einsetzen werden. Jedoch hat man keine Wahl. Der erste Schultag ist jedoch noch relativ entspannt. Es werden Ankündigungen gemacht, die sich die Mehrheit eh nicht merken kann und die Themen fürs nächste Jahr besprochen. Eigentlich nicht wirklich anstrengend. Dennoch habe ich zurzeit das Gefühl eine Marathon gelaufen zu sein. Man ist es einfach nicht mehr gewohnt. 6 Wochen auf der faulen Haut liegen und nichts tun außer feiern.
Mit schrecken stelle ich also Fest, die Realität hat mich nach den Sommerferien, wie jedes Jahr, eiskalt erwischt. Ich bin fix und fertig und denke jetzt schon wieder an Palmen, Sonne, Sand und mehr... auch wenn ich diese in den Ferien nie gesehen habe.
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Donnerstag, 21. August 2008
Arbeit, die begeistert
Nachdem mein Freund sich in seinem letzten Blog über Technik, die begeistert, ausgelassen hat, erzähle ich euch heute etwas über Arbeit, die begeistert.
Bei wem kommen die Eltern nicht nach Hause und sind vollkommen übermüdet und erschöpft von ihrem Beruf? Wie oft muss man sich sagen lassen, wie gut man es hat, dass man noch zur Schule geht? Dass man die Zeit doch genießen soll.
Ich habe mich zum Beispiel dazu entschieden, einen Ferienjob zu machen. Bei Meyle. Wer das nicht kennt - die produzieren Autoteile. Ich als Aushilfe verpacke diese dann. Für mich heißt das in meinen Ferien - 6 Uhr aufstehen, 6:45 abgeholt werden und 7:00 Arbeitsbeginn. Bis 16 Uhr.
Der eine oder andere denkt sich vielleicht, dass das sehr hart sein muss. Sicher, irgendwie schon anstrengend. Aber nach jeder vollendeten Arbeitststunde läutet in meinem Schädel eine kleine Glocke, die mir mein erneutes Erreichen eines weiteren Stundenlohnes verkündet. Sollte also innerhalb der letzten Stunde Müdigkeit oder gar Lustlosigkeit aufgekommen sein, bin ich nun auf's Neue motiviert.
So halt man die 9 Stunden auch problemlos durch. Vor allem wenn man zwischendurch noch den einen oder anderen Spaß mit einbringt. Ein Freund von mir arbeitet gleichzeitig mit mir in dem Lager dieser Firma. Ab und zu beschießen wir uns dann mal gegenseitig mit dem Tacker, natürlich nur so, dass es ungefährlich bleibt. Klingt kindisch - ist es auch. Aber es macht Spaß.
Und es lockert das Ganze ein wenig auf. Wenn man sich dann noch über andere Leute, die auch als Aushilfe arbeiten, lustig macht, ist alles vorbei. Wir bevorzugen zum Beispiel einen anderen Schüler, der mehrere Tage mit dem selben Pullover rumgelaufen ist. Dazu seine Baggy-Jeans, eine Wintermütze auf dem Kopf, darüber die Kapuze vom Pullover - und schon haben wir den nächsten Eminem. Jedes mal wenn wir jetzt an ihm vorbeigehen muss er sich Sachen anhören wie "Ey yo, what up? Wie läuft's auf der 8 Mile?"
Auch hart hat es ein Mädchen getroffen, dass beim Gehen eine so komische Körperhaltung annimmt, dass man tatsächlich den Eindruck bekommt, sie sei ziemlich eng mit einer Ente verwandt. Jedes mal wenn sie jetzt also an uns vorbeiläuft imitiert mein Freund den Laut der Enten. Begriffen hat sie es allerdings noch nicht.
Was lernen wir daraus?
Mit der richtigen Motivation und dem richtigen Mix aus Lockerheit und Arbeit macht auch ein harter Job Spaß. Und immer schön die Euro-Zeichen im Hinterkopf behalten.
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Mittwoch, 13. August 2008
Technik, die Begeistert
Der technische Fortschritt der letzten Jahrzehnte ist unglaublich. Wir haben Handys die mehr können als Computer vor 5 Jahren und Autos die praktisch schon von alleine Fahren können, so kommt es einem zumindest nach der aktuellen VW Werbung vor. All diese technischen Errungenschaften sollen uns das Leben leichter machen. Sollen. Tun sie aber nicht immer. Ich weiß nicht ob es Murphy ist der alles sabotiert oder es einfach nur Pech ist aber ich glaube es steckt ein Plan dahinter, dass technische Gerätschaften generell Kaputt sind.
Ich habe mir vor geraumer Zeit ein Surround- Sound System gekauft. War Super. DVD gucken wurde zum Erlebnis. Jetzt hatte ich mein Bett und den Fernseher umgestellt und es ergab sich das ich Luxus mäßig einen Fernseher genau vor dem Bett hatte. Es war Klasse. 4 Wochen lang. Dann ging dummerweise der Surround- Sound-Modus der Anlage kaputt. Garantie Fehlanzeige. Jetzt habe ich 2 Lautsprecher um mein Bett verteilt die nicht funktionieren. Welcome Back, good old Stereo-Sound. Das kann mein Fernseher übrigens auch.
Nicht aber das es dabei bleibt. Wir sind vor 4 Jahren Umgezogen und pünktlich 3 Jahre später gingen Backofen und Spülmaschine kaputt. Beide von der selben Firma. Garantie? 2 Jahre. Dankeschön. Ersatzteile? Nicht lieferbar. Ihr Schweine!
Das kann doch wirklich kein Zufall sein. Ich habe langsam den Verdacht das die großen Bosse der Konzerne das extra machen, um ihre „Geschäftsreisen“ mit ihren „Nichten“ zu finanzieren.
Natürlich hat auch der Durchschnitts- Deutsche keine Ahnung von all dem, da 99,9% der Weltbevölkerung nun einmal nicht Elektronik- Ingenieure sind. Was also tun. Als erstes wird also mal pseudo-schlau nachgesehen. Stecker ist drin. Erste Maßnahme bei nicht offensichtlichem Defekt: Stecker raus und wieder rein stecken. Entweder es funktioniert oder nicht. Wenn es tatsächlich helfen sollte, hat dies dem Ego geholfen, auch wenn man absolut keine Ahnung hat, was das Problem war. Wenn allerdings nichts passiert, ist das Problem groß.
Die Frage ist sowieso warum ein Teil, welches 2 Jahre wunderbar funktioniert hat, auf einmal nichts mehr tut. Wenn ich eine Bowlingkugel auf den Boden lege und sie dort 2 Jahre liegen lasse, kann ich sicher sein, dass diese Bowlingkugel dort nach 2 Jahren auch noch liegen wird. Wenn dann ein Loch im Boden ist, habe ich wenigstens einen Anhaltspunkt was passiert ist, aber diesen Anhaltspunkt hat man nicht. Es gibt keinen Hinweis was kaputt ist. Wenn man dann noch keine Ahnung von nichts hat, und davon jede Menge heißt es nur Neu kaufen.
Wenn es allerdings möglich ist, einen Defekt zu reparieren, hat man scheinbar Glück gehabt. Scheinbar. Doch was wenn an deinem 1992er VW Polo die Lichtmaschine kaputt ist? Der Mechaniker deines Vertrauens sagt dir einen Preis und du bezahlst den Preis, weil du weiterhin in sitzender Position durch die Welt fahren willst, da du eben faul bist. So ziemlich 80% der Leute würden jeden Preis auch einfach so bezahlen, denn ganz ehrlich: Wer weiß denn Bitteschön den Weltmarktpreis für Lichtmaschinen eines 1992er VW Polos? Das dich die Reparatur und die Beschaffung der Ersatzteile im Nachhinein mehr gekostet hat, als dein Auto eigentlich Wert ist, ist das Resultat des perfiden Planes der Konzern Bosse.
Schön ist wenn man Leute kennt die „Ahnung“ von Technik haben. Die kann man dann anrufen und um ihre Hilfe bitten. Diese Freaks haben dann antworten die keiner versteht und bei denen man sich fragt, woher so so etwas wissen.
Technik Freak: Mach mal an und wieder aus!
Ich: Hab ich schon. Klappt nicht!
Technik Freak: Zieh mal den Stecker und stecke ihn wieder rein!
Ich: Hab ich schon. Klappt nicht!
Technik Freak: Hmm.. Panasonic sagst du? Drücke mal 7, OK, Reset und Power für 6,5 Sekunden und furze 3 mal bei Licht nach Süd-Osten!
Ich: Genial. Super, klappt wieder.
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Mittwoch, 6. August 2008
Sturmfrei
Wer findet es nicht toll? Immer wenn die Ferien anfangen hört man von irgendwelchen Freunden oder weniger beliebten, aber halt akzeptierten Mitmenschen, dass sie mal wieder sturmfrei haben. Die erste Aussage geht dann in die Richtung:
"Ööööeeeeyy Party bei dem und dem!"
Ich habe jetzt auch seit Samstag sturmfrei, bis übernächsten Samstag. Das wusste ich schon seit Januar ungefähr. Die ganze Zeit über hab ich mich darauf gefreut. 2 Wochen alleine zu Hause. Tun und lassen was man will. Alles ganz tolle Vorstellungen.
1. Alles kommt anders
Man stellt es sich toll vor. So lange schlafen wie man will, keiner weckt einen. So lange und so viel Party machen wie man Bock hat. Halt das normale Leben, nur mit einer noch größeren Portion von Freiheit. Man kann wirklich alles irgendwie gestalten wie man möchte, alles genießen.
2. Als man denkt.
Scheiße ist nur, dass man, wenn man an "sturmfrei" denkt, nicht an die Sachen denkt, die auf einen zukommen. Man muss ja wirklich ALLES selber machen. ALLES. A-L-L-E-S.
Gut, ich hab noch den Vorteil, dass meine Freundin hier wohnt. Die hilft ja doch mal und macht mir einiges leichter.
Trotzdem. Man muss selber kochen. Nicht, dass das schlimm ist. Aber JEDEN TAG. Und abwaschen muss man auch jeden Tag. Die eigene Wäsche muss auch selber gewaschen, aufgehängt und gebügelt werden. Ganz zu schweigen davon, wie viel Arbeit es ist, ein Haus komplett sauber zu halten.
Da wird einem erst klar..
..wie viel Arbeit die Mutter so hat. Es gibt ja so Momente, wo man sich fragt, warum man jetz etwas machen muss, was die Mutter eigentlich auch selber machen könnte. Mittlerweile merke ich aber, dass ich grundsätzlich, wenn ich mit dem Essen machen, abwaschen usw. fertig bin, pünktlich so gegen 16 uhr, totmüde bin.
Woran das liegt?
Fragt doch mal eure Mutter.
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Mittwoch, 30. Juli 2008
Mangelnde Konzentration
Ich sitze vor dem Computer mit der Gewissheit etwas schreiben zu müssen. Es ist Mittwoch. Eigentlich hätte ich meine Kolumne schon vor Tagen schreiben sollen aber unbekannte Macht trieb mich dazu dies immer wieder zu verschieben. Vielleicht war es auch einfach nur Einfallslosigkeit die in meinem Hinterkopf dafür sorgte, dass ich es verdrängte mir Gedanken über ein mögliches Thema zu machen. Als meine Ferien anfingen habe ich mir voller Enthusiasmus einen neuen Block gekauft mit der Absicht ihn mit brillanten und messerscharf recherchierten Kolumnen zu füllen. Dieser Block liegt jetzt seit geschlagenen 2 Wochen auf meinem Nachttisch. Leer mit einem Stift oben drauf.
Was hat mich abgehalten? Jeden Morgen sehe ich diesen Block da liegen. Jeden Morgen erinnere ich mich daran, das ich etwas schreiben muss oder es mir zumindest vorgenommen habe. Doch ich habe es nie getan. Es ist natürlich nicht so, dass ich nie darüber nachgedacht hätte, was ich schreiben könnte, denn das habe ich sehr wohl, nur bin ich nie zu einem Ergebnis gekommen. Immer hat mich etwas abgelenkt. Man sucht dann ja immer nach Ausreden warum man irgendetwas nicht erledigt hat. Es war aber auch wirklich warm die letzten Tage. Und die Kopfschmerzen sind auch erst seit heute wieder weg.
Der Schlüssel zum Erfolg ist bekanntlich die Konzentration. Doch fehlt mir diese Konzentration an manchen Tagen einfach, sodass ich mich mit manchen Dingen einfach nicht beschäftigen kann. Gerade schon wieder. Ich dachte gerade darüber nach wie ich weiter schreiben könnte. Anstatt mich als mit Prädikaten und Subjekten und einem meiner grausamen Satzkonstruktionen zu beschäftigen fragte ich mich, was denn draußen vor dem Haus so penetrant piept. Es war ein Laster gegenüber – ich habe nachgesehen.
Multitasking bei Männern der Generation 2.0
Ich habe mich noch nie wirklich auf etwas konzentrieren können. Schon immer sind meine Gedanken parallel bei etwas anderem gewesen. Schon wieder denke ich über etwas völlig irrelevantes nach. Über etwas, dass wirklich gar nichts mit dem Verfassen dieser Kolumne zu tun hat. Ich habe darüber nachgedacht, ob dieses Paralleldenken etwas mit Multitasking zu tun hat. Ich denke schon. Spätestens seit der Erfindung der ersten Echtzeit–Strategiespiele sind Männer ebenfalls in der Lage, die Grundvoraussetzungen zum Multitasking anzuwenden. Natürlich simpler als bei Frauen und bestenfalls dreigleisig aber in der Lage dazu. Ist dies nun ein Problem der Generation 2.0? Schreib ich also bin Ich? ... Ich schweife ab...
Ist es nun also ein generelles Problem der Neuzeit das es Menschen schwerer fällt sich zu Konzentrieren oder liegt es an mir? Bin ich anders? Quatsch, wenn dann bin ich Besonders! Die Tatsache das ich erst heute meine Kolumne schreibe hat wahrscheinlich etwas damit zu tun das ich zu Faul war, mich damit zu beschäftigen. Obwohl,ich hatte wirklich wenig Zeit dazu...
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Mittwoch, 23. Juli 2008
"SOMMER" - Ferien?
Wie der eine oder andere von euch auf Grund seines verstärkten Alkoholkonsums bemerkt haben wird, sind in Hamburg die Sommerferien angekommen. Die vermutlich geilste Zeit im Jahr. 6 ganze Wochen absolut nichts zu tun. Außer natürlich Party zu machen.
Wenn man in den Sommerferien von "Party" spricht denkt man also an Kurztrips an die Ostsee, Beachpartys in den verschiedenen Beach Clubs und so weiter. Guckt man aber mal aus dem Fenster muss man sich ernsthaft die Frage stellen, ob man die Sommerferien nich umbenennen sollte. In die "6-Wochen-Ferien". Irgendwas in die Richtung.
Verarschen?
Sommerferien. SOMMERferien. SOMMER.
Vielleicht bin ich ja der einzige mit dieser Ansicht, aber mit Sommer verbinde ich Sonne, Wärme, ja sogar Hitze!
Mit dem, was sich da draußen momentan abspielt verbinde ich aber etwas anderes.
Genervte Mienen, Regenschirme, Regenjacken, Gummistiefel oder alles, was als Ausrüstung gegen Regen sonst noch in Frage kommt. Kurz: Mit dem aktuellen Wetter verbinde ich den Herbst. Die vermutlich langweiligste Zeit des Jahres. Ich kenne niemanden, aber wirklich absolut niemanden, von dem ich weiß, dass er behauptet, der Herbst sei seine favorisierte Jahreszeit.
Es gibt solche, die mögen den Schnee. Die mögen also den Winter. Im Winter ist Weihnachten, schöne Jahreszeit.
Dann haben wir Leute wie mich, die den Sommer lieben. Wärme, Sonne, Strand- bzw. Freibadwetter, Frauen in knapper Kleidung. Alles Sachen, die ich am Sommer so sehr liebe.
Dann gibt es die, die den Frühling toll finden. Hormone, Frühlingsgefühle und was weiß ich was noch alles da vorkommt. Akzeptier ich ja auch noch.
Aber den Herbst? Was gibt es da schönes? Die Antwort lautet: "NICHTS!"
Absolut gar nichts.
Warum also haben wir in unseren SOMMERferien die Bedingungen vom Herbst?
Vom Tief und Hoch
Jetzt gibt es natürlich die Experten unter euch, die mir sagen werden, dass unser Wetter mit dem Tief Klaus zusammenhängt, was über Island und England zu uns zieht.
Das ist mir aber scheißegal. Ich möchte nicht wirklich den Grund für das aktuelle Wetter erfahren. Ich möchte nur wissen, womit wir das verdient haben. Alle beschweren sich immer wenn wir mal mehr als 30° haben. Aber bei Regen ist das Gemecker noch größer. Von Kälte brauchen wir hier glaub ich gar nicht erst anzufangen.
Besserung in Sicht
Doch wenn ich heute so rausguck, freue ich mich. Das ist der erste halbwegs schöne Ferientag. Die Sonne scheint, ich seh nur sehr wenige Wolken am Himmel.
Alles in Allem hoffe ich als Liebhaber des Sommers doch, dass das Wetter jetzt auch weiterhin den eigentlichen Eigenschaften eines Sommers entspricht.
Auch wenn das dann für die, die keine Lust auf Wärme und Sonne haben, heißt, dass sie vermutlich auswandern müssen.
In diesem Sinne - schöne Sommerferien euch allen.
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Mittwoch, 16. Juli 2008
Der Strudel der Verdammnis
Du bist alleine zu Hause, es gibt nichts zu tun. Draußen regnet es und du langweilst dich. Es sind Sommerferien. Das Wetter sollte schön sein – ist es aber nicht. Ich sitze alleine vor meinem Computer und langweile mich. Ich habe keine Lust zu spielen aber auch keine Lust die Glotze an zu machen. Ich tue also das was ich immer tue wenn ich am PC sitze. Ich gehe meine komplette Favoriten Liste an Internet Seite durch. Der Anfang des Strudels.
Was soll man auch anderes tun. Das Internet ist wie eine Falle aus der herauszukommen nur der nächste Stromausfall eine Hilfe ist. Überall lauern Informationen, Links und Videos. Ich gehe also Seite für Seite der Favoriten durch, poste Comments, lese mir Nachrichten durch oder gucke Videos über die neuesten Filme. Dabei komme ich an so Seiten wie Shortnews.de, SchülerVz.net, Gametrailers.com, Rottentomato.com, diversen Blogs oder Giga.de vorbei.
Diese Seiten sind die Mutter der Verdammnis! Es gibt einfach zu viele Informationen. Es ist für mich einfach nicht möglich eine Seite zu verlassen, ohne das sie in irgendeiner Weise mein Interesse weckt. Ich verfolge also Link um Link und stoße auf Dinge die ich schon immer einmal unbedingt wissen wollte. Und das bei jeder zweiten Seite. Am Ende meiner Favoriten ist dann der Langeweile-Töter überhaupt. Die Seite: Youtube.com
Auf Youtube.com kann ich mich ohne weiteres 2 Stunden damit beschäftigen, mir Videos über dämliche Tiere oder peinliche Menschen im Urlaub anzugucken. Immer wieder gibt es Videos die einem Interessant vorkommen weil sie verlinkt sind oder einen spannenden Titel haben. Und wenn es Videos sind, die ich längst kenne. Ich gucke sie trotzdem.
Natürlich bietet das Internet noch wesentlich mehr. Ich liebe ja das Online-Zeitalter. Ich bekomme alle Informationen so schnell ich will. Die Zeiten der alten AOL-CDs sind vorbei, geändert hat sich wenig. Ich bin ja der Meinung das 90% der Menschen ins Internet gehen um kostenlose Pornos zu sehen. Die anderen 10% wissen einfach nicht, das es kostenlose Pornos im Internet gibt. Ich bin natürlich eine Ausnahme. Ich hasse Sex. Verabscheue es. Natürlich...
Ein weiteres Krematorium der Zeit ist Wikipedia. Jeder Artikel, aber wirklich jeder Artikel, ist mit mindestens einem weiteren Interessanten Link versehen, der einen zu einem neuen Artikel bringt in dem wiederum mindestens ein weiterer Interessante Link wartet. Ständig interessiert mich etwas neues. Das Problem am Internet ist allerdings, das es diese Neugier befriedigt. Speziell Wikipedia. Angst macht mir jedoch eine andere, wirklich allwissende Seite: Google!
Google weiß alles. Einfach alles.... Grausam.
Nun aber zurück zu meinem Strudel. Wenn ich mich dann nach einer Stunde auf allen Seiten ausgetauscht habe, hole ich mir etwas zu essen und gehe alltäglichen Geschäften nach. Aber der Strudel lässt einen nicht los. Es kommt schon wieder die eine Frage auf: „Hmm gibt es vielleicht schon etwas neues?“ Und verdammt Ja, es gibt etwas neues. Es gibt neue Nachrichten, neue Videos und neue Kommentare. Es geht alles wieder von Vorne los. Und so ergeht es mir mindestens einmal pro Tag.
Dennoch weiß ich, das ich nicht alleine bin. Es gibt viele Menschen denen es genauso geht. Die immer wieder die selben Seiten besuchen um ihre Neugierde nach Informationen und ihr verlangen nach Neuem zu stillen.. oder was macht ihr auf dieser Seite?
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Dienstag, 8. Juli 2008
[Routine-] Check beim Zahnarzt
Jeder Mensch muss irgendwann einmal zum Zahnarzt. Wirklich jeder. Wirklich WOLLEN tut aber keiner so richtig. Egal wo man hinhört, immer die gleiche Aussage:
"Nächste Woche muss ich wieder zum Zahnarzt, ich mag keine Zahnärzte!"
Das hört man so oft, dass man anfängt sich zu fragen, wer freiwillig in diesen Beruf geht. Aber das ist ein anderes Thema.
Auch ich hatte vor etwa 2 Wochen mal wieder einen Termin bei unserem Zahnarzt. Eigentlich ist es gar nicht so schlimm. Ich musste mein ganzes Leben lang immer nur 3-4 Mal im Jahr zum Zahnarzt.
"Mal wieder gucken, ob alles in Ordnung ist." hieß es meistens.
Dazu muss man wissen, dass diese Aussage selber alles andere als "in Ordnung" ist. Bei mir ist es bis jetzt immer wieder vorgekommen, dass aus der eigentlich simplen Kontrolle plötzlich die Idee entstand, irgendwelche mir völlig unbekannten zahnärztlichen Praktiken an mir durchzuführen. So wurden aus den von mir für diesen Termin geplanten 30 Minuten gerne mal 100.
Vor zwei Wochen hieß es plötzlich, dass man mit mir noch ein letztes Mal eine Prophylaxe machen sollte, da die Kosten freundlicher Weise von unserer Krankenkasse übernommen werden, so lange ich noch nicht 18 Jahre alt bin. Wirklich sicher bin ich mir allerdings nicht, ob das was man mit mir gemacht hat nun eine Prophylaxe war. Nicht, weil mir irgendwas ungewöhnlich vorkam. Ich habe nur einfach keine Ahnung und jedes Mal wenn ich im Wartezimmer sitze und Fotos von den Mitarbeitern sehe, fällt mein Blick auf die hübscheste Mitarbeiterin.
Danke einer unglaublichen Fügung Gottes behandelt mich diese Mitarbeiterin jedes Mal wenn ich da bin und da unter ihrem Namen im Wartezimmer Prophylaxe steht, bin ich auch weiterhin gern bereit an mir eine Prophylaxe durchführen zu lassen, selbst wenn ich die Kosten dann selber tragen muss.
Zurück zu meinem Termin.
Natürlich waren meine eingeplanten 30 Minuten längst vergangen.
Bis dann gleich 2 Mitarbeiterinnen in den Raum kamen und anfingen mich zu behandeln. Die eine behandelte mich tatsächlich, die andere hielt einfach nur irgendwelche Geräte, die auch noch in meinen Mund mussten. Insgesamt zählte ich dann 5 Geräte, die in irgendeiner Form etwas in meinem Mund zu tun hatten.
Meiner Meinung nach eindeutig zu viel!
Ich bin weder Mick Jagger, noch habe ich ein Schwarzes Loch in Form eines Mundes im Gesicht (an dieser Stelle einen kleinen Gruß an meinen Physik-Lehrer und ein Dank für die 12 Punkte in meinem Text sowie die 11 im Referat^^).
Wie genau das alles gepasst hat weiß ich nicht.
Und wozu das Ganze? Nur um mir am Ende zu sagen:
"So, du kennst das ja, die nächsten 60 Minuten nichts essen und nichts trinken."
Schön, dass die Praxis von unserem Zahnarzt direkt neben Kentucky Fried Chicken liegt.
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Mittwoch, 2. Juli 2008
Schlaflos in Hamburg
Ich liege im Bett und kann nicht schlafen. Es ist Sommer, es ist warm, mir ist zu heiß! Ich gucke auf meinen Wecker und rechne aus, wie viele Stunden ich noch schlafen kann, bis mich die nette Stimme aus dem Radio weckt. 5 Stunden. Das setzt mich unter Zeitdruck. Mein Kampf um die wertvolle Zeit der Erholung beginnt.
Wenn ich nicht in der nächsten Stunde einschlafe, habe ich noch 4 Stunden. Das ist eindeutig zu wenig. Was wäre eigentlich wenn ich gar nicht einschlafen kann und hier die ganze Nacht liege? Dann macht der Unterricht bestimmt gleich noch mehr Spaß. Es gibt nichts Schlimmeres als in der Schule zu sitzen und völlig müde zu sein. Ich würde dann gerne meinen Kopf auf den Tisch legen um zu schlafen, darf ich aber nicht. Wird eh schon knapp genug dieses Jahr. War ich dieses Jahr oft müde in der Schule? Eigentlich nicht – das liegt am Sommer, da kann ich nie gut schlafen. Aber diese Heizung macht immer Lärm. Wieso macht die im Sommer Lärm wenn sie aus ist? Ist die vielleicht kaputt? Wäre aber ziemlich doof wenn ich morgen aufwache und dann neben mir meine Leiche sehe, weil das Haus abgebrannt ist. So warm wie es hier ist, brennt es wahrscheinlich schon. Ach Quatsch, dieses Gebrumme macht die Heizung immer, keine Panik.
So, du machst jetzt die Augen zu. Einfach an nichts mehr denken. Augen zu. Schwarz. Was ist wenn meine Kinder mal trotz guter Erziehung Idioten werden? Wieso denk ich an meine Kinder? Das ist in ferner Zukunft. Hoffentlich werden meine Kinder keine Arschlöcher. Oder Emos. Ich bekomme jetzt schon Panik wenn ich an die Pubertät meiner Kinder denke. Eine Tochter die sich rebellisch gegen ihre Eltern auflehnt. Was ist, wenn sie einen Idioten datet? Jede Frau hat das mindestens einmal gemacht. Das muss ich verhindern! Darf ich sie dann schlagen um es ihr auszutreiben? Nein, dass kann ich nicht! Wieso darf man das eigentlich nicht? Weil sie dann zu Idioten werden?
Das ist alles zu kompliziert.
Es ist bestimmt schon 3 Uhr. Dann habe ich nur noch 4 Stunden Schlaf. Du guckst da jetzt nicht hin, dass setzt dich nur noch mehr unter Druck. Einfach ruhig liegen bleiben. Du bist doch eigentlich müde, du kommst nur nicht zur Ruhe. Ich hätte vielleicht mein Handy aufladen sollen. Das ist bestimmt morgen früh leer und ich kann es nicht gebrauchen. Obwohl, anrufen tut mich eh niemand. Aber trotzdem ist es sinnvoll es dabei zu haben. Dazu hab ich es ja schließlich. Wozu hab ich es denn eigentlich? Ich benutze es eigentlich selten. Wozu auch? Gibt ja das Internet. Habe ich vielleicht vergessen es aufzuladen weil ich es so selten benutze? Wäre vielleicht ein Grund. Warte, es fängt an zu piepen wenn es leer ist. Das habe ich auch nie begriffen. Wieso kann es noch 3 Stunden piepen, wenn es doch eigentlich bald leer sein sollte? Das ist doch Beschiss. Aber es war glaube ich noch voll genug, das langt bis morgen. Dann nehme ich es eben mal nicht mit.
Jetzt hast du schon wieder so viel nachgedacht. Schluss damit. Einfach nur einschlafen, das ist doch nicht so schwer...
Ich hab es gewusst. Diese Vögel. Wieso müssen die immer vor meinem Fenster surren? Ist "surren" ein Wort? Oder summen? Nein, es ist kein Summen, es klingt mehr wie ein... Flöten. Was ist denn das für ein Vogel der flötet? Ok, er piept. Mensch, hier piept aber viel! Oh man, ich glaube bei mir piepts! Ich mach mir Gedanken über das Summen von Vögeln. Obwohl es ist ja doch mehr ein Flöten...
Hab ich eigentlich den Wecker gestellt? Doch, habe ich gemacht. Ich bin mir sicher. Aber was wenn nicht? Wenn du jetzt die Augen aufmachst, siehst du wie spät es ist und bekommst noch mehr Zeitdruck und du verlierst Zeit beim Einschlafen. Verdammt.... Ich hab doch gewusst, dass ich ihn gestellt habe.
Du solltest echt jetzt einschlafen... ganz langsam... ruhig... zzzZZzzzz....
PIIIEEEP!!!
Verdammt, wo ist das scheiß Ladekabel???
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Donnerstag, 26. Juni 2008
Fieber
Moin People!
Aus aktuellem Anlass hab ich mich mal dazu entschlossen, ein wenig über das Fieber zu schreiben. Nicht über das Fieber, an das ihr vermutlich zuerst denkt.
Wie die meisten von euch vermutlich mitgekriegt haben, spielen im Moment in Österreich und der Schweiz ein paar Mannschaften um eine gewisse Europameisterschaft. Mittlerweile ist eines der beiden Halbfinalspiele gelaufen, Deutschland im Halbfinale und meine geliebte Spanien-Truppe auf dem Weg da hin. So hab ich mir das zumindest vorgestellt.
Aber ich will hier nich den Turnierverlauf schildern. Den hier muss ich aber trotzdem noch loswerden:
OHNE HOLLAND, FAHR'N WIR JETZ NACH WIEN!
OHNE HOLLAND, FAHR'N WIR JETZ NACH WIEN!
Danke.
Nun zu dem anfangs bereits erwähnten Fieber.
Bin ich der einzige, dem das auffällt, oder ist die gesamte Stimmung in Deutschland einfach traumhaft in Zeiten solcher großen Fußballturniere?
Man erinnere sich zurück an die Zeit, in der Deutschland noch in der Qualifikation um einen Platz bei der EM kämpfte. Kein Auto mit einer deutschen Fahne an der Fensterscheibe. Nicht einmal unter den türkischen Mitbürgern. Keine endlosen Reihen völlig sinnlos hupender Autos. Keine Menschen die sich aus den Fenstern selbiger lehnen und Sachen schreien wie:
"DEUTSCHLAND!! DEUTSCHLAND!!"
oder
"OOOOOH-OH-OH-OH-OH-OOOOOOOOOOOOH!!"
Leute auf der Straße laufen rum wie immer. Kaum ein Lächeln in einem der zahllosen Gesichter. Von einer Fahne von Deutschland auf die Wange geschminkt nicht das geringste Anzeichen.
An dieser Stelle solltet ihr mal aus einem Fenster auf die Häuser in eurer Nachbarschaft gucken. Ich sehe Flaggen ohne Ende, sowohl an den Häusern als auch an den Autos. Die Leute auf der Straße laufen lächelnd durch die Gegend, als hätte jeder von ihnen 6 Richtige im Lotto in der Tasche. Man trägt Trikots der Nationalmannschaft, T-Shirts mit Aufschriften wie "SCHLAAAAAND" oder "GERMANY". Auf den Köpfen die eine oder andere Mütze, die an Till Eulenspiegel erinnert, natürlich in den Farben der deutschen Mannschaft.
Deutschland ist im Fußballfieber.
Richtig lustig wird's aber erst abends, nach den Spielen Deutschlands. Da wird einem guten Beobachter erst klar, was dieses Fieber bedeutet.
Wie ein Werbespot so schön sagt: "Ganz Deutschland liegt sich in den Armen."
Bei jedem Tor. Menschen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben, fallen sich in die Arme. Menschen, die durch das Bier im Blut kaum noch laufen können rennen auf die Straßen, elegant wie Gazellen, schreiend wie Bären und fröhlich wie Kleinkinder an einem Tag, der Weihnachten, Ostern und den eigenen Geburtstag vereint.
Auch hier wird deutlich, wie multikulturell Deutschland eigentlich ist. Spanier laufen nach dem Sieg im Portugiesen-Viertel in Hamburg feiern, Türken benutzen ihre BMW's als Linienbusse und fahren mit dem ganzen Clan auf dem Wagen spazieren, Italiener beschweren sich über die Schiedsrichter, Holländer bilden einen Autocorso aus Wohnmobilen.
Hab ich jemanden vergessen? Ach ja, die Engländer. Die sitzen weinend und mit der Dose Bier und der Tüte "Fish&Chips" zu Hause und verfluchen vermutlich alle Beteiligten der Nationalmannschaft.
Naja, man kann halt nicht alles haben.
Die Weisheit der Woche also: Genießt das Fieber, falls ihr es noch nicht habt, lasst euch anstecken und verschließt es ganz tief im Herzen. Sonntag ist das Finale, danach geht der Ernst des Lebens wieder los.
Vielleicht muss das Fieber ja in die Verlängerung und zum Elfmeterschießen antreten.
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