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Donnerstag, 28. August 2008

Back to life!

Es beginnt langsam aber sicher der September, die Tage werden kürzer, es wird kühler draußen und für tausende von Schülern fängt die Schule wieder an. Die Tage der ungehemmten Freude sind vorbei, der alltägliche Trott trifft einen mit voller Wucht. Das ausschlafen hat eine Ende, auch für mich. Es ist 6:50 und mein Wecker klingelt. Ich kann es einfach nicht fassen, denn in den letzten Wochen habe ich diese Zahlen die mein Wecker mir so leuchtend Rot entgegen schmeißt, vor dem Einschlafen gesehen. Was solls, ich drücke die „Repeat Alarm“- Taste, die meinen Wecker dazu verleitet, mir noch weitere Neun Minuten Erholung zu gönnen. Warum gerade Neun? Keine Ahnung. Ich liege also da und versuche zu erfassen, was mir der Tag so bringen wird.

Ich bin doch erstaunlich gut aus dem Bett gekommen. Ich hatte sogar noch Zeit ein bisschen Fern zu sehen, bevor ich losgefahren bin. In der Schule angekommen, erblickte ich zuerst ein riesengroßes „ Herzlich Willkommen“ Schild über dem Eingang. Ich habe das Gefühl sie lachen über uns. Ich komme also in die Pausenhalle, noch darüber nachdenkend, was die anderen bei dem Anblick des Schildes denken, und bemerkte eine andere Atmosphäre. Es war ein wenig wie im Zirkus. Es herrschte eine gewisse Anspannung, eine Vorfreude aber auch etwas Neugierde in der Luft. Kein Wunder. Heute beginnt die Oberstufe. Ich blicke mich also um – und mir viel etwas aus. Es gab Schüler, denen wie mir, anzusehen war, dass sie weder Lust hatten hier zu sein, noch wirklich wussten, was sie von all dem halten sollten. Andere grinsten fröhlich in die Runde und wahren Quicklebendig. Es war nicht einmal 8 Uhr. Ekelhaft. Es gab wirklich Leute die sich wie ein frisch paniertes Schnitzel darauf freuten, wieder in den Unterricht zu gehen.

Ich bin morgens grundsätzlich schlecht drauf. Ich bin ein Morgenmuffel, und das sieht man mir an. Schlimmer als Morgenmuffel, sind jedoch die Leute, die es sich anscheinend zum Ziel gemacht haben, einem Menschen der Morgens schlechte Laune hat, die schlechte Laune zu verderben. Mit grinsendem Gesicht kommen sie auf einen zu und man denkt sich nur: „Wie zur Hölle kann man Morgens bloß so gute Laune haben?“ Glücklicherweise sind Morgenmuffel weit verbreitet.

Am ersten Tag des neuen Schuljahres herrscht immer Aufregung. Neue Lehrer, neue Klassen, neue Mitschüler. Diese neuen Mitschüler haben es wirklich nicht leicht. Als erstes guckt jeder sie erst einmal an, denn obwohl es knapp Tausend Schüler auf der Schule gibt, fällt doch jedes Neue Gesicht früher oder später wem auf. Schüler sind dabei nicht gerade zimperlich. Es wird geglotzt wie im Zoo und getuschelt wie bei der Stillen Post. Und wir haben Spaß daran. Dazu muss allerdings erwähnt werden das wir ziemlich wenig neue Schüler dieses Jahr bekommen haben, aber theoretisch läuft es ziemlich genau so.

Wenn es denn Acht geworden ist und die Mehrzahl der Schülerschaft gerafft hat, wo sie hin müssen, beginnt der Unterricht. Es ist grausam. Das Hirn kann sich einfach nicht konzentrieren. Ob es an dem Verlust einiger Synapsen liegt, die man während des Malle Urlaubs leichtfertig dem Alkohol geopfert hat, sei dahingestellt. Man sitzt also in einem Raum, möchte eigentlich nicht dort sein und weiß mit Gewissheit, dass die Kopfschmerzen bald einsetzen werden. Jedoch hat man keine Wahl. Der erste Schultag ist jedoch noch relativ entspannt. Es werden Ankündigungen gemacht, die sich die Mehrheit eh nicht merken kann und die Themen fürs nächste Jahr besprochen. Eigentlich nicht wirklich anstrengend. Dennoch habe ich zurzeit das Gefühl eine Marathon gelaufen zu sein. Man ist es einfach nicht mehr gewohnt. 6 Wochen auf der faulen Haut liegen und nichts tun außer feiern.

Mit schrecken stelle ich also Fest, die Realität hat mich nach den Sommerferien, wie jedes Jahr, eiskalt erwischt. Ich bin fix und fertig und denke jetzt schon wieder an Palmen, Sonne, Sand und mehr... auch wenn ich diese in den Ferien nie gesehen habe.

Donnerstag, 21. August 2008

Arbeit, die begeistert

Nachdem mein Freund sich in seinem letzten Blog über Technik, die begeistert, ausgelassen hat, erzähle ich euch heute etwas über Arbeit, die begeistert.

Bei wem kommen die Eltern nicht nach Hause und sind vollkommen übermüdet und erschöpft von ihrem Beruf? Wie oft muss man sich sagen lassen, wie gut man es hat, dass man noch zur Schule geht? Dass man die Zeit doch genießen soll.

Ich habe mich zum Beispiel dazu entschieden, einen Ferienjob zu machen. Bei Meyle. Wer das nicht kennt - die produzieren Autoteile. Ich als Aushilfe verpacke diese dann. Für mich heißt das in meinen Ferien - 6 Uhr aufstehen, 6:45 abgeholt werden und 7:00 Arbeitsbeginn. Bis 16 Uhr.

Der eine oder andere denkt sich vielleicht, dass das sehr hart sein muss. Sicher, irgendwie schon anstrengend. Aber nach jeder vollendeten Arbeitststunde läutet in meinem Schädel eine kleine Glocke, die mir mein erneutes Erreichen eines weiteren Stundenlohnes verkündet. Sollte also innerhalb der letzten Stunde Müdigkeit oder gar Lustlosigkeit aufgekommen sein, bin ich nun auf's Neue motiviert.

So halt man die 9 Stunden auch problemlos durch. Vor allem wenn man zwischendurch noch den einen oder anderen Spaß mit einbringt. Ein Freund von mir arbeitet gleichzeitig mit mir in dem Lager dieser Firma. Ab und zu beschießen wir uns dann mal gegenseitig mit dem Tacker, natürlich nur so, dass es ungefährlich bleibt. Klingt kindisch - ist es auch. Aber es macht Spaß.

Und es lockert das Ganze ein wenig auf. Wenn man sich dann noch über andere Leute, die auch als Aushilfe arbeiten, lustig macht, ist alles vorbei. Wir bevorzugen zum Beispiel einen anderen Schüler, der mehrere Tage mit dem selben Pullover rumgelaufen ist. Dazu seine Baggy-Jeans, eine Wintermütze auf dem Kopf, darüber die Kapuze vom Pullover - und schon haben wir den nächsten Eminem. Jedes mal wenn wir jetzt an ihm vorbeigehen muss er sich Sachen anhören wie "Ey yo, what up? Wie läuft's auf der 8 Mile?"

Auch hart hat es ein Mädchen getroffen, dass beim Gehen eine so komische Körperhaltung annimmt, dass man tatsächlich den Eindruck bekommt, sie sei ziemlich eng mit einer Ente verwandt. Jedes mal wenn sie jetzt also an uns vorbeiläuft imitiert mein Freund den Laut der Enten. Begriffen hat sie es allerdings noch nicht.


Was lernen wir daraus?

Mit der richtigen Motivation und dem richtigen Mix aus Lockerheit und Arbeit macht auch ein harter Job Spaß. Und immer schön die Euro-Zeichen im Hinterkopf behalten.

Mittwoch, 13. August 2008

Technik, die Begeistert

Der technische Fortschritt der letzten Jahrzehnte ist unglaublich. Wir haben Handys die mehr können als Computer vor 5 Jahren und Autos die praktisch schon von alleine Fahren können, so kommt es einem zumindest nach der aktuellen VW Werbung vor. All diese technischen Errungenschaften sollen uns das Leben leichter machen. Sollen. Tun sie aber nicht immer. Ich weiß nicht ob es Murphy ist der alles sabotiert oder es einfach nur Pech ist aber ich glaube es steckt ein Plan dahinter, dass technische Gerätschaften generell Kaputt sind.

Ich habe mir vor geraumer Zeit ein Surround- Sound System gekauft. War Super. DVD gucken wurde zum Erlebnis. Jetzt hatte ich mein Bett und den Fernseher umgestellt und es ergab sich das ich Luxus mäßig einen Fernseher genau vor dem Bett hatte. Es war Klasse. 4 Wochen lang. Dann ging dummerweise der Surround- Sound-Modus der Anlage kaputt. Garantie Fehlanzeige. Jetzt habe ich 2 Lautsprecher um mein Bett verteilt die nicht funktionieren. Welcome Back, good old Stereo-Sound. Das kann mein Fernseher übrigens auch.

Nicht aber das es dabei bleibt. Wir sind vor 4 Jahren Umgezogen und pünktlich 3 Jahre später gingen Backofen und Spülmaschine kaputt. Beide von der selben Firma. Garantie? 2 Jahre. Dankeschön. Ersatzteile? Nicht lieferbar. Ihr Schweine!
Das kann doch wirklich kein Zufall sein. Ich habe langsam den Verdacht das die großen Bosse der Konzerne das extra machen, um ihre „Geschäftsreisen“ mit ihren „Nichten“ zu finanzieren.

Natürlich hat auch der Durchschnitts- Deutsche keine Ahnung von all dem, da 99,9% der Weltbevölkerung nun einmal nicht Elektronik- Ingenieure sind. Was also tun. Als erstes wird also mal pseudo-schlau nachgesehen. Stecker ist drin. Erste Maßnahme bei nicht offensichtlichem Defekt: Stecker raus und wieder rein stecken. Entweder es funktioniert oder nicht. Wenn es tatsächlich helfen sollte, hat dies dem Ego geholfen, auch wenn man absolut keine Ahnung hat, was das Problem war. Wenn allerdings nichts passiert, ist das Problem groß.
Die Frage ist sowieso warum ein Teil, welches 2 Jahre wunderbar funktioniert hat, auf einmal nichts mehr tut. Wenn ich eine Bowlingkugel auf den Boden lege und sie dort 2 Jahre liegen lasse, kann ich sicher sein, dass diese Bowlingkugel dort nach 2 Jahren auch noch liegen wird. Wenn dann ein Loch im Boden ist, habe ich wenigstens einen Anhaltspunkt was passiert ist, aber diesen Anhaltspunkt hat man nicht. Es gibt keinen Hinweis was kaputt ist. Wenn man dann noch keine Ahnung von nichts hat, und davon jede Menge heißt es nur Neu kaufen.

Wenn es allerdings möglich ist, einen Defekt zu reparieren, hat man scheinbar Glück gehabt. Scheinbar. Doch was wenn an deinem 1992er VW Polo die Lichtmaschine kaputt ist? Der Mechaniker deines Vertrauens sagt dir einen Preis und du bezahlst den Preis, weil du weiterhin in sitzender Position durch die Welt fahren willst, da du eben faul bist. So ziemlich 80% der Leute würden jeden Preis auch einfach so bezahlen, denn ganz ehrlich: Wer weiß denn Bitteschön den Weltmarktpreis für Lichtmaschinen eines 1992er VW Polos? Das dich die Reparatur und die Beschaffung der Ersatzteile im Nachhinein mehr gekostet hat, als dein Auto eigentlich Wert ist, ist das Resultat des perfiden Planes der Konzern Bosse.

Schön ist wenn man Leute kennt die „Ahnung“ von Technik haben. Die kann man dann anrufen und um ihre Hilfe bitten. Diese Freaks haben dann antworten die keiner versteht und bei denen man sich fragt, woher so so etwas wissen.

Technik Freak: Mach mal an und wieder aus!
Ich: Hab ich schon. Klappt nicht!
Technik Freak: Zieh mal den Stecker und stecke ihn wieder rein!
Ich: Hab ich schon. Klappt nicht!
Technik Freak: Hmm.. Panasonic sagst du? Drücke mal 7, OK, Reset und Power für 6,5 Sekunden und furze 3 mal bei Licht nach Süd-Osten!
Ich: Genial. Super, klappt wieder.

Mittwoch, 6. August 2008

Sturmfrei

Wer findet es nicht toll? Immer wenn die Ferien anfangen hört man von irgendwelchen Freunden oder weniger beliebten, aber halt akzeptierten Mitmenschen, dass sie mal wieder sturmfrei haben. Die erste Aussage geht dann in die Richtung:

"Ööööeeeeyy Party bei dem und dem!"

Ich habe jetzt auch seit Samstag sturmfrei, bis übernächsten Samstag. Das wusste ich schon seit Januar ungefähr. Die ganze Zeit über hab ich mich darauf gefreut. 2 Wochen alleine zu Hause. Tun und lassen was man will. Alles ganz tolle Vorstellungen.


1. Alles kommt anders


Man stellt es sich toll vor. So lange schlafen wie man will, keiner weckt einen. So lange und so viel Party machen wie man Bock hat. Halt das normale Leben, nur mit einer noch größeren Portion von Freiheit. Man kann wirklich alles irgendwie gestalten wie man möchte, alles genießen.


2. Als man denkt.


Scheiße ist nur, dass man, wenn man an "sturmfrei" denkt, nicht an die Sachen denkt, die auf einen zukommen. Man muss ja wirklich ALLES selber machen. ALLES. A-L-L-E-S.

Gut, ich hab noch den Vorteil, dass meine Freundin hier wohnt. Die hilft ja doch mal und macht mir einiges leichter.

Trotzdem. Man muss selber kochen. Nicht, dass das schlimm ist. Aber JEDEN TAG. Und abwaschen muss man auch jeden Tag. Die eigene Wäsche muss auch selber gewaschen, aufgehängt und gebügelt werden. Ganz zu schweigen davon, wie viel Arbeit es ist, ein Haus komplett sauber zu halten.


Da wird einem erst klar..


..wie viel Arbeit die Mutter so hat. Es gibt ja so Momente, wo man sich fragt, warum man jetz etwas machen muss, was die Mutter eigentlich auch selber machen könnte. Mittlerweile merke ich aber, dass ich grundsätzlich, wenn ich mit dem Essen machen, abwaschen usw. fertig bin, pünktlich so gegen 16 uhr, totmüde bin.

Woran das liegt?
Fragt doch mal eure Mutter.