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Donnerstag, 26. Juni 2008

Fieber

Moin People!

Aus aktuellem Anlass hab ich mich mal dazu entschlossen, ein wenig über das Fieber zu schreiben. Nicht über das Fieber, an das ihr vermutlich zuerst denkt.

Wie die meisten von euch vermutlich mitgekriegt haben, spielen im Moment in Österreich und der Schweiz ein paar Mannschaften um eine gewisse Europameisterschaft. Mittlerweile ist eines der beiden Halbfinalspiele gelaufen, Deutschland im Halbfinale und meine geliebte Spanien-Truppe auf dem Weg da hin. So hab ich mir das zumindest vorgestellt.

Aber ich will hier nich den Turnierverlauf schildern. Den hier muss ich aber trotzdem noch loswerden:

OHNE HOLLAND, FAHR'N WIR JETZ NACH WIEN!
OHNE HOLLAND, FAHR'N WIR JETZ NACH WIEN!

Danke.

Nun zu dem anfangs bereits erwähnten Fieber.

Bin ich der einzige, dem das auffällt, oder ist die gesamte Stimmung in Deutschland einfach traumhaft in Zeiten solcher großen Fußballturniere?

Man erinnere sich zurück an die Zeit, in der Deutschland noch in der Qualifikation um einen Platz bei der EM kämpfte. Kein Auto mit einer deutschen Fahne an der Fensterscheibe. Nicht einmal unter den türkischen Mitbürgern. Keine endlosen Reihen völlig sinnlos hupender Autos. Keine Menschen die sich aus den Fenstern selbiger lehnen und Sachen schreien wie:

"DEUTSCHLAND!! DEUTSCHLAND!!"
oder
"OOOOOH-OH-OH-OH-OH-OOOOOOOOOOOOH!!"

Leute auf der Straße laufen rum wie immer. Kaum ein Lächeln in einem der zahllosen Gesichter. Von einer Fahne von Deutschland auf die Wange geschminkt nicht das geringste Anzeichen.

An dieser Stelle solltet ihr mal aus einem Fenster auf die Häuser in eurer Nachbarschaft gucken. Ich sehe Flaggen ohne Ende, sowohl an den Häusern als auch an den Autos. Die Leute auf der Straße laufen lächelnd durch die Gegend, als hätte jeder von ihnen 6 Richtige im Lotto in der Tasche. Man trägt Trikots der Nationalmannschaft, T-Shirts mit Aufschriften wie "SCHLAAAAAND" oder "GERMANY". Auf den Köpfen die eine oder andere Mütze, die an Till Eulenspiegel erinnert, natürlich in den Farben der deutschen Mannschaft.

Deutschland ist im Fußballfieber.

Richtig lustig wird's aber erst abends, nach den Spielen Deutschlands. Da wird einem guten Beobachter erst klar, was dieses Fieber bedeutet.

Wie ein Werbespot so schön sagt: "Ganz Deutschland liegt sich in den Armen."

Bei jedem Tor. Menschen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben, fallen sich in die Arme. Menschen, die durch das Bier im Blut kaum noch laufen können rennen auf die Straßen, elegant wie Gazellen, schreiend wie Bären und fröhlich wie Kleinkinder an einem Tag, der Weihnachten, Ostern und den eigenen Geburtstag vereint.

Auch hier wird deutlich, wie multikulturell Deutschland eigentlich ist. Spanier laufen nach dem Sieg im Portugiesen-Viertel in Hamburg feiern, Türken benutzen ihre BMW's als Linienbusse und fahren mit dem ganzen Clan auf dem Wagen spazieren, Italiener beschweren sich über die Schiedsrichter, Holländer bilden einen Autocorso aus Wohnmobilen.

Hab ich jemanden vergessen? Ach ja, die Engländer. Die sitzen weinend und mit der Dose Bier und der Tüte "Fish&Chips" zu Hause und verfluchen vermutlich alle Beteiligten der Nationalmannschaft.

Naja, man kann halt nicht alles haben.

Die Weisheit der Woche also: Genießt das Fieber, falls ihr es noch nicht habt, lasst euch anstecken und verschließt es ganz tief im Herzen. Sonntag ist das Finale, danach geht der Ernst des Lebens wieder los.

Vielleicht muss das Fieber ja in die Verlängerung und zum Elfmeterschießen antreten.

Mittwoch, 18. Juni 2008

Berlin, liebe Genossen!

Berlin. Die Hauptstadt. Prenzlauer Berg. Ehemals ein Problem Viertel der Stadt ist es nun ein Szene Stadtteil. Erinnerte mich sofort ein bisschen an Paris. Mehrstöckige Häuser welche dicht gedrängt an der Straße stehen. Kleine Läden und Cafè's an den Straßen strahlen ein gewisses Flair aus. In Mitten dieser schönen Szenerie steht dann unser quietsche-gelbes Hotel! Gut, es passte sich zumindest von der Höhe in die Umliegenden Gebäude ein aber es stach- ein wenig- heraus.

Auch in der Nacht erinnerte mich dieser Teil der Stadt etwas an Paris. Zumindest an das, wie ich mir immer vorgestellt habe, wie Paris bei Nacht möglicherweise ist, war ja noch nie dort. Es ist auf den Straßen des Prenzlauer Berges immer etwas los. Nachts 3 Uhr. Da laufen mehr Menschen herum als auf jedem Dorf -Fest in Meck-Pomm. Immer etwas los. Die Leute kriechen aus den U-Bahn Schächten wie die Regenwürmer wenn es regnet. Die Verkehrteilnehmer fahren auch immer wie die Geisteskranken und die Bars sind voll, ebenso wie diejenigen, die in den Bars sitzen.

Klingt an sich schon irgendwie nach Highlife in Dosen dort. Mich hat jedoch etwas gestört. Szene-Viertel. Bars und Cafès mit Menschen drin, die auf jeden Fall auffallen. Dennoch sieht es dort doch etwas herunter gekommen aus. Überall Graffiti und demolierte Parkbänke und Scheiben. 2 U-Bahn Stationen weiter der Alexander Platz. Ein Bahnhof von einem Bahnhof. Rolltreppen, Bahnsteige, Gänge. Riesengroß. Der Vietcong wäre Stolz. Die U-Bahn Stationen unter unserem Hauptbahnhof sind nicht so groß wie hier. Da kommt die Frage auf wie denn der Hauptbahnhof aussieht!?
Die Antwort. Größer! Unser Hauptbahnhof in Hamburg besitzt auf jedem Gleis die Bezeichnungen A-D. Dort geht das bis G. Auf jedem Gleis. Über geschätzte 6 Etagen. Einfach groß.

Aber Berlin hat ja nicht nur Bahnhöfe. Nein. Die Merkel ist ja auch da. Gut, die hab ich jetzt nicht gesehen – ist auch nicht so tragisch – aber ihr Büro habe ich schon gesehen. Ein Palast aus Beton, Stahl und Glas. An sich schön anzusehen, es gab nur einen Haken. Ich saß auf einem Kahn der Spree-Fahrt Klasse und durfte mir anhören, wie die „Meike“ versucht lustig zu sein. Noch etwas was mir aufgefallen ist. Berliner versuchen lustig zu sein. Als erstes – sie sind es nicht! Es haben Leute geschlafen, es gibt dafür Beweise, während die „Meike“ erzählt hat. Wieso ich nicht? So durfte ich mir anhören, wie Löcher in Häusern etwas mit dem Haushaltsloch zu tun haben oder warum Leute wie von einer Brücke gucken. Ich erinnere mich an auch noch an andere Szenen wo der Berliner Humor versucht hat, mein Seele zu perforieren, aber die möchte ich nicht wiedergeben.

Wieso ich das nicht früher gewusst habe? Die Mauer. So schlecht war die gar nicht. Sie tut dem Stadtbild von Berlin nur nicht so gut. Schöne Spree Promenade. Dazwischen Plattenbau und Stahlskelette von irgendwelchen Genossenbüros. Abwechselnd stehen dort als Plattenbau, Glastempel der Regierung und Historisches Denkmal. Alte Gebäude stehen viele in Berlin. Mag man gar nicht glauben wenn man Bilder aus der Mitte des 20. Jahrhunderts anschaut. Dennoch sehr schön. Es gibt auch viele Parks. Das fand ich persönlich Super. Freie Flächen wo es möglich war, sich Gesellschaftlich einzugliedern. Haben wir auch gleich gemacht. Der Berliner Akzent. Toll. Wenn Berliner anfangen mal so richtig zu reden versteht der normale Hamburger nichts mehr. Einfach Super. Mein Favorit nach Sächsisch bei den Akzenten des deutschsprachigen Raumes.

Wenn man nur so durch die Straßen schlendert und sich mal umschaut ist Berlin doch wirklich eine aufregende Stadt. Es gibt wirklich viel zu sehen und durch den Akzent der Leute in der Umgebung kommt man sich schon etwas vor wie im Ausland. Der Verkehr ist gewöhnungsbedürftig und es bedarf dringend einer guten Versicherung. Ansonsten hatten wir wirklich viel Spaß in Berlin. Leben will ich aber nicht in dieser Riesen Stadt. Ich bleib in meinem „Dorf“

Dienstag, 10. Juni 2008

Berliner Verkehr und seine Folgen

Juten Tach!

Aus aktuellem Anlass haben wir - das sind Le Pimp und ich - uns dazu entschieden, in der für uns typischen Art und Weise das, was uns in Berlin während unserer Klassenreise aufgefallen ist mal zusammenzufassen.

Freitag, 06. Juni '08, 06:50
Mein Wecker tut das, wofür ich ihn so sehr hasse. Kurz - er weckt mich. Ich steh auf, denk mir warum ich eigentlich aufstehe, wenn Freitag ist. Ich hab doch eigentlich zur Dritten. Als ich die große Reisetasche da stehen seh ist alles aus. Mein Gehirn völlig überfordert. Dann springt die Ampel, an der die Erinnerung an die Klassenreise halten musste, auf grün um und mir fällt ein, dass es ja heute nach Berlin geht.

Berlin. Deutschlands Hauptstadt. Langsam kommt Freude auf.
Die dann aber auch wieder verschwindet, als wir am abgemachten Treffpunkt stehen und unser Bus 20 Minuten später kommt. Das geht ja schon mal gut los.

Von der Busfahrt gibt es nicht wirklich was Spannendes zu erzählen. Niemand der nach Mama gerufen hat, keiner der sich übergeben musste. Wir sind ja auch schon groß.

In Berlin dann angekommen fällt mir aber gleich etwas auf, was für die nächsten 3 Tage meines Lebens überlebenswichtig sein wird.

Der Verkehr. Nein, kein Linksverkehr und nein, auch keine Massen an LKW's oder anderen wahnsinnig genervten Verkehrsteilnehmern. Die Art, wie man am Verkehr teilnimmt ist einfach anders. Sicher, man fährt hier Auto und Fahrräder haben sie hier auch. Aber die Benutzung ist doch etwas anders. Direkt vor unserem Hotel ist eine Ampel. Da achtet kein einziger Fußgänger drauf, ob die rot ist oder doch grün. Die latschen wann sie wollen.

Hier fahren Fahrradfahrer so knapp zwischen Autos durch oder an ihnen vorbei, dass ich mich wundere, dass die Autos in Berlin Seitenspiegel haben.

Aber das war alles noch akzeptabel. Ich kann mich schnell an sowas gewöhnen, und falls mich doch mal einer von den verrückten Fahrradfahrern anfahren würde, wär das auch nich der Weltuntergang. Ist ja nur ein Fahrrad.

Schlimm wird's bei den Autofahrern. Am selben Abend saßen wir in der Nähe von unserem Hotel auf einer Bank, gemütlich mit einem Bier in der Hand. Bis dann ein Auto so schnell an uns vorbei fuhr, dass ich fast mein Bier fallen ließ, was schon etwas heißen soll.

Ist ja kein Thema. Raser gibt's überall. Aber Raser, die über eine Kreuzung fahren, bei etwa Tempo 90, wobei die Ampel auch noch rot ist, sind doch eher selten. Außerdem war dies die Ampel, von der ich vorher geschrieben habe, dass da die Fußgänger nach Lust und Laune die Straßenseite wechseln.

Da fragt man sich doch schonmal, was hier falsch läuft.

Schließlich hab ich mir mal vorgestellt, was passiert wäre, wenn da einer aus unserer Klasse grade in dem Moment über die Straße gerannt wäre. Wir waren ja alle nicht mehr ganz nüchtern. Vorher durften unsere Eltern ein Formular unterschreiben, was aussagte, dass sie einverstanden waren, wenn man uns im Falle von einem zu hohen Alkoholgehalt im Blut auf eigene Kosten nach Hause schickt.

Zurück zu meiner Idee. Irgendjemand von uns wird böse über den Haufen gefahren. Bei 90 km/h. 12 Umdrehungen in der Luft. Blut überall auf der Straße. Knochenbrüche. Krankenwagen. Polizei. Das volle Programm.

Am Unfallort wird festgestellt, dass unser Mitschüler gut angetrunken war.

Gehört das zum eben erwähnten Alkoholmissbrauch?

Wird dieser arme Junge also nur kurz von der Straße aufgekratzt, so gut wie nötig zusammengeflickt und in die nächste Bahn nach Hause gesetzt und verpasst letztlich wegen einem verrückten Raser die am Ende doch sehr coole Klassenreise?
Und das alles nur, weil man auf Berlins Straßen die Sau rauslassen kann als Auto- bzw. Radfahrer?

In diesem Sinne mein Beitrag zur Klassenreise: Berlin '08 - Det is' vaaboooten!

Mittwoch, 4. Juni 2008

Pilot will ich werden!!!

Pilot, Feuerwehrmann oder Astronaut. Alles Berufe, die ein Kind mal werden will. Zumindest jeder Junge. Ohne Ausnahme! Kaum sieht er ein Feuerwehrauto, will er Feuerwehrmann sein. Erblickt er aber ein Flugzeug am Himmel, schmeißt der allgemeine kleine Junge seinen Traum über Bord und will Pilot werden. Durch die Lüfte fliegen, hoch über den Wolken. Das soll es sein. Das setzt sich dann in den Kopf eines Jungen fest bis zu dem Zeitpunkt, an dem er einen Astronauten sieht. Ins Weltall fliegen, schwerelos sein. Da ist Pilot werden ganz schnell wieder Out.
Ich wäre als kleines Kind auch einer von diesen Jungs gewesen die seine Berufswahl häufiger änderten als seine Unterwäsche, wenn nicht Mama da ein Auge drauf gehabt hätte.

Mädchen sind da auch nicht besser. Sie wollen einen Tante Emma Laden, Tierärztin werden - ohne sich darüber im klaren zu sein, dass dies nicht bedeutet den ganzen Tag Kaninchen zu streicheln - oder Krankenschwester. Jeder kennt das.
Und jeder sagt sich gut, dass war ein mal!

Von wegen!!! Sind wir mal ehrlich. Es hat sich doch wenig geändert. Wir träumen doch immernoch davon mal irgendwas cooles zu machen, womit man Geld verdient oder berühmt wird. Man[n] will auch wie Tom Cruise mit einem Jet unter dem Arsch die Sau raus lassen. Die Frauen träumen immer noch davon mal eine tolle Hochzeit zu feiern mit dem Unterschied, dass sie Heute Jude Law heiraten wollen. Das ist unrealistisch. Sagen wir es wie es ist. Jude Law ist Schwul!

Ständig begegnen einem Personen, die man gerne sein will. Meist im Fernsehen. Sind die da nicht alle toll? Mit einem Ferrari durch Miami rasen und dabei ganz geschickt Booten ausweichen. Das will ich auch. Geheimagent im Auftrag... Naja, nicht im Auftrag der Bundeskanzlerin. Da wäre mir mein Leben doch zu Schade. Oder Rennfahrer. Autorennspiele kann ich wunderbar. Kann ja in echt nicht viel schwieriger sein. Was ich nicht schon alles werden wollte. Erst kürzlich habe ich mir vorgenommen Scheckbetrüger zu werden. Leonardo Di Caprio kann das doch auch. Und der ist mal mit der Titanic untergegangen. Mittlerweile hab ich mir überlegt - bin ja reifer geworden -, dass der Plan doch nicht so gut ist.
Ich bleib bei dem Ziel Millionär. Das bietet auch mehr möglichkeiten.

Es ist also irgendwie doch schön zu sehen, dass wir immer noch träume haben. Nur sind wir mittlerweile Clever und realisieren das aus den meisten Träumen wenig werden kann. Wer will denn schon Jude Law!?

Montag, 2. Juni 2008

Das tut weh!!



Wir haben doch auch Gefühle!!! *schnief*