Moin Folks!
Zuerst einmal - wie geht's euch? Genießt ihr die Schule wieder? Genießt ihr es, morgens aufzustehen, rauszugucken und zu merken, dass absolutes Scheißwetter herrscht und es auch total kalt ist? Ich hasse das. Ich mag den Herbst und den Winter einfach nicht. Vor allem die Kälte. Ich hasse es, wenn mir kalt ist. Bei kaltem Wetter möchte ich am liebsten vor'm Kamin sitzen und nichts tun. Einfach nichts. Nur da sitzen und mich entspannen.
Was tat ich gestern Abend stattdessen?
Richtig, ich ging in's Stadion und guckte das Spiel HSV gegen VfB Stuttgart. Wie einige von euch merken, war gestern nicht Samstag oder Sonntag. Richtig, es war Mittwoch. In der Bundesliga kam mal wieder die Zeit der Englischen Woche. Das heißt, dass die Spiele am Dienstag und Mittwoch sind. Anpfiff 20:00.
Ich meine, ich will mich ja nicht beklagen. Ich geh gerne in's Stadion und freu mich auch immer wieder da zu sein. Aber 20:00? Nein, mir ist das nicht zu spät. Es ist ja nicht so, dass ich um halb 8 in's Bett gehe. Aber 20:00? Zu dieser Zeit ist an einem Abend gegen Ende Oktober draußen absolut nichts Schönes. Vor allem das Wetter nicht.
Es war einfach nur kalt. Wir hatten angeblich 6°. Angefühlt hat sich das Ganze wie -10°. Man ist das doch auch nicht mehr gewohnt. Seit April ist das Wetter eigentlich ganz angenehm. Es wird von Monat zu Monat wärmer. Toll.
Aber nein, ich sitze bei 6° im Stadion.
Doch das Wetter war nicht die einzige Sache, die mich gestern Abend genervt hat. Wenn man in's Stadion geht, geht man meistens dahin um das Spiel zu verfolgen. Oder um sich zu besaufen. Gestern war aber eher ein Spiel, das ich verfolgen wollte. Ein relativ interessantes Spiel. Viele Torchancen waren's nicht, aber die paar, die es gab, haben gereicht. Alles in Allem ein recht gutes Spiel.
Der Abend wäre auch rundum so gewesen. Wäre ich nicht umgeben von Leuten gewesen, die jede kleinste Szene dieses Spiels bis ins kleinste Detail analysieren mussten um anschließend zu ihrem Nachbarn zu sagen, dass das ja völlig scheiße war und sie selbst das eh besser gemacht hätten.
Da drängen sich mir vier Fragen auf.
1.) Wenn der das so toll kann, warum steht er dann nicht bei gefühlten -10° in kurzer Hose auf dem Rasen und spielt Fußball?
2.) Hat der überhaupt selber schonmal auf einem Platz gestanden bzw. überhaupt jemals einen Ball am Fuß gehabt?
3.) Muss der seine weibliche Nachbarin damit beeindrucken, was er für ein Hengst ist, in dem er sich für den nächsten Günter Netzer des ZDF oder ARD hält? (Tut mir leid, ich habe keine Ahnung für welchen Sender Netzer arbeitet.)
...und die vierte und für mich wichtigste Frage:
4.) Warum kann der Penner nicht einfach seine Schnauze halten???
Es ist ja nicht so, dass ich dem was Böses will. Aber es ist auch nicht so, dass diesr Typ sich auf seine weibliche Nachbarin beschränkt. Nein. Meistens versucht er, mit erhobener Stimme, die ganze Sitzreihe davon zu überzeugen, was er doch für ein Held ist. Wozu? Für wen hält er sich? Was hat dieser Typ Wichtiges oder Interessantes, das ihn in irgendeiner Form für meinen gechillten Fußballabend im Stadion bedeutsam macht?
Nichts.
Und doch muss ich mir das anhören. Das Schlimme an der ganzen Sache ist ja, dass der Typ in Wirklichkeit gar keine Ahnung hat. Wenn er bestimmte Spieler bei jeder möglichen Situation kritisiert, nur weil er diese Spieler nicht leiden kann, wird's ganz schlimm. Bei einer noch so schweren Aktion, die dem Spieler leider missglückt, wäre er natürlich der perfekte Ersatz für ihn gewesen. Wenn man den so hört klingt es fast so, als sei ER der eigentliche Spieler und der da unten auf dem Rasen nur sein Ersatz, der nur zum Einsatz kommt, weil dieser Günter-Netzer-Verschnitt das Spiel für sein Date absagen musste.
Und doch muss ich es mir anhören. Ich kann dem ja schlecht sagen, dass ich ihm gleich meine Brezel in's Maul stopfe, wenn er nicht aufhört zu reden, so dass er nicht mehr in der Lage ist zu reden.
Gewalt ist keine Lösung. Das sollten wir uns einfach merken. Denn ich habe den Abend überstanden ohne ihn anzumachen. Geduld brauch man dafür allerdings eine Menge.
Donnerstag, 30. Oktober 2008
Fußball
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Freitag, 24. Oktober 2008
Politik- Gesellschaft- Wirtschaft(-skrise)
Zuerst, muss ich mich entschuldigen. Normalerweise versuchen wir wirklich unsere Kolumne rechtzeitig zu posten, nur leider hab ich das diese Woche leider nicht geschafft. Zum einen, da mir irgendwie die Inspiration fehlte, zum anderen, weil mein Computer kaputt war. Das alles klingt nach Ausreden, mir aber egal. Warum ich das alles erzähle fragt ihr euch? Nun, genau genommen habe ich immer noch keine wirkliche Idee was ich schreiben könnte. Deswegen versuche ich gerade möglichst viel Schwachsinn zu schreiben, damit ich die mir selbst auferlegte Grenze von einer Seite überhaupt erreiche...
Zurück zum Thema... Wäre jetzt zumindest eine gute Überleitung. Im Moment passiert aber auch wirklich wenig was mich bewegt. Die Finanzkrise wäre ein Thema. Darüber könnte ich, GMK Leistungskurs sei dank, eine Menge erzählen, nur habe ich den Eindruck, das eben dieses Thema niemanden interessiert. Obwohl es wirklich jeden etwas angeht. Benzin wird billiger. Das freut jeden. Natürlich wird es dann billig, wenn ich gerade getankt habe. „Macht ja nichts!“, denkt man sich. Die 2 bis 3 Cent. Von wegen, es waren 12 Cent. Unglaublich.
Ein anderes Thema wären die Präsidentschaftswahlen in den USA. Aber was soll ich dazu sagen? John McCain gegen Barack Obama.. Alter Sack gegen John F. Kennedy 2.0. John McCain hat einfach strategische Fehler gemacht. Sarah Palin als mögliche Vize-President. Mal ehrlich. Die Frau ist Gouverneurin von Alaska. In Alaska leben kaum Menschen, so wenige, dass sie ihre Bürger eigentlich mit Vornamen kennen sollte. Außerdem hats ie bereits mit Bravour bewiesen, dass sie keine Ahnung zur Wirtschafts- und Außenpolitischen Fragen hat. Und das zu Zeiten der Wirtschaftkrise. Politisch gesehen sind auch ihre im Internet Kursierenden Nacktfotos auch nicht sonderlich förderlich. Gesellschaftlich sind diese Fotos jedoch durchaus wertvoll. Politikerinnen sind nicht immer fett und haben kurze Haare.
Was war denn noch so in den letzten Tagen los. Jaah... *grübel*... Achja. Stichwort: Reich-Ranicki. Der 88 jährige Literaturkritier hat in der letzten Woche mal so ordentlich auf die Kacke gehauen. Zur Vorgeschichte: Marcel Reich-Ranicki ist Literaturkritiker. Gehört zu den angesehensten seiner Art und sollte vorletzte Woche den Deutschen Fernsehpreis für sein Lebenswerk erhalten. Den lehnte er jedoch ab und bezeichnete das Fernsehen als Witz und Blödsinn. Moderator der Veranstaltung Thomas Gottschalk versuchte die Situation zu retten und lud Reich Ranicki zu einer Aussprache ein. In dieser erklärte er sein Verhalten. Seien wir ehrlich. Der Kerl hat doch recht. Als ich letztens in die Fernsehzeitung schaute, wurde mir klar was für eine Scheiße, und vor allem wie viel davon, bei uns im Fernsehen läuft. „ Der Auswanderer Coach“. Erst gibt es ein Jahr lang Sendungen über Leute die auswandern und jetzt erklärt das Fernsehen wie es richtig geht. Ironie? Niemals. Auch Sendungen über bekloppte Kinder werden langsam wirklich langweilig. „Bauer sucht Frau“. Ich kenne niemanden der das guckt. Wenn doch, ab jetzt nicht mehr.
Es ist tatsächlich so, dass das Fernsehen immer mehr für blöde ist und das Niveau sinkt. Eine Sendung die für mich früher immer noch wenigstens etwas „Tiefgang“ hatte war „Die Sarah Kuttner Show“ Und was ist passiert? Nach 1 Jahr abgesetzt. Warum? Nicht weil es zu wenig Zuschauer gab sondern weil es nicht ins Konzept passte. Stattdessen sind unsere Dauerwerbesender mit Musik Unterbrechung voll von Reality Shows und Jamba Klingeltönen. Es gab Zeiten, ich habe es mir bestätigen lassen, da wurde auf Partys MTV angemacht um für Musik zu sorgen. Stelle sich das jemand Heute vor. Die Musik ist noch da, allerdings auch die Laute Stimme die sagt:“ Für „So What“wähle R25, für „Closer“ wähle R26...“ Lustig wird es sicherlich, wenn Ranicki das Internet entdeckt. Wenn der herausfindet wieviel schwachsinn es dort gibt, bekommt der einen Herzinfakt.
So, etwas geschrieben hab ich ja nun doch. Wir haben dabei immerhin 3 Themen behandelt. Und ich hab meine Seite voll geschrieben. Wenn ihr Themen habt, zu denen wir etwas schreiben, sollen, blöd oder nicht, dann postet sie in die Comments. Wir machen alles für Geld....
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Freitag, 17. Oktober 2008
"Nicht meine Abteilung."
Stellt euch folgende Situation vor:
Ihr seid bei einem größeren Fachwarengeschäft für Elektronikwaren. Ihr sucht etwas.
Diese Läden sind zwar sortiert. Aber nach einem System sucht man vergebens. Und übersichtlich sind die meistens auch nicht. Entweder sind manche Schilder erst sichtbar, wenn man direkt vor ihnen steht, oder sie hängen völlig schief in der Halterung. Ob das durch einen wütenden Kunden entstanden ist oder einfach mit der Inkompetenz einiger Mitarbeiter zu erklären ist weiß keiner so genau.
Ihr sucht also wie blöd nach beispielsweise einem neuen CD-Laufwerk für euren PC. Ihr betretet also den Elektromarkt eures Vetrauens und versucht kurz euch einen groben Überblick zu verschaffen. Hier liegt die Betonung auf "versucht", "kurz" und "groben". Man möchte ja nicht planlos durch den meistens riesigen Laden rennen. Deshalb wäre meistens auch eine Himmelsrichtung mit einem Kompass in der Hand relativ hilfreich.
Aber funktioniert das? Kriegt man durch kurzes Umgucken nach Betreten des Ladens eine Ahnung wo man hinmuss? Ok die Klugscheißer unter euch werden "JA" sagen. Aber dass ich nicht nach links renne, wenn dort Waschmaschinen stehen, ich aber immernoch auf der Suche nach einem CD-Laufwerk bin, leuchtet selbst mir ein.
Meistens wird aus diesem "groben" Überblick nichts. Ich glaube aber, dass das System ist. Nein, ich weiß es. Man rennt planlos durch diesen enormen Laden und sucht nach dem CD-Laufwerk. Unterwegs kommt man dannmeistens auch noch am DVD-Regal vorbei.
Ich habe es noch nie geschafft, nicht kurz vor dem DVD-Regal stehen zu bleiben. Ich schaffe es einfach nicht. Nicht, dass ich ernsthaft darüber nachdenken würde, eine DVD zu kaufen. Ich informiere mich halt, welche Filme gerade neu auf DVD rausgekommen sind und somit in besserer Qualität im Internet erhältlich sind.
Auf legalem Weg natürlich.
Hat man dann das DVD-Regal passiert, gelangt man in die Abteilung für Videospiele. Welcher Junge kommt daran vorbei ohne eine Pause von geschätzten 20 Minuten einzulegen? Keine Chance.
Hat man dann auch das zweite Hindernis überwunden und ist schließlich auch wirklich in Sachen CD-Laufwerk fündig geworden steht man da wie eine 18-jähriger zum ersten Mal auf dem Kiez.
So viel Auswahl. Alles glitzert und scheint. Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Und erst recht nicht, welches man davon kaufen sollte. Die unterscheiden sich doch eh kaum, außer im Preis. Ich denke mir also, bevor ich unnötig mehr bezahle, obwohl ich die gleiche Qualität für weniger Geld kriege, frage ich jemanden.
JETZT GEHT'S RICHTIG LOS.
"Entschuldigung? Ich suche ein CD-Laufwerk, welches können Sie mir da empfehlen?"
- "Tut mir leid, da kenne ich mich nicht aus, das ist nicht meine Abteilung. Wenden Sie sich mal an meinen Kollegen da hinten."
Dieser Kollege ist komischerweise von 20 Kunden umzingelt. Ist das der einzige Mitarbeiter aus der Abteilung oder was ist das für ein Scheiß??
Was bleibt mir übrig, ich stelle mich dazu. Als ich dann drankomme und den ebenfalls auf das von mir gesuchte CD-Laufwerk anspreche kommt eine Antwort, die ich irgendwo her kenne.
"Tut mir leid, mit CD-Laufwerken kenne ich mich nicht aus. Fragen sie mal den Mann da hinten."
Dabei zeigt er auf den Kollegen, der mich komischerweise gerade zu ihm geschickt hab.
Verarschen die mich?
Egal. Irgendwann ist dann doch einer für mich zuständig. Als ich ihn dann frage, welches er mir empfehlen kann, zeigt er mir natürlich das teuerste in dem gesamten Regal. Merkwürdig nur, dass jeder Verkäufer, der mir ein Produkt empfiehlt, dieses Produkt auch selber zu Hause hat und vollkommen zufrieden damit ist.
Bin ich der einzige, dem Sie das immer sagen, oder geht es euch genauso?
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Mittwoch, 8. Oktober 2008
Die hohe Kunst des Frühstücks
Es ist 7.00 Uhr morgens und ich bin wach. Ich wurde wie immer von der selben sanften Stimme des Radiomoderators aus dem Schlaf genervt. Es ist Montag und die Woche fängt wie immer an. Verschlafen. Ich habe eigentlich nicht wirklich Lust aufzustehen, muss es aber, weil es von mir verlangt wird. Der schmutzige Teller von dem ich den Kuchen vorgestern gegessen hatte, steht immer noch genau an der Position, an der ich ihn den Abend zuvor aus dem Bett heraus abgestellt hatte. Ich geh also ins Bad und tue, was getan werden muss. Ich muss morgens duschen. Es ist eine Notwendigkeit. Nicht weil sich möglicherweise Körpergeruch breit macht, sondern weil ich sonst nicht wach werde. Verlässlichen Studien zu Folge bin ich sonst an meinem Arbeitsplatz, der letzten Reihe in einem der Klassenräume der Schule, viel zu müde um dem Unterricht folgen zu können.
Ich habe also geduscht, notdürftig das wichtigste in meinen Rucksack geschmissen und komme unten in der Küche auf der Suche nach Nahrung an. Ich gehe wie üblich erstmal zum Radio und schalte es ein. Wie immer die selben dämlichen Werbungen. Und wie jedes mal kommt der Aufmacher für das TV-Total Spezial um 7:50 welches ich noch nie hören konnte, da ich zu dieser Zeit schon auf dem Weg zur Schule bin. Als ich in der Küche ankam hatte ich Hunger. Frühstück ist mir persönlich sehr wichtig. Generell ist bei mir die Nahrungsaufnahme wichtig. Dies hat auf der einen Seite den Grund, dass ich, wenn ich es unterließe zu essen, sterben würde und auf der anderen Seite den, dass es mich entspannt.
Nebenbei stellt sich mir die Frage, wie es manche Leute schaffen, sich morgens in der Woche das große Frühstück zu bereiten. Ich persönlich bin eindeutig ein Fan der amerikanischen Variante mit den Pfannkuchen, den Spiegeleiern und dem Bacon mir ist jedoch völlig schleierhaft wie ich morgens die Zeit für so etwas finden soll. Früher aufstehen ist natürlich keine Option...
Ich gehe in Richtung Speisekammer um mir die Toastpackung zu holen. Ich muss feststellen das kein Toast mehr da ist. Esse ich eben Brot. Zu blöd ist allerdings nur, dass der Brotkorb aus dem ich das Toast holen wollte, leider auch keine Spuren von Brot aufweist. Cool wie Chuck Norris bringt mich diese Tatsache jedoch nicht aus der Fassung, auch nicht zu dieser frühen Stunde. Ich mache mir einfach eine Schüssel Müsli. Wie ich fand, eine clevere Idee. Ich holte mir Schüssel, Löffel, Milch und das Müsli. Natürlich waren all die Verstecke meiner Mutter für diese Gegenstände so weit weg voneinander, dass ich wie ein kopfloses Hühnchen durch die Küche irrte um mir mein Utensilien zusammen zu suchen. Als ich alles zusammen hatte, schon leicht genervt, packte ich das Müsli aus, schaufelte es affenartig und sehr hygienisch mit der Hand aus der Verpackung in die Schüssel und schraubte die Milch auf. Sofort kam mir ein säuerlicher Geruch entgegen. Die Milch war abgelaufen.
Nun stand ich da also, mit stinkender Milch in der Hand, einer gefüllten Schüssel Müsli auf dem Tisch beim versuch, den Würgereiz zu unterdrücken. Wie McGyver hatte ich jedoch einen Plan. Aufbackbrötchen. 1 Minute später, nach dem Entsorgen der Milch, musste ich feststellen, das die Idee vom vorigen Abend, sich auf die schnelle noch etwas zu essen zu machen, äußerst fatale Konsequenzen nach sich zog. Es gab nichts zu essen. Ich guckte in den Kühlschrank. Kein Joghurt, kein Pudding. Nicht einmal einen Schokoriegel gab es noch. Nun war der Tag im Arsch. Mittlerweile war es natürlich auch schon 7:40 und ich musste los. Ich gehöre leider auch nicht zu der Gattung von Mensch welche die Zeit kacken, also hatte ich nicht einmal mehr die Option mir unterwegs etwas zu essen zu kaufen. Eine Aussichtslose Situation. Ich packte meine Sachen, streife lustlos meine Jacke über und fahre mit dem Fahrrad los. Hungrig mit knurrendem Magen. Zum Glück regnet es nicht. Ich fahre also weiter und sehe auf der anderen Straßenseite eine Bäckerei. „Bäckerei und Konditorei Labig“.
Den Kuchen in meinem Zimmer hatte ich völlig vergessen....
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Donnerstag, 2. Oktober 2008
Die (unglaublich harte) Suche
Hallo meine Freunde! (Oder die, die glauben, es zu sein.)
Jeder von euch hat bestimmt schon einmal darüber nachgedacht. Und in einem gewissen Alter kommt man zwanghaft in die Situation. Irgendwann ist es einfach so weit. Der Moment gekommen. Der Zeitpunkt perfekt. Und auch sonst stimmt alles.
Man sucht nach seinem ersten Auto.
Die meisten unter euch werden sich nach einem Gebrauchtwagen umsehen.
Klingt ganz nett. In Zeiten des Internets ist man nur wenige Klicks von den Gebrauchtwagen entfernt.
Und diese Auswahl. VW, Mercedes, BMW, rot, schwarz, grün, neon-orange, 2-Türer, 4-Türer, Schaltung, Automatik, ESP, ABS, Airbag, gar keine Sicherheit oder was man auch sonst haben will - man kriegt es. Natürlich mit den finanziellen Hintergründen.
Gefunden ist ein gutes Auto also relativ schnell, wenn man nicht grad wählerisch ist.
Doch was dann?
Bei jedem Händler können gefahren lauern. Ist das Auto nicht Scheckheftgepflegt hat man nicht einmal eine Garantie, ob der Wagen tatsächlich nur 80.000 km gefahren ist oder vielleicht doch 175.000.
Sind irgendwelche Schäden nur schnell behoben worden? Oder ist der Wagen tatsächlich unfallfrei? Und warum kauft man eigentlich bei "Hakan Cars" ein Auto? Dem Ölauge möchte ich im Dunkeln nicht begegnen, woher weiß ich also, dass das alles stimmt, was der mir erzählt?
Und überhaupt, wie sieht's mit Garantie aus? Händler können eine Garantie umgehen, indem sie ein Auto "Im Kundenauftrag" verkaufen.
Da sieht man es. An allen Ecken lauert der Beschiss. Und wer will schon ein Auto fahren, was möglicherweise bei 120 auf der Autobahn in der Mitte durchbricht?
Ich jedenfalls nicht.
Wenn man dann einen Wagen gefunden hat und den Händler für glaubwürdig hält, wird's erst richtig witzig.
Ich bin noch einen Schritt davor. Ich hatte einen schönen Golf IV bei'm Audi-Zentrum in Rahlstedt gefunden. 2 Tage später ruf ich da an.
"Schön guten Tag, Daniel Cobelas, ich wollte mich mal nach dem Golf IV erkundigen."
"Tut mir leid, gestern Abend verkauft."
Also, findet ihr ein Auto, was euern Vorstellungen entspricht, und kommt euch auch sonst alles seriös und glaubwürdig vor - greift zu.
Das ist wie beim Geburtstagskuchen mit der gesamten Familie. 20 Personen sind eingeladen, der Kuchen gibt aber nur 12 Stücke her.
Was macht man?
Genau, 2 Stücke auf den Teller legen und sofort reinhauen.
Beim Auto ist es ähnlich, nur dass ihr euch nicht sofort 2 kaufen solltet.
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