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Dienstag, 10. Juni 2008

Berliner Verkehr und seine Folgen

Juten Tach!

Aus aktuellem Anlass haben wir - das sind Le Pimp und ich - uns dazu entschieden, in der für uns typischen Art und Weise das, was uns in Berlin während unserer Klassenreise aufgefallen ist mal zusammenzufassen.

Freitag, 06. Juni '08, 06:50
Mein Wecker tut das, wofür ich ihn so sehr hasse. Kurz - er weckt mich. Ich steh auf, denk mir warum ich eigentlich aufstehe, wenn Freitag ist. Ich hab doch eigentlich zur Dritten. Als ich die große Reisetasche da stehen seh ist alles aus. Mein Gehirn völlig überfordert. Dann springt die Ampel, an der die Erinnerung an die Klassenreise halten musste, auf grün um und mir fällt ein, dass es ja heute nach Berlin geht.

Berlin. Deutschlands Hauptstadt. Langsam kommt Freude auf.
Die dann aber auch wieder verschwindet, als wir am abgemachten Treffpunkt stehen und unser Bus 20 Minuten später kommt. Das geht ja schon mal gut los.

Von der Busfahrt gibt es nicht wirklich was Spannendes zu erzählen. Niemand der nach Mama gerufen hat, keiner der sich übergeben musste. Wir sind ja auch schon groß.

In Berlin dann angekommen fällt mir aber gleich etwas auf, was für die nächsten 3 Tage meines Lebens überlebenswichtig sein wird.

Der Verkehr. Nein, kein Linksverkehr und nein, auch keine Massen an LKW's oder anderen wahnsinnig genervten Verkehrsteilnehmern. Die Art, wie man am Verkehr teilnimmt ist einfach anders. Sicher, man fährt hier Auto und Fahrräder haben sie hier auch. Aber die Benutzung ist doch etwas anders. Direkt vor unserem Hotel ist eine Ampel. Da achtet kein einziger Fußgänger drauf, ob die rot ist oder doch grün. Die latschen wann sie wollen.

Hier fahren Fahrradfahrer so knapp zwischen Autos durch oder an ihnen vorbei, dass ich mich wundere, dass die Autos in Berlin Seitenspiegel haben.

Aber das war alles noch akzeptabel. Ich kann mich schnell an sowas gewöhnen, und falls mich doch mal einer von den verrückten Fahrradfahrern anfahren würde, wär das auch nich der Weltuntergang. Ist ja nur ein Fahrrad.

Schlimm wird's bei den Autofahrern. Am selben Abend saßen wir in der Nähe von unserem Hotel auf einer Bank, gemütlich mit einem Bier in der Hand. Bis dann ein Auto so schnell an uns vorbei fuhr, dass ich fast mein Bier fallen ließ, was schon etwas heißen soll.

Ist ja kein Thema. Raser gibt's überall. Aber Raser, die über eine Kreuzung fahren, bei etwa Tempo 90, wobei die Ampel auch noch rot ist, sind doch eher selten. Außerdem war dies die Ampel, von der ich vorher geschrieben habe, dass da die Fußgänger nach Lust und Laune die Straßenseite wechseln.

Da fragt man sich doch schonmal, was hier falsch läuft.

Schließlich hab ich mir mal vorgestellt, was passiert wäre, wenn da einer aus unserer Klasse grade in dem Moment über die Straße gerannt wäre. Wir waren ja alle nicht mehr ganz nüchtern. Vorher durften unsere Eltern ein Formular unterschreiben, was aussagte, dass sie einverstanden waren, wenn man uns im Falle von einem zu hohen Alkoholgehalt im Blut auf eigene Kosten nach Hause schickt.

Zurück zu meiner Idee. Irgendjemand von uns wird böse über den Haufen gefahren. Bei 90 km/h. 12 Umdrehungen in der Luft. Blut überall auf der Straße. Knochenbrüche. Krankenwagen. Polizei. Das volle Programm.

Am Unfallort wird festgestellt, dass unser Mitschüler gut angetrunken war.

Gehört das zum eben erwähnten Alkoholmissbrauch?

Wird dieser arme Junge also nur kurz von der Straße aufgekratzt, so gut wie nötig zusammengeflickt und in die nächste Bahn nach Hause gesetzt und verpasst letztlich wegen einem verrückten Raser die am Ende doch sehr coole Klassenreise?
Und das alles nur, weil man auf Berlins Straßen die Sau rauslassen kann als Auto- bzw. Radfahrer?

In diesem Sinne mein Beitrag zur Klassenreise: Berlin '08 - Det is' vaaboooten!

1 Comments:

SlickRick hat gesagt…

Alles arme Irre da!!!