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Mittwoch, 30. Juli 2008

Mangelnde Konzentration

Ich sitze vor dem Computer mit der Gewissheit etwas schreiben zu müssen. Es ist Mittwoch. Eigentlich hätte ich meine Kolumne schon vor Tagen schreiben sollen aber unbekannte Macht trieb mich dazu dies immer wieder zu verschieben. Vielleicht war es auch einfach nur Einfallslosigkeit die in meinem Hinterkopf dafür sorgte, dass ich es verdrängte mir Gedanken über ein mögliches Thema zu machen. Als meine Ferien anfingen habe ich mir voller Enthusiasmus einen neuen Block gekauft mit der Absicht ihn mit brillanten und messerscharf recherchierten Kolumnen zu füllen. Dieser Block liegt jetzt seit geschlagenen 2 Wochen auf meinem Nachttisch. Leer mit einem Stift oben drauf.

Was hat mich abgehalten? Jeden Morgen sehe ich diesen Block da liegen. Jeden Morgen erinnere ich mich daran, das ich etwas schreiben muss oder es mir zumindest vorgenommen habe. Doch ich habe es nie getan. Es ist natürlich nicht so, dass ich nie darüber nachgedacht hätte, was ich schreiben könnte, denn das habe ich sehr wohl, nur bin ich nie zu einem Ergebnis gekommen. Immer hat mich etwas abgelenkt. Man sucht dann ja immer nach Ausreden warum man irgendetwas nicht erledigt hat. Es war aber auch wirklich warm die letzten Tage. Und die Kopfschmerzen sind auch erst seit heute wieder weg.

Der Schlüssel zum Erfolg ist bekanntlich die Konzentration. Doch fehlt mir diese Konzentration an manchen Tagen einfach, sodass ich mich mit manchen Dingen einfach nicht beschäftigen kann. Gerade schon wieder. Ich dachte gerade darüber nach wie ich weiter schreiben könnte. Anstatt mich als mit Prädikaten und Subjekten und einem meiner grausamen Satzkonstruktionen zu beschäftigen fragte ich mich, was denn draußen vor dem Haus so penetrant piept. Es war ein Laster gegenüber – ich habe nachgesehen.

Multitasking bei Männern der Generation 2.0

Ich habe mich noch nie wirklich auf etwas konzentrieren können. Schon immer sind meine Gedanken parallel bei etwas anderem gewesen. Schon wieder denke ich über etwas völlig irrelevantes nach. Über etwas, dass wirklich gar nichts mit dem Verfassen dieser Kolumne zu tun hat. Ich habe darüber nachgedacht, ob dieses Paralleldenken etwas mit Multitasking zu tun hat. Ich denke schon. Spätestens seit der Erfindung der ersten Echtzeit–Strategiespiele sind Männer ebenfalls in der Lage, die Grundvoraussetzungen zum Multitasking anzuwenden. Natürlich simpler als bei Frauen und bestenfalls dreigleisig aber in der Lage dazu. Ist dies nun ein Problem der Generation 2.0? Schreib ich also bin Ich? ... Ich schweife ab...

Ist es nun also ein generelles Problem der Neuzeit das es Menschen schwerer fällt sich zu Konzentrieren oder liegt es an mir? Bin ich anders? Quatsch, wenn dann bin ich Besonders! Die Tatsache das ich erst heute meine Kolumne schreibe hat wahrscheinlich etwas damit zu tun das ich zu Faul war, mich damit zu beschäftigen. Obwohl,ich hatte wirklich wenig Zeit dazu...