Kleine Kinder sind doof. Nicht im Sinne von „Ich mag keine Kinder“, sondern im Sinne von „Kinder sind einfach scheiße dämlich“.
Wie ihr vielleicht in den letzten Wochen mitbekommen habt, hat die Schule in Hamburg wieder angefangen, was zwangsläufig die Einschulung der neuen Fünftklässler mit sich bringt. Die haben sich natürlich den örtlichen Gegebenheiten angepasst und laufen jetzt nicht wie früher über den Spielplatz der örtlichen Grundschule, sondern durch die Flure meines Gymnasiums.
Dabei ist es den kleinen Scheißern auch egal ob sie damit jemanden stören – und ihr könnt sicher sein, das tun sie. Es wird fangen gespielt. Wie primitiv. Da wir älteren aus unseren Kursen kommend uns meistens in der Pausenhalle treffen, um uns dort einer gepflegten Konversation über die ausschweifende Inkompetenz der Lehrer hingeben, kommt es dort zu einer Art Ballungsgebiet. Soll man glauben, Kinder gehen dann woanders hin. Nein, tun sie nicht. Und wieso? Weil sie dämlich sind. Im Gegenteil, sie machen eine Art Competition daraus, wer am schnellsten zwischen mehreren Gruppen von Oberstufen Schülern, oder wahlweise zwischen einer Gruppe eben dieser und einer Wand, hindurch laufen kann.
So passiert es natürlich nicht selten, dass einer dieser Zwerge einem älteren auf den Sack geht. Wenn wir ehrlich sind waren wir damals nicht besser. Nur haben wir nach 2 Wochen was auf die Fresse bekommen und es gelernt. Das war einmal. Heute bekommt man Morddrohungen wenn man einen auch nur schief guckt. Doch heute war es endlich soweit. Es ist einfach toll, wenn ein kleiner Junge, nennen wir ihn „Peter“, laufend vor seinen Freunden flieht, lachend, nichts ahnend, und im nächsten Moment von einem 1-A, Hulk Hogen-like, Closeline danieder gestreckt wird. Der kleine hat geweint, seine Freunde waren geschockt aber in der zweiten Pause hab ich sie nicht mehr gesehen. Vielleicht haben sie auch nur den Peter im Krankenhaus besucht...
Dieses doch irgendwie freudige Ereignis hat mich jedoch auf das Thema gebracht, über das ich Heute schreiben will. Ich gebe zu, meine kleine Anekdote war vielleicht etwas lang aber unterstreicht das Nachfolgende.
Als kleines Kind ist man blöd. Man muss von seiner Mama täglich aus geschätzten 144 lebensgefährlichen Situationen gerettet werden, denn alles was schwer, spitz, heiß, kalt, zu weit weg, zu hoch oder zu scharf ist, bedeutet potenzielle Gefahr. Kleine Kinder sind einfach nicht in der Lage einzuschätzen was klug und was eher nicht so clever ist. Jede Mutter wird sich jetzt denken „Was ist das denn für ein Arschloch, mein Kind ist sehr begabt! Es ist 13 Monate alt und hat heute zum ersten Mal gewunken!“
Ich bin völlig enthusiastisch.
Sobald das Kind seine ersten Schritte macht wird allgemein geglaubt, der kleine hätte etwas auf dem Kasten. Dem ist aber nicht so. Ich meine, er kann Sprechen aber man versteht kein Wort und er sabbert sich selber an. Im Grunde ein bisschen wie alte Menschen, nur eben süßer und am anderen Ende des Kreises. Einige mögen jetzt argumentieren, „Babys können davon gar nichts. Weder laufen, noch sprechen oder winken.“ Stimmt, aber von denen erwartet das auch niemand. Wenn kleine Kinder schreien versucht man ihnen zu zuhören um auch nur ein Wort zu verstehen. Wenn Babys schreien kann man das getrost ignorieren.
Außerdem können kleine Kinder, wenn sie dann etwas älter sind, auch nicht schlüssig argumentieren.
Mama: Ess deinen Teller auf oder es gibt kein Sandmännchen!
Ich: Das nennt man Erpressung.
Mama: Nein, das nennt man Konsequenz.
Elter scheuen sich auch nicht, ihren Kindern lügen zu erzählen. Bestes Beispiel Socken.
Mama: Wenn du nicht artig bist, dann musst du ohne Socken ins Bett!
Wann habt ihr eigentlich gemerkt, dass ihr jeden Abend eure Socken vor dem ins Bett gehen auszieht, habt aber trotzdem befolgt was Mama gesagt hat?
Schön sind auch so völlig dämliche Argumentationen der Eltern, die im Geiste eines 4 Jährigen völlig plausibel sind.
Papa: Es gibt kein Fernsehen mehr heute Abend!
Ich: Och Mann, warum denn nicht?
Papa: Weil es regnet.
Ich als gescheites kleines Kind war damals natürlich wesentlich Cleverer. Vor Ostern habe ich immer meine Schuhe sauber geputzt vor die Tür gestellt und am nächsten Morgen war er bis oben hin mit Schokolade gefüllt. Ich hatte natürlich den Schuh ganz genau beobachtet um sicher zu gehen, bis auf natürlich die 9 Stunden, in denen ich geschlafen habe. Wie gesagt, gescheit wie ich war, bin ich zu meiner Mama:
Ich: Mama, hast du irgendjemanden an meinen Schuhen heute Nacht gesehen.
Mama: Nein mein Schatz, ich habe geschlafen. Da war nur der Osterhase.
Ich: Hab ich es doch gewusst!
Natürlich habe ich auch keinen Verdacht geschöpft, als der Inhalt meines Schuhs dem glich, was der Supermarkt um die Ecke gerade im Angebot hatte.
Kleine Kinder sind aber auch in anderer Hinsicht blöd. Sie klauen. Kleine Kinder tun dies aber mit einer anderen Motivation als Erwachsene. Sie klauen es nicht, weil sie es brauchen, sondern weil es andere brauchen oder weil es interessant aussieht. Wie oft habt ihr als ihr klein wart, Dinge von euren Eltern geklaut von denen ihr erstens sicher wart, dass niemand es merken würde und zweitens nicht einmal wusstet, wofür sie überhaupt gut waren?
Ihr seht also, kleine Kinder sind wirklich dämlich, aber wir waren alle mal so. Trotzdem hat Peter das verdient....
Mittwoch, 10. September 2008
Kleine Kinder sind dumm!
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

2 Comments:
Peter is der geilste :D
und abends kein fernsehen mehr :D
hahaha
dany
hahaha nich schlecht geschrieben ;)
erinnert mich auch an diese kleinen schei* kinder die immer gegen den ranzen laufen -.-
naja haha geil :D
steffi
Kommentar veröffentlichen