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Samstag, 22. August 2009

Inglourious Basterds - Kino Review


Der neue Kinofilm von Starregisseur Quentin Tarantino („Pulp Fiction“, „Kill Bill“) hört auf den Namen Inglourious Basterds. Und so „nett“ wie sich der Filmtitel anhört, so liest sich auch die Liste mit der Besetzung: Brad Pitt, Christoph Waltz, Til Schweiger, Diane Kruger, Daniel Brühl, Mélanie Laurent. Das eine Besetzung mit vielen großen Namen nicht immer einen guten Film nach sich ziehen ist bekannt, doch um es vorweg zu nehmen: Der Film ist ein weiterer Geniestreich Tarantinos! Die Kriegsfilm Farcè wird von keinem der Schauspieler dominiert und trotzdem zeigen alle eine gute schauspielerische Leistung.

Der Film ist unterteilt in 5 Kapitel und dauert insgesamt gut 2 ½ Stunden, die jedoch nicht zu langgezogen wirken, sondern irgendwie doch in den Film passen. Kurz zur Story: Die Inglourious Basterds sind eine Spezialeinheit der Alliierten, welche über dem von Nazis besetzten Frankreich abgesetzt werden und dort für ordentlich Stimmung sorgen – hauptsächliche verängstige unter den deutschen Soldaten. Ihr Anführer Lt Aldo Raine (Brad Pitt) fordert von jedem seiner Soldaten 100 Naziskalps. Ich sage nur soviel: Ob er sie wirklich bekommt wird nicht direkt klar, aber mit Skalps sind wirkilch Skalps gemeint und deren Beschaffung wird auch gezeigt. Wobei wir schon bei der schon beinahe überzogen, lächerlichen Gewalt in „Inglourious Basterds“ sind. Es wird wirklich so gut wie alles gezeigt. Für Menschen von zimperlichem Gemüt ist dieser Film eindeutig nichts. Tarantino geht für mich nach Kill Bill noch einen Schritt weiter. Warum der Film eine USK 16 Zulassung bekommen hat, ist mir ein wenig schleierhaft. Hauptsache die Killerspiele werden Verboten!

Zurück zu den Schauspielern. Tarantino selber sagte in einem Spiegel-Interview erst vor kurzem, dass es für ihn keinen Sinn macht, in einem Weltkriegsfilm nur englischsprachige Schauspieler zu besetzen. Diese Entscheidung war meines erachtens genau die richtige. Christoph Waltz, wahrscheinlich in der Rolle seines Lebens, spielt den Gegenspieler der Basterds Hans Landa. Diese spielt er mit einer perfektion, dass ihm der Preis beim Film Festival in Cannes hoffentlich die Tore zu einer Oscar Nominierung bringt. Auch die anderen deutschsprachigen Schauspieler Daniel Brühl und Til Schweiger wissen in ihrer Rolle zu überzeugen. Gerade der „german Brad Pitt“, wie Til Schweiger in den USA auch genannt wird, wirkt wie für diese Rolle gemacht. Gerade in der ersten Hälfte des Films stiehlt er dem „echten“ Brad Pitt beinahe die Show. Schweiger spielt den Nazi- Kollaborateur Hugo Stiglitz (Übrigens eine Hommage an den gleichnamigen mexikanischen Regisseur und Schauspieler), welcher die Aufmerksamkeit der Bastards auf sich zieht, weil er hohe SS Offiziere ermorderte. Kurzerhand wird er engagiert und... sagt eigentlich kaum etwas. Trotzdem muss ich zugeben, dass Til Schweiger für meine Begriffe endliche mal in einem internationalen Film eine richtig coole Sau spielt. Zu Brad Pitt ist eigentlich nicht viel zu sagen. Spielt wie die Trailer bereits verraten den Anführer der Basterds und macht dabei eine, wie soll’s auch anders sein, eine wie immer gute Figur. Das Ende des Films ist... nunja, schaut es euch an. Von mir eine absolute Empfehlung an alle, die einen festen Magen haben.

9/10 Sternen!