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Mittwoch, 8. Oktober 2008

Die hohe Kunst des Frühstücks

Es ist 7.00 Uhr morgens und ich bin wach. Ich wurde wie immer von der selben sanften Stimme des Radiomoderators aus dem Schlaf genervt. Es ist Montag und die Woche fängt wie immer an. Verschlafen. Ich habe eigentlich nicht wirklich Lust aufzustehen, muss es aber, weil es von mir verlangt wird. Der schmutzige Teller von dem ich den Kuchen vorgestern gegessen hatte, steht immer noch genau an der Position, an der ich ihn den Abend zuvor aus dem Bett heraus abgestellt hatte. Ich geh also ins Bad und tue, was getan werden muss. Ich muss morgens duschen. Es ist eine Notwendigkeit. Nicht weil sich möglicherweise Körpergeruch breit macht, sondern weil ich sonst nicht wach werde. Verlässlichen Studien zu Folge bin ich sonst an meinem Arbeitsplatz, der letzten Reihe in einem der Klassenräume der Schule, viel zu müde um dem Unterricht folgen zu können.

Ich habe also geduscht, notdürftig das wichtigste in meinen Rucksack geschmissen und komme unten in der Küche auf der Suche nach Nahrung an. Ich gehe wie üblich erstmal zum Radio und schalte es ein. Wie immer die selben dämlichen Werbungen. Und wie jedes mal kommt der Aufmacher für das TV-Total Spezial um 7:50 welches ich noch nie hören konnte, da ich zu dieser Zeit schon auf dem Weg zur Schule bin. Als ich in der Küche ankam hatte ich Hunger. Frühstück ist mir persönlich sehr wichtig. Generell ist bei mir die Nahrungsaufnahme wichtig. Dies hat auf der einen Seite den Grund, dass ich, wenn ich es unterließe zu essen, sterben würde und auf der anderen Seite den, dass es mich entspannt.

Nebenbei stellt sich mir die Frage, wie es manche Leute schaffen, sich morgens in der Woche das große Frühstück zu bereiten. Ich persönlich bin eindeutig ein Fan der amerikanischen Variante mit den Pfannkuchen, den Spiegeleiern und dem Bacon mir ist jedoch völlig schleierhaft wie ich morgens die Zeit für so etwas finden soll. Früher aufstehen ist natürlich keine Option...

Ich gehe in Richtung Speisekammer um mir die Toastpackung zu holen. Ich muss feststellen das kein Toast mehr da ist. Esse ich eben Brot. Zu blöd ist allerdings nur, dass der Brotkorb aus dem ich das Toast holen wollte, leider auch keine Spuren von Brot aufweist. Cool wie Chuck Norris bringt mich diese Tatsache jedoch nicht aus der Fassung, auch nicht zu dieser frühen Stunde. Ich mache mir einfach eine Schüssel Müsli. Wie ich fand, eine clevere Idee. Ich holte mir Schüssel, Löffel, Milch und das Müsli. Natürlich waren all die Verstecke meiner Mutter für diese Gegenstände so weit weg voneinander, dass ich wie ein kopfloses Hühnchen durch die Küche irrte um mir mein Utensilien zusammen zu suchen. Als ich alles zusammen hatte, schon leicht genervt, packte ich das Müsli aus, schaufelte es affenartig und sehr hygienisch mit der Hand aus der Verpackung in die Schüssel und schraubte die Milch auf. Sofort kam mir ein säuerlicher Geruch entgegen. Die Milch war abgelaufen.

Nun stand ich da also, mit stinkender Milch in der Hand, einer gefüllten Schüssel Müsli auf dem Tisch beim versuch, den Würgereiz zu unterdrücken. Wie McGyver hatte ich jedoch einen Plan. Aufbackbrötchen. 1 Minute später, nach dem Entsorgen der Milch, musste ich feststellen, das die Idee vom vorigen Abend, sich auf die schnelle noch etwas zu essen zu machen, äußerst fatale Konsequenzen nach sich zog. Es gab nichts zu essen. Ich guckte in den Kühlschrank. Kein Joghurt, kein Pudding. Nicht einmal einen Schokoriegel gab es noch. Nun war der Tag im Arsch. Mittlerweile war es natürlich auch schon 7:40 und ich musste los. Ich gehöre leider auch nicht zu der Gattung von Mensch welche die Zeit kacken, also hatte ich nicht einmal mehr die Option mir unterwegs etwas zu essen zu kaufen. Eine Aussichtslose Situation. Ich packte meine Sachen, streife lustlos meine Jacke über und fahre mit dem Fahrrad los. Hungrig mit knurrendem Magen. Zum Glück regnet es nicht. Ich fahre also weiter und sehe auf der anderen Straßenseite eine Bäckerei. „Bäckerei und Konditorei Labig“.
Den Kuchen in meinem Zimmer hatte ich völlig vergessen....

1 Comments:

DC17 hat gesagt…

gott sei danke habe ich dieses problem nicht. ich habe morgens nämlich absolut null zeit zum frühstücken und seh es auch nicht ein, früher aufzustehen. ;)