Das Olympische Motte kennt jedes Kind: „Dabei sein ist alles!“. Es ist eine große Ehre bei dem größten Sportereignis der Welt mitwirken zu dürfen, vielleicht sogar Geschichte zu schreiben, während die Bewohner der Erde ihren Blick auf einen werfen. Und trotz dieses Motto’s sieht man in enttäuschte Gesichter.
Aber wer kann es den Athleten auch schon verübeln. Da hat man schon einmal die Chance in die Geschichtsbücher einzugehen, gibt sein bestes, und schafft es nicht. Man hat versagt und ist enttäuscht. Ich persönlich hasse es enttäuscht zu werden. Eigentlich nicht nur, weil ich dann meist nicht das bekomme was ich will, sondern eher weil ich weiß, dass dieses Problem von mir ausgeht. Ich habe einfach zu viel erwartet. Natürlich gibt es auch Gegebenheiten in denen man enttäuscht wird ohne etwas dafür zu können. Die meisten Fälle der Enttäuschung sind aber hausgemacht. Meine eigenen von mir formulierten Erwartungen waren einfach zu hoch. Letztendlich bin ich also selber Schuld. Das ist deprimierend – denn das ist die (oder der!?) Wahrheit. Wir erstellen also einmal kurz ein Fazit. Wenn ich enttäuscht bin, dann bin ich meistens selber Schuld. Blöde Sache.
Ich hasse Lotto. Warum? Es hat mich enttäuscht. Vor gar nicht so langer Zeit gab es bei Lotto Deutschland 28 Millionen Euro zu gewinnen. Ich habe mir natürlich einen Lottoschein gekauft und hatte dabei ein gutes Gefühl. Es fühlte sich in etwa so an, wie einem kleinen weinenden Mädchen einen Lolli zu schenken, damit sie sich freut und lacht. Nicht das ich soetwas schonmal gemacht hätte. Ich hab erstens nie Lollis dabei und zweitens würde ich den nie einem kleinen Mädchen geben, damit sie aufhört zu weinen. Ich würde ihn selber essen und die Mama fragen, ob sie nicht einmal etwas gegen das geschreie unternehmen will, bevor es die Leute anfängt zu stören. Ich habe mich gefreut wie 4 Italiener auf 3 Vespas und cool wie Don Johnson als er noch cool war. Wenn ich gewinne, dann hab ich etwas für meine Zukunft getan. Ich setzte mich also Samstagabend vor den Fernseher, sah die Lottozahlen und war enttäuscht. Gerade mal 3 Zahlen hatte ich auch. Nicht in einem Kästchen natürlich, dass wäre ja noch erträglich gewesen. Die Zahlen waren doch so gut gewesen. Das waren Super-Zahlen. Ganz grandiose Zahlen. Ich warf den Lottoschein enttäuscht weg.
Nicht das soetwas vorhersehbar ist. Die Chancen im Lotto zu gewinnen liegen wahrscheinlich bei Eins zu 4 Trillionen oder so und trotzdem hatte ich daran geglaubt. Hatte überlegt was ich mir kaufen würde, ein tolles Leben erwartet und wurde enttäuscht. Dämliches Lotto. So ähnlich geht es mir aber nicht nur beim Lotto. Auch Filme haben die eigenart, angekündigt total beschissen zu sein und trotzdem guckt man sich die Filme an um schlussendlich festzustellen, dass alle recht hatten – der Film ist beschissen. Videospiele nicht ausgenommen. Ich hatte mir ein Spiel gekauft und mich vorher darüber informiert. Einige Käufer sprachen von Problemen bei der Installation oder im Spiel. Ich hatte natürlich erwartet das MIR soetwas nicht passiert. Warum auch? Wir sprechen immerhin von MIR. Hat 2 Tage gedauert bis ich das spiel spielen konnte, ich hatte Probleme bei der Installation.
Aber woran liegt es, dass wir zu viel erwarten und dann enttäuscht werden ohne wirklich daraus zu lernen? Ich habe keine Ahnung, aber die Frage könnt ihr euch ja jetzt auch mal stellen. Hat es sich gelohnt diese Kolumne zu lesen, obwohl wir doch alle wissen, dass dieser Blog höchstens Drittklassig ist und es durchschnittlich mal gerade 5 Leute am Tag auf diese Seite schaffen, von denen 2 die beiden Autoren hier sind? Die Antwort könnt ihr ja mal in der Umfrage wiederspiegeln. Zurück zum Thema. Trotzdem aber kommen stetig 5 Leute auf diese Seite und ich habe mir sagen lassen, dass einige davon sogar mal lesen was hier für ein geistiger dünnpfiff verfasst wurde. Ehrlich gesagt, wer jetzt erwartet, dass ich eine Lösung habe, warum wir uns mit unserer Enttäuschung herumschlafen müssen, den muss ich enttäuschen, denn ich habe keine. Tut mir leid...
Mittwoch, 22. April 2009
Wer enttäuscht hier wen?
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2 Comments:
Enttäuschungen sind super! Ich mein, um enttäuscht zu werden brauch man ja erstmal die Hoffnung, dass es klappen könnte. Sonst wäre einem ja alles egal und man hätte gar nichts mehr auf das man sich freut oder das einen begeistert. Also sind Enttäuschungen ein Indikator für Hoffnung und Ziele; wer will sie da noch missen... Und wieso gibt es bei der Umfrage eigentlich die interessante Situation, dass beide gevoteten Punkte 60% haben. Find ich nice.
Können nur wir;)
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