CLICK HERE FOR THOUSANDS OF FREE BLOGGER TEMPLATES »

Freitag, 1. Mai 2009

Warten macht Spaß!

Es ist der 1. Mai. Die Krawallen sind vorbei. Oder fangen erst an? Keine Ahnung, ich habe heute noch kein Nachrichten gesehen. Ich bin ehrlich zu euch, ich habe keine Ahnung was ich schreiben soll. Zunächst einmal wundert ihr euch sicherlich, warum hier heute 2 Kolumnen stehen. Die Antwort ist, dass wir heute Geburtstag feiern. Ein Jahr almost-weekly. Deshalb heute ein Double Feature. Deshalb machen wir das jetzt wieder gut... obwohl, warum eigentlich? Die Seite heißt almost-weekly. ALMOST! So gut wie...

Ich schreibe trotzdem. Diesesmal aber nicht zu einem bestimmten Thema oder einer aktuellen, weltbewegenden Aktualität sondern etwas zu meiner Woche und was mich bewegt hat. Seit Anfang der Woche gab es für mich nur ein „Highlight“ in dieser Woche. Vorerst. In viele Religionen und Kulturen gibt es Ritualien und Bräuche, die einen Mann zu MANN machen. Die jüdische Bar Mitzwa ist dafür so ein Beispiel. Oder die Tatsache das Jungen im Regenwald in Südamerika von Türmen Bungee Jumping machen, mit keiner Sicherung außer einer selbst angefertigten Liane die als Seil dient. Wer das überlebt ist ein Mann. In Deutschland ist es die Musterung. Auch hier: Wer das überlebt ist ein Mann. Da musste ich am Mittwoch hin. Ein Freund von mir war am Dienstag dort und wurde Ausgemustert. Warum? Er würde es nicht zugeben aber letztendlich weil er zu viel gezockt hat. Ich also um 6:45 da hin gefahren. Alleine die Tatsache, dass in der Nähe der Rothenbaumchaussee das Kreiswehrersatzamt ist, weiß, wohin unsere Steuergelder fließen.

Ich gehe zur Anmeldung, auf die Toilette und darf dann ersteinmal in einem Wartezimmer platz nehmen. 15 min. später werde ich dann zu einer netten Dame ins Büro gerufen und darf dort ersteinmal bestätigen das Ich auch wirklich Ich bin und den Grund nennen wieso ich denn hier bin. Äußerst dämliche Frage wie ich finde, schließlich wurde mir schriftlich Mitgeteilt, dass wenn ich meine Testikel nicht am 29. April um 8 Uhr dahin bewege, strafrechtlich verfolgt werde. Ich also freundlich geantwortet: „ Wollts‘ mir hier mal angucken!“ Nach 10 Minuten mit weiteren Fragen durfte ich dann nach oben gehen und mich dort doch bitte umziehen. Shorts, T-Shirt und Latschen. Ich also los und merke schnell: „Jop, du hast deine Shorts vergessen!“ Nun gut, ich also in Shirt und Boxershort meine Sachen gepackt, komm gerade auf den Flur, da kommt schon eine Frau auf mich zu die mich gleich in eine Tür mir der Aufschrift „LABOR“ zerrt. In leicht militärischem Ton sagt sie zu mir:

Ärztin: Sachen dort hin legen und dann hier auf die Waage!

Ich: Okey... Ach wiegen also. Eigentlich möchte ich das gar nicht wissen.[lieb lächelnd]

Ärztin: Ich werde es Ihnen trotzdem sagen.

Ich: Herzlichen Dank.[leicht verwirrt]

Ärztin: Okey, gerade stehen bleiben, wir werden nun Ihre Größe messen.

Ich: Wo denn?[Als ich mir das ausdachte hielt ich das für lustig]

Ärztin: Dort an der Wand.[Den hatte sie nicht ganz verstanden] Oke. Sie sind 1,74 und wiegen 69,8 Kilo. Jetzt brauchen wir noch eine Urinprobe von Ihnen. Diesen Becher bitte, dort in der Toilette, viel Spaß!

Ich: Ähm.. Ich war aber gerade auf Klo.[PANIK!]

Ärztin: Können sie nicht lesen? An der Tür zur Toilette steht extra, dass sie erst zum Arzt müssen.

Ich: Doch kann ich, ich habs aber nicht gesehen.[DAFÜR SEH ICH NICHT SCHEIßE AUS DIE DUMME NUSS!!!]

Ärztin: Nun, dass ist dann wohl nun ihr Problem.

Ich: .. schl***e.. [ gaaaanz leise]


Die nette Dame zeigt auf die Tür und ich gehe hinein. Ich habs dann auch tatsächlich recht schnell hinbekommen und durfte danach dann wieder im nächsten Warteraum Platz nehmen. Dort saßen wir dann mit ca. 10-15 Männern in Boxershort und T-Shirt und waren alle wirklich nicht begeistert bei dem Gedanken daran, was noch kommen würde. Irgendwann wurde die Stimmung dann etwas lockerer und die ersten fingen an sich gegenseitig „Arschwitze“ zu erzählen, während mir ein Lied nicht aus dem Kopf gehen wollte. „Finger im Po, Mexiko....“ hallte es durch meinen Kopf und dieses Lied hat für mein Verständnis nun eine wirklich ganz andere Bedeutung. Feiern werde ich dazu nicht mehr.

Nach ca. 1 ½ Stunden und gefühlten 3 wurde ich dann auch endlich mal aufgefordert mit zum nächsten Arzt zu kommen. Diesesmal sogar freundlich. Nachdem ich dann einen kurzen Hör – und Sehtest gemacht hatte wurde ich dann wieder zurück ins Wartezimmer geschickt. Dort verbrachte ich dann wieder 20 min. bis mich die selbe Dame nochmal zum Arzt holte, der mich dann untersuchte. Kinderkrankheiten, körperliche Beschwerden, Blutdruck – alles wurde untersucht. Dann kam es zu dem Moment vor dem jeder dem die meisten Angst haben. Aber ich sah der Sache Todesmutig ins Auge. „Einmal vorne Frei machen, bitte!“ 2 mal angestubbst und die Sache war vorbei. Danach durfte ich noch komische Turnübungen machen bis ich mich dann wieder anziehen durfte und wieder zurück in Wartezimmer Nummer 1 gehen sollte. Dort wartete ich erneut 20 Minuten bis mir dann mein Ergebnis mitgeteilt wurde. T2. Wehrdienstfähig mit Einschränkungen. Muss ich wohl verweigern. Schade. Späßchen Herr Schäuble, mach ich natürlich nicht. Für mein Land und so!!!

Als nächstes war der Psychotest an der Reihe. Nach Wartezimmer Nummer 3 wurde ich dann kurz befragt und durfte dann einen Computertest machen. Den habe ich dann insgesamt auch gut bestanden. Wo das ein Psychotest war weiß ich nicht genau aber ich habe wohl bestanden. Um 11:36 durfte ich dann gehen. Ich war noch schnell auf der Toilette und dieses mal viel mir das Schild auf. „Wenn sie zur Musterung hier sind, müssen sie erst zu ärztlichen Untersuchung!“ Hoppla. Insgesamt war ich 4 Stunden da, hab 3 Stunden gewartet und nichts davon gehabt. Musterung ist eine tolle Sache. Männlicher komm ich mir irgendwie auch nicht vor.

Was war diese Woche denn noch so? Achja, Sport! UEFA Cup Halbfinale. Werder Bremen gegen den Hamburger SV. HSV hat gewonnen. Tolle Sache. Vor dem Spiel bin ich allerdings der Neugier erlegen. Seit Wochen frage ich mich, was denn bitte „twitter“ sein soll. Ich habe nachgeschaut und es endlich begriffen. Hier der Link zu meinem Twitter Profil. Noch eine Web 2.0 Applikation die ich nicht auf dem laufenden halten kann...

1 Comments:

Anonym hat gesagt…

Sehr schön geschrieben! Super