Montag, 21. Dezember 2009
Avatar (Movie) - Review
Ich habe ihn gesehen. In 3D. Gestern Abend. Zu Beginn muss möchte ich ersteinmal etwas verkünden: Ich liebe 3D. Ich denke ich werde eine Ode an dieses Stück Technik schreiben müssen. Nach diesem Film kommt mir das wirkliche Leben trivial vor. Die Effekte sehen einfach nicht so gut aus. Schade. Zum Film:
Der neue Film von James Cameron, an dem dieser immerhin seit 1995 werkelt, wurde viel gehypt, es wurde viel Werbung gemacht und viel darüber gesprochen. Lohnt es sich fast 3 Stunden in einem Kino zu sitzen, neben Menschen die man möglichweise nicht kennt? Ist der Film wirklich so toll wie die Werbung es verspricht? Nehme ich Popcorn oder Nachos? Die Antwort lautet: „Ja, mit Nachos!“ Nicht das mein Popcorn schlecht war, aber Nachos mit Chemiekäse haben doch etwas für sich. Der Film setzt einfach Maßstäbe was die Technik angeht. Ich persönlich empfehle den Film in 3D zu schauen, denn James Cameron hat Extra auf diese Technik gewartet und sie wunderbar eingesetzt. Ich habe mich tatsächlich dabei erwischt, wie ich nach Dingen gegriffen habe, die für mich eigentlich nur wenige Zentimeter entfernt waren, in Wirklichkeit die Leinwand aber nie verlassen haben. Dass muss für andere ziemlich doof ausgesehen haben, ist im Grunde aber eher beeindruckend. Der Film vermischt reale gedrehte mit animierten Szenen und macht dies so gekonnt, dass einem der Unterschied eigentlich gar nicht auffällt. Zugegeben, teilweise sieht der Film schon etwas aus wie Pocahontas auf Exctasy, da manchmal grelle, leuchtende Farben gewählt wurden, doch in sich wirken die Animationen stimmig und sehen umwerfend aus.
Zum Inhalt an sich gibt es wenig zu sagen. Die Menscheit hat im Jahre 2154 seinen Planeten Erde zerstört und sucht auf dem Planeten Pandora nach dem tollen Rohstoff Unobtainium, welches viel Geld bringt und damit heiß begehrt ist. Eine kleiner Stützpunkt der Menschen, besiedelt durch Wissenschaftler und Militär versucht diesen Rohstoff abzubauen und dabei das dort heimische Volk der Na’Vi zu verstehen. Wie es das Schicksal nunmal möchte, liegt das größe Abbaugebiet an Unobtainium unter dem Omaticaya, dem größten Baum im Wald und Zuhause der Na’Vi. Die Wissenschaftlerin Dr. Grace Augustine, gespielt von Sigourney Weaver , versucht die Na’Vi und deren Verbundenheit zum Wald zu verstehen. Dabei bedient sie sich der „Avatar“- Technik die es ermöglicht, die DNA der Menschen und Na’Vi zu kombinieren und es somit den Menschen erlaubt in den Körper eines Na’vi schlüpfen. Aus diesem Grund ist auch der Querschnittsgelähmte Marine Jake Sully(Sam Worthington) auf Pandora. Er soll seinen Zwillingsbruder ersetzen, welcher zuvor gestorben ist und eigentlich an dem Avatar-Projekt teilnehmen sollte. Der höchste Militär des Stützpunktes fordert Sully inoffiziell dazu auf, die Na’Vi zu infiltrieren, um einen militärischen Schlag gegen die Na’vi vorzubreiteten, während sein eigentlich Auftrag lautet, die Na’Vi zu studieren und mit ihnen in Kontakt zu treten um diese zu einer Umsiedelung zu bewegen. Sully lernt bei seinem Ersten Ausflug gleich die Prinzessin der Na’Vi kennen, nachdem diese ihn aus einer gefährlichen Situation rettet. Sie verlieben sich und sein Auftrag gerät in Gefahr.
Tatsächlich erinnert der gesamte Film an mindestens ein halbes Dutzend weiterer Filme. Um es kurz zu sagen, die Story an sich ist wirklich einfach und nicht wirklich überraschend. Trotzdem lässt es sich Cameron nicht nehmen, eine gewisse Gesellschaftskritik zu äußern und scheut dabei nicht, Leid und Zerstörung zu zeigen. Der Film spiegelt so alles wieder, was die Mennschheit heute bewegt: Klimakrise, Kriege und Gier nach Macht und Reichtum. Hier schafft Cameron durch die Na’Vi eine bessere Zivilisation, die es schafft, mit ihrer Umgebung im Einklang zu leben. Die Erschaffung einer neuen Welt ist James Cameron wunderbar gelungen, seine Charaktere bleiben dabei allerdings ein wenig auf der Strecke. Sie sind, auch aufgrund der lahmen Handlung, zu durchschaubar und gesichtslos. Alles in Allem ist dieser Film jedoch ein Muss für jeden, der auch nur ein bisschen auf Filme steht. Die Technik die hier angewandt wird erschafft eine Umgebung, in die man mit Leichtigkeit hineinfällt, die einen mitnimmt und vielleicht auch inspiriert. Es gibt wenig zu sehen aber viel zu erleben.
7/10 (inkl. +1 Technikbonus)
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