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Samstag, 5. Dezember 2009

Zweiohrkücken - Review




Der Nachfolger von „Keinohrhasen“ hat es in sich. Mit der alten Besetzung, den alten Autoren der selben Band mit dem Soundtrack (OneRepublic – Secret)und sogar dem selben Werbeplakat wird Til Schweiger auch dieses Jahr die Kinobesucher begeistern. Der Film hat zwar allgemein eher negative Kritiken bekommen, aber wann bekommt man schon einmal die Chance, einen guten deutschen Film auf der Kinoleinwand zu sehen? Ich persönlich gehöre wohl zu den wenigen Kinoliebhabern, welcher „Keinohrhasen“ niemals gesehen hat, trotzdem viel es mir nicht schwer zu verstehen, was dort auf der Leinwand passiert ist. Wortwitz, Slapstick und der wiedererkennbare Beziehungsalltag machen einfach Spaß.
Til Schweiger, unser „German Brad Pitt“, der hier als Hauptdarsteller, Autor, Regisseur, Produzent und sonst nicht was noch fungiert, hat seinen Job wirklich gut gemacht. Bei diesem Film hat man den Eindruck, Til Schweiger hat einfach das getan wozu er Lust hat und hat sich dabei nicht gescheut Gefühle zu zeigen. Im Gegensatz zum echten Brad Pitt, sieht man bei Schweiger die ein oder andere Träne. Für manche Männer mag in diesem Augenblick der aus „Inglourisous Bastards“ bekannte „Sgt. Huge Stiglitz“ endgültig gestorben sein, die Frauen wird dieses jedoch begeseistert haben. Endlich haben sie ein Argument mehr, uns harte Männer zu mehr Gefühlen zu animieren.
Die Besetztung in „Zweiohrkücken“ ist annähernd die selbe geblieben. „Nora Tschirner“ spielt ihre Rolle hervorragend. Irgendwie haben die Produzenten es geschafft, aus der hübschen „Nora Tschirner“ ein hässliches Entlein zu machen und auch irgendwie doch nicht. Alles sehr kompliziert, aber darum geht es in diesem Film schließlich auch. Die im Sumpf des Alltags festgefahrene Beziehung zwischen Anna und Ludo droht immer mehr ins Chaos zu stürzen. Da hilft es auch nicht, wenn plötzliche alte Liebschaften der beiden in das Leben der beiden zurückkehren. Stress ist somit vorprogrammiert. Matthias Schweighöfer, bekannt aus dem ersten Teil, spielt wieder Moritz, den Fotografen und tollpatsch. Frauen aufreißen ist nicht so sein Ding, sich in peinliche Situationen bringen jedoch schon. Auch dies hilft nicht, Ludo bei seinen Beziehugsproblemen zu helfen.
Dem Kinobesucher werden die Dialoge irgendwie bekannt vorkommen. Alles schon einmal erlebt, alles schonmal gesehen. Das ganze als Zuschauer zu beobachten, macht jedoch wirklich Spaß und hilft vielleicht auch ein wenig die eigene Beziehung ein wenig lockerer zu sehen und die Fehler des anderen zu akzeptieren. Alles in allem hat mich der Film begeistert und ich werde mein Versäumniss, „Keinohrhasen“ nie gesehen zu haben, so schnell wie möglich nachholen.

7/10