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Freitag, 28. November 2008

Die Parkplatzsuche

Nachdem mein Partner in seinem letzten Beitrag über die Schwierigkeiten beim Einparken philosophiert hat schreibe ich nun meinen Teil über die Schwierigkeiten bei der Suche nach einem geeigneten Parkplatz.

Man fährt los...

..um zu einem bestimmten Ort zu gelangen. Sei es die Arbeit, der Freund, bei dem man Videospiele zockt bis der Arzt kommt, eine Party, auf der man ja nun nichts mehr trinken darf, oder sonst irgendwas. Man freut sich, dass man fahren darf. Auch ich gehöre jetzt endlich zu den glücklichen, die durch den Besitz eines bestimmten Scheines die Erlaubnis haben, ein PKW zu führen.

Fröhlich und gut gelaunt kommt man auch an dem Ort an..


..das Problem

..jetzt muss man nur noch einen Parkplatz finden. Das ist gar nicht so einfach. Zu bestimmten Zeiten wird es mit einem Parkplatz auf einem Parkstreifen völlig scheiße, alles voll. Dann findet man vielleicht doch mal einen, der ist aber eindeutig zu klein. Man fährt also weiter. Biegt in eine Straße. Eingeschränktes Halteverbot - schade aber auch. Man fährt wieder raus.

"Ja, da ist einer, da stell ich mich hin."

Man parkt ein, steigt aus und geht. Man dreht sich um - "Steh ich gut?" und bemerkt es. Dieses blaue Schild mit dem weißen Menschen drauf der auf einem unmotorisierten Stuhl mit Rädern sitzt.

"Scheiße, da darf ich nicht parken."
Also wieder raus. Bis man aus dem Parkplatz raus ist, sind auch mal wieder 10 Minuten vergangen. Die anderen Autofahrer sind ja sooooo sozial. Aber rauslassen tut einen keiner.
Nachdem man nun doch irgendwann rausgekommen ist und sich über die anderen aufgeregt hat sucht man weiter. Man fragt sich, ob vielleicht nicht da, wo man am Anfang war, ein Parkplatz freigeworden ist und fährt da hin. Schade, nix. Aber eine schöne Idee war's trotzdem.

So irrt man bestimmt eine Viertelstunde umher - die 10 Minuten beim ausparken vom Behinderten Parkplatz ausgenommen. Bis dann schließlich der Entschluss kommt, einfach in's Parkhaus zu fahren.

Man kommt auf die Einfahrt beim Parkhaus, stellt sich neben den Schalter und löst eine Karte - dann fällt einem der Preis auf. Hat man das richtige Parkhaus erwischt könnte man den Stundenpreis auch gut und gerne als Anzahlung für ein neues Auto nehmen. Aber das ist dann auch egal.

Wie diese Preise gerechtfertigt sind versteh ich allerdings auch nicht. Denn wirklich viel Platz im Sinne von Raum, der für's Bewegen zur Verfügung steht, ist nicht vorhanden. Und Parkplätze gibt es auch erst im 4. oder 5. Stock. Direkt neben einem Porsche, Range Rover, Mercedes CLS oder BMW M6. Für Adrenalin beim Einparken ist also auch gleich gesorgt, eine Delle in einem dieser Wagen bringt den Otto-Normal-Verbraucher nämlich schonmal gut und gerne um 50% seines monatlichen Gehalts.

Also, überlegt euch lieber gut wo ihr parken wollt, am besten bevor ihr losfahrt. Denn bis man einen Platz gefunden hat und dann auch geparkt hat, ist man schon zu spät bei dem Termin, wo man sein muss.